Das ist DER Stock

Bamse sein liebstes

So richtig verstehen wir es nicht, aber irgendwas muss an diesem Stück Holz besonders sein. Der vierbeinige Kollege ist sonst nicht so mit „das ist meins und nicht deins“. Jedenfalls nicht wenn es um nicht fressbare Dinge geht. Mit diesem Teil hier ist das anders.

Vielleicht liegt es am Material (Wacholder) und dem dadurch interessanteren Geruch oder die sehr gute Knabbereignung mit großen und kleinen Anbeißecken macht das besondere aus. Oder vielleicht hat ein anderer Hund das Ding schon rumgeschleppt. Oder es ist alles drei.

Auffällig ist, das DER Stock mit Hingabe bespielt und bekaut wird, sogar mit ins heimische Bett geschleppt wurde und das auch noch am zweiten Tag anhält. Was bei Bamse eindeutig für eine dauerhafte Beziehung spricht.

Das zeitgleich ausgehändigte Kaugeweih ist zur Zeit abgemeldet. Und das ist doch tierischen Ursprungs. Aber wer will schon Hunde verstehen? Lustig ist es allemal.

Brot in Arbeit

Gestern hab ich eine kleine Anleitung für das Brot backen in der Karlsborg verfasst und das pane francesca bei der Gelegenheit gleich in Arbeit genommen. Im Moment ist der Teig in der 24 Stunden Reife im Erdkeller. Poolish war gstern abend und Zwischenteig heute morgen dran. Mal sehen, ob das brot was wird und die Bilder was taugen, dann kann ich die Anleitung noch anhübschen.

Klapskallis gibt es auch in Schweden oder shoppen in V.

Wir waren einkaufen, um die kommenden Verlängerungstage esstechnisch auszustatten und die Datenleitungen nach Bremen offen zu halten. Dazu erst zum Elektroladen und – man höre und staune – dortselbst eine je drei Sätze umfassende sinnhafte Kommunikation mit dem Verkäufer absolviert.

Ich fühlte mich an den ersten Federball-Ballwechsel und das damit verbundene Glücksgefühl erinnert, als es erstmals über Tap-Tip-Tap-Platsch hinausging und rasend schnell über unendlich lange Ballwechsel zu härtest umkämpften Straßenturnieren in Häuslingen ging. Ich hoffe mal, das auch hier irgendwann ein sprachlicher Knoten platzt. Heute war schon mal jut jewesen.

Danach dann zum Baumarkt: Abstandsmarkierungen an der Kasse wurden weitestgehend eingehalten, aber dazu mag das Abmaß der baumarktypischen Großeinkaufswagen beigetragen haben.

Soweit so gut. Die Voll-Pfosten-Arena kam aber erst noch: „Willy:s“, was ja der Penny oder Aldi unter den schwedischen Läden ist.

Parkplatz voll, Laden auch, vor der Leergutrückgabe eine Menschenmenge, die aussah, als wenn sie gleich zum Sturm auf das Winterpalais ansetzen wollte (goggelt gerne mal!), eng gepackt und voll murrender Unruhe. Aus dem weg gehen? Fehlanzeige. Aber gut, dann muss man da mal durch.

Danach dann in den Gemüse und Obstbereich, Axel zu den Backwaren. Beide Blickkontakt mit den anderen aufnehmend und immer so fahrend, dass der Mindestabstand gewahrt bleibt – eigentlich einfach.

Aber dann erster „Klappskalli-Alarm“: Gruppe leicht deprivierter Erwachsener mit angehängter Nachwuchsschar, schön quer den kürzesten Weg suchend und das gerne auch über andere drüber, aber doch mindestens direkt an vorbei. Einer rechts, einer links und sich laut und feucht miteinander unterhaltend. Einzig mögliche Reaktion, Vollbremsung und die vorbei ziehen lassen – Musclecar-Verfolgungsjagden schauen macht halt doch realitätstauglich..

Dieser Typus (ich würde meinen ca. 30% der Besucher) machte den Einkauf in dem Laden echt anstrengend. Und nervig wurde es auch, denn als man sich an der Kasse entlang der Markierungen aufstellte, kam mit tödlicher Sicherheit ein KK und schob sich freudig und leicht schadhaft grinsend in die selbst entdeckte Lücke. Hurra, was bin ich toll – hicks.

Letztlich alles zu überleben, aber doch stressig. Oder, um es mit dem Kollegen M.L. aus A. zu sagen: „Dumm wie Brot und glücklich wie Rollmops – muss man auch mit um.“

Und darum waren wir rechtschaffen froh, als wir wieder an der Burg waren.

Sten och Grus

Unterwegs hat Axel die Hunderunde in eine Hundelinie verwandelt und bei der Gelegenheit für Montag Abend unsere Rollsplitlieferung für die Zuwegung klar gemacht.

Mats und Ola machen das. Und Axel kann jetzt sein Schwedisch „verhandlungssicher“ nennen. Auch wenn er weder die AGB, die Preise, den Haftungsausschluss und die Gewährleistungsparagraphen verstanden hat.

Aber „Jahaa“ muss hier eben auch mal reichen.

Schönen Guten Abend, allerseits.

P.S. Tak för maten

So bedankt man sich in Schweden immer für das Essen. Auch in der Schulkantine und zuhause. Wir haben heute sommerlich kalte Küche mit etwas Lachs und Salat, dazu Tunbröd und Joghurt.

und ein Weinchen gibt es auch.

Da kann man schon mal Danke sagen.

Breaking news: Quarantäne verlängert

„Wenn hier einer jemanden in Quarantäne schickt …

… dann bin ich das. Aber sowas von.“ So Herr Gustavson. Gesagt, getan. Anfrage beim Fährdealer des Vertrauens gestellt, Datum vorgegeben, Umbuchung eingetütet. wenige Minuten später Vollzug entgegen genommen.

Damit ist unsere Rückfahrt jetzt für den 28.4. statt dem 18.4. geplant. Zeit für Homeoffice und Bauprojekte in Schweden wird erstmal verlängert.

Um ehrlich zu sein: Man kann es deutlich schlechter treffen.

Und mal sehen, ob die häusliche Absonderung danach noch nötig ist. Auch da wird der Herr Gustavson mal Tacheles reden. Jedenfalls darüber, wer hier wen in die Rutenstraße einweist. Das machen wir dann immer noch selbst. Jawoll.

Zieh Dich warm an, Ordnungsamt.

Brot backen mit Carolina

das Brot backen ist eine schwedische Selbstverständlichkeit

Im Einzelhandel gibt es deshalb viele verschiedene Brotmehle, teilweise auch Backmischungen und „self-raising flour“. Roggen-, Weizen- und auch Dinkelmehl gibt es in größeren und kleineren Packungen. 2 kg sind ganz normal und lassen sich auch schnell verbrauchen.

Statt Sauerteig: Brot mit Vorteig oder langer Gärung

Ich backe in der Karlsborg in der Regel mit Hefe. Die Trockenhefe gibt es für Brot in einer gelben Packung mit blauer Aufschrift (für süße Sachen: gleiche Packung mit roter Schrift). Und normalerweise ist davon auch was im Vorrat.

Damit das Brot lagerfähig ist und herzhaft schmeckt, nutzt man gerne eine leicht gesäuerte Variante eines Hefevorteigs. In vielen Rezepten heißt dieser Vorteig „Poolish“. Dabei wird ein nortmaler Vorteig angerührt und bei geringerer Temperatur 10 – 20 Stunden (manchmal kühl) geführt.

Ich stelle den meist über Nacht in den Erdkeller, dann kann am nächsten Morgen gebacken werden.

Viele Rezepte findet Ihr im Internet: Ich nutze oft als Quelle Petras Brotkasten oder den Plötzbrot-Blog. Auch Bäckermeister Süpkes Rezepte funktionieren super.

Das Brot wird locker und luftig. Es mag Euch für den kleinen Backofen zunächst etwas arz emaillierten Form, dann passt es.

Ein Beispielrezept ohne Vorteig

In Petras-Brotkasten findet Ihr hier (mit Dank für die vielen tollen rezepte) ein hervorragendes Brot, das nur Zeit, aber wenig Getüdel erfordert. Man kann dieses Rezept als Ausgangspunkt nehmen und vielfach variieren.

Quelle ist: http://www.petras-brotkasten.de/Brotancienne.html#Ancienne

Hier die Zutaten und die Karlsborg angepasst Zubereitungsart.

   765     Gramm  Weizenmehl (gerne etwas gröber, aber sonst, was eben da ist)
 2 1/4      Teel. Salz
 1 3/4      Teel. Trockenhefe für herzhaftes Gebäck
540-580 ml kaltes Wasser

werden 4 – 8 Minuten zu einem geschmeidigen (und vermutlich leicht klebrig ausfallenden) Teig geknetet. Die große Plastikschüssel, ein Kochlöffel und am Ende die Hände werden benötigt. Zupft den Teig, nehmt etwas Mehl oder feuchtet die Hände an, damit nicht zuviel kleben bleibt.

Dann ruht der Teig erstmal ein Stunde bei Zimmertemperatur und geht danach in den Erdkeller (in die Kiste, denkt an die Mäuse!). Wenn Ihr die Teigkugel in etwas Öl herumsausen lasst, klebt die nicht so an der Schüssel. Ist aber auch egal.

Im kühlen Keller bleibt er mindestens über Nacht, 24 Stunden ist besser.

Danach kommt er raus und geht an der Herdseite oder einem andern warmen Platz 3 – 6 Stunden. Die Zeit ist nicht so wichtig. Wichtiger ist, der Teig soll das Volumen mindestens verdoppeln.

Dann holt ihn mit dem Teigschaber auf die bemehlte Arbeitsfläche. Vorsichtig, denn ds Gas soll nicht entweichen und die Struktur der Teigfasern möglichst erhalten bleiben.

Dann VIEL Mehl an die Hände und mit vorsichtigen, schaufelnden Bewegungen den Teig in Form bringen. Der Teig klebt immer noch, das ist richtig!

Im Wärmenest zum zweiten gehen.

Ich habe im Beispiel die Teigmenge in etwas längliche Form gebracht und mehrfach verdreht. Ihr könnt auch zwei Baguettelaibe formen oder zwei Kugeln. In der schwarzen Backform kommt der Teig auf einem Mehlschleier zu liegen, auch Gries geht gut.

Der Teig geht noch einmal 10 – 20 Minuten

Dann in den Ofen und für gute Hitze sorgen (also die untere Ofentür auschieben oder einen Spalt offen lassen).

Mit Wasser, das in den Ofen gekippt wird (50 ml reichen) schwaden und zügig backen. Nach 10 Minuten vielleicht einmal die Form umdrehen.

Backen bis das Brot hohl klingt und gut gebräunt ist.

Ihr könnt die Mengen auch gerne halbieren.

Ich hab so einen Teig auch schon mal mit halb so langer Gärung gebacken. Das ging auch, wurde dann aber naturgemäß etwas fester (mehr so wie ein Oberländer Graubrot). In ähnlicher Weise wirken sich andere Mehle aus. Probiert und versucht Euer Glück.

Und noch ein Hinweis. Nehmt den Teig, so wie er ist. Nicht wie beim Deutschen Hefezopf mit Mehl und Wasser arbeiten, bis er „nicht mehr klebt“ und „glänzt“ (das liegt da an dem beigegebenen Fett, übrigens).

Brotteig, vor allem alles helle, weißbrotige ist oft eher feucht. Arbeitet mit viel Mehl an den Händen und behandelt den Teig wie eine „junge Katze“, vorsichtig hochheben und immer mal hier unterfassen und zupfen und da.

Ich finde backen nach Rezept total interessant und spannend, aber manchmal muss man eben das nehmen was noch da ist und akzeptieren, dass das rauskommt, was rauskommt. Und das ist beim Backen in der Karlsborg oberstes Gebot.

Und dann wird das meistens was!

Heute mal wieder untertags …

… nicht unter Tage

Wir haben heute morgen Besuch von zwei Singschwänen (cygnus cygnus) bekommen. Lange Hälse, schön weiß, gelbe Gesichtsmaske und – untereinander – sehr mitteilsam. Ich will sie nicht verscheuchen, daher kein Foto(-versuch).

Wenn ich mich an die Tierfilme (Sektion Federn) richtig erinnere, ziehen die im Sommer weit bis in den Norden hinauf, um dort zu brüten. Gute Flieger sind das, wenn auch Landlandungen und das Starten allgemein nicht zu den Grundfertigkeiten der Kolleg*innen gehören. Da wirken solche Brecher immer eher etwas ungelenk. Das kann ich mehr als nachvollziehen. (Flashback: Reckaufschwung, klappt nicht, das muss doch gehen, zweiter versuch. Aber Ralf hängt, trotz Handball gestählter Arme, comme une Sack an der Stange – Flashback abschütteln.)

Mal sehen, wie lange die beiden Grazien hier verweilen (also die Schwäne, nicht wir), spätestens beim Sauna abkühlen werden wir wohl die Fluchtdistanz unterschreiten. Allerdings mag auch schon eine kleine Angelpause den Axel unten an den Steg führen, denn heute ist es wirklich schon morgens mild und sanft.

Kriegt man gleich gute Laune.

Warten auf Mutti

Jenseits der KB-Realität hab ich noch einen, den ich gern loswerden würde. Gestern habe ich in verschiedenen Runden viel mit HB gesprochen und immer wieder wurde von „dem Mittwoch“ geredet (also heute). „Wir müssen uns nach dem Mittwoch treffen“, um zu entscheiden, wie wir dann unser Verhalten als „neuland“ anpassen müssen.

Irgendwie hörte sich das seltsam an, für jemanden, der ein wenig außerhalb der heißgelaufenen Diskussion in Tyskland steht.

Was meine ich: jenseits der vielen halbwissenden selbst ernannten Virologen und Epidemologen in Twitter und Internet hatte ich den Eindruck, dass wir als neuland (und auch wir hier als Einzelpersonen) einen halbwegs verantwortlichen Umgang mit „der Situation“ gefunden haben.

Und die lässt sich relativ einfach zusammenfassen: unterbrich die Infektionsketten, wo immer das geht. Und vermeide die eigene Ansteckung und die der Menschen, für die Du Verantwortung trägst. In der Firma kommt dazu: seht zu, dass ihr weiterhin die Aufgaben erfüllen könnt, die für die direkte und indirekte Wertschöpfung notwendig sind.

Das ist High-Level, setzt aber genau da an, wo Handlung an der Basis möglich wird. Das die einzelnen Menschen, die Teams oder auch wir als Unternehmen dazu verschiedene Handlungsoptionen und Werkzeuge brauchen, ist selbstverständlich. Weswegen btw es auch gut ist, sich einen Überblick über die notwendigen und möglichen Maßnahmen zu verschaffen – allerdings ohne sich dann sofort als Oberexperte und Besserwisser zu gerieren (s. o.).

Systemtheoretisch oder organisationswissenscchaftlich gesprochen würde ich sagen: so richtig schlecht haben wir das nicht gemacht. Wir haben die Möglichkeiten des Homeoffice erkannt und angeboten, bevor administrativ etwas ähnliches geregelt wurde. „Wir sind selbstwirksam, kommunikations- und reaktionsfähig“ und dadurch als Organisation und Individuen resilient. Wir können auch im Chaos handeln.

Und wenn das so ist, brauchen wir Mutti als Bestimmerin und Mikromanagerin unseres täglichen Handelns nicht mehr. Wir wissen nämlich, dass die Welt immer neu geschrieben wird, wir sind nicht überwältigt von Angst und Hilflosigkeit, sondern uns – bescheiden und auch demütig – der eigenen Wirksamkeit bewusst. Daraus schöpfen wir eine Gewissheit, wir stellen uns in die Welt. Sogar hier im Outback.

Es wäre gut, wenn die erwachsene Umgehensweise mit dem Virus (die ich, vielleicht in extremo, hier in Schweden beobachte) wichtiger als die Verordnung sein könnte. Es wäre gut, wenn Prinzipien statt Regeln regierten und Verantwortung statt Bevormundung. Ich weiß, wie anstrengend das sein kann und welche starken Kräfte dem entgegenstehen (z. B. aus der ökonomischen Sphäre, weniger der persönlichen, nach meinem Eindruck). Aber ich täte mir wünschen, dass diese Fragen auch im Fokus unserer und der veröffentlichten Diskussion stünden.

Das warten auf „Mutti am Mittwoch“ scheint mir in eine andere Richtung zu weisen. Und wenn das so wäre, dann wäre der Fokus auf „den Mittwoch“, auf die Ergebnisse dort eben auch in der Gefahr unerwachsen und retardierend zu wirken. „Die werden es schon richten. Die sind die Experten.“ Und das glaube ich nicht. Bezogen auf unsere Welt sind wir verantwortlich und wir holen uns Expertise, wo immer nötig. Diesen Diskurs zu organisieren und Expertise zugänglich zu machen, ist Aufgabe der politisch-administrativen Systeme. Nichts anderes.

Ich will es an einem Punkt klarmachen: Wir arbeiten aktuell zu hause. Der Impuls war der Virus. Es gab die Frage, was Homeoffice sein kann schon vorher, aber viele haben sich diesen Fragen nicht gestellt. Die Heimarbeiter*innen waren die „eingeschränkt wirksamen Sonderlinge“. Das ist jetzt anders. Trotzdem bleibt die Frage, ob es heute nur um eine Abweichung von der Norm geht, die wir baldmöglichst (mit Plazet von Mutti) wieder beseitigen können.

Ich denke das wir da anders ticken sollten: Wir nehmen diesen Impuls auf und verwandeln ihn in etwas anderes. Nämlich in die Frage: „Wie kann gute Arbeit aussehen? Zuhause und im Office?“, „Welche Arbeit ist wichtig? Welche nötig? Wo ist der nächste Schritt? Und wie machen wir ihn?“ Das ist auch bei uns eine Entscheidung, viele – und manche mit ehrenwertem Grund – denken eher an die Rückkehr zu dem, was sie als Regel gewöhnt zu sein meinen. Und manche davon warten auf Mutti.

Den anderen, weiterführenden Diskurs würde ich gerne organisieren. Den halte ich für nützlich. Und danach entscheiden wir selbst, welche Maßnahmen nötig sind, um uns gesund und rund und vollständig zu machen. Mit oder ohne (oder vor, während und nach) Corona.

Und nachher wieder zurück zum Boden: Gartenarbeit

Ich will heute mal die Kartoffeln setzen. Der Boden im Beet ist schon sehr ausgetrocknet, da sollten wir etwas wässern. Und bei der Gelegenheit die Zisternenpumpe ein wenig austesten. Der Sand müsste sich inzwischen gesetzt haben. Vielleicht können wir auch die Regenwasserzuleitung schon mal konzipieren und schauen, wie weit wir mit den vorhandenen Leitungen kommen. Im Saldo fehlt uns aktuell eine Regentonne, aber da können wir ja vielleicht was tricksen.

Es wurde gejätet, gerecht und gepflanzt:

Drei Reihen Kartoffeln eingebuddelt …

Blumensamen auf dem Beet ausgebracht (Sommerblumen und Gartenmischung) …

das Rentnerbeet mit Tomaten, Chili, Schwarzwurzeln, Radieschen, Pflücksalat, Ruccola und Mangold bestückt … (Knobi, Schalotten, Minze, Majoran waren schon / noch da)

Morgen (oder nachher geht es noch kurz weiter mit neuseeländischem Spinat und roten Beten im großen Beet (parallel zu Kartoffeln. Bild kommt dann noch).

Heute Sauna. Trotz warmem Wetter.

Helau!

Homeoffice, Datenvolumen und Bandbreite

Hau raus, is Tango

Bei mir heißt Homeoffice vor allem Videokonferenz. und das frisst Datenvolumen, Akkulaufzeit und beansprucht Bandbreite. Wir haben heute fast 8 GB Datenvolumen verbraucht. Auch eine deaktivierte Kamera bringt nicht soviel, schließlich werden die Kamerastreams der anderen Teilnehmenden ja dann doch übertragen.

Am Ende wird es bei längerer Anwesenheit hier auf ein flatrate Modell rauslaufen. Dafür brauchen wir aber wohl eine anerkannte Bankverbindung hier in Schweden. So sehen jedenfalls die Infos aus dem Internet aus.

Wir werden das mal klären, mindestens für die kommenden Aufenthalte hier. Allein die inzwischen normalen Streamingsdienstewürden sonst die Prepaid-Datenmengen schnell leer saugen.

Und lohnt sich das eigentlich?

Hm. Das ist schon eine gute Frage. ich denke, dass alles, was ich jetzt in den VC bespreche auch mit Telefonkonferenzen gehen müsste.Der Anteil notwendiger visueller Kommunikation scheint mir eher gering. Anderereseits hat man sich schnelle dran gewöhn†, das Gegenüber auch zu sehen. Es kommt einem schon fast komisch vor, wenn nur die Namenskürzel auf den Videokacheln zu sehen sind.

Ich würde trotzdem sagen. Man müsste das wesentliche zu erkenne n suchen und sich dann fragen, ob das Bild unbedingt dazu gehört. Aber meine Prognose geht eher in eine andere Richtung: für die Facetimes dieser Welt hätte das Virus erfunden werden müssen. Einen größeren Schub an Akzeptanz kann man sich schwer vorstellen.

Aber ich bin mir wirklich unsicher, ob wir nicht doch weniger und präziser kommunizieren sollten.

Was wäre gut?

Wie wäre es, wenn wir wieder mehr sinnvolle Mails (und dafür weniger) schreiben würden?

Wie wäre es, wenn man vorbereitet und mit Vorschlägen versehen kommunizieren würde?

Wie wäre es, wenn man erst denken und dann reden würde?

Wie wäre es, nur sinnhafte Kommunikationen zu führen?

Mir will scheinen, dass die Remote-Welt im Kern nur verstärkt. Und es ist an uns das wahrzunehmen und dann das richtige zu tun. Und vielleicht ist das einfach nur weniger.

Was habe ich heute sonst noch so gemacht, also wirkliches …

Gar nicht so viel, denn die normale Arbeit braucht Zeit (s. o.).

  • Erstmal hab ich auf meine Pausen geachtet, das war gut.
  • Wir haben einen großen Topf Suppe gekocht, lecker!
  • Die Tür zum Spa ist jetzt fast dicht, eine Laibung ist eingebaut.
  • Das Beet ist einmal durchgeharkt, Wurzelwerk habe ich entfernt und die Kartoffeln können gesetzt werden.
  • Das Rentnerbeet ist entkrautet, auch da kann gepflanzt werden.
  • Ich bin zuversichtlich, morgen ein paar Fotos dazu präsentieren zu können.
  • Axel hat einen neuen Angelplatz erkundet, da bin ich aber auf Hörensagen angewiesen – und daher etwas zurückhaltend.

Spiel ohne Grenzen

jetzt kann man (fast) auch schaukeln

Heute ist kalt und windig und aus Nordwest. wir haben unter 10°, Sonne aber immer auch Graupel- und Schneeschauer. Trotzdem wurde heute das zweite (geplante) größere Vorhaben gestartet.

Vorher habe ich noch Kupfer geputzt.

Phase 1

Erstmal wurde der Schaukelplatz fixiert. Einbau in die Natur zumindest zur Hälfte. Also wurde der Baum, dessen Namen keiner kennt (der mit den weißen Blüten und pieksigen Ästen), etwas ausgeastet, ein Lager für den Schaukelbalken fixiert und eine Behelfskonstruktion aufgerichtet.

Phase 2

Danach haben wir zwei Ständer aufgestellt und (mit einiger Mühe) durchbohrt und fixiert. Der Boden war erstaunlicherweise dick genug, um den einen Balken 60 cm und den anderen immerhin 30 cm tief einzulassen.

Zur Kaffeepause sah es schon ganz gut aus.

Phase 3 und Abslusstest

Dann wurde die Behelfskonstruktion abgebaut, der horizontale Balken mit Schraube und Konterbrett fixiert, die Grassoden wieder eingebaut. Das sah schon ganz gut aus.

Der erste Test wurde durchgeführt. Die Schaukel schaukelt.

Weiterer Kleinkram

  • ich hab Kleinholz gehackt
  • die Rasenmäherkillersteine am Fahnenmast ausgebuddelt und zum (ungeplanten) dritten Großprojekt verbracht: der Trockenmauer. Aber das wird heute nichts gemacht
  • och nu tar vi en promenad med hunden
  • Ikvväll har vi ocksa en tid i bastun

5 1/2 Stunden im Wald – keine Eier

Osterspaziergang mit mittelmäßigem Ergebnis.

Heute ist Feiertag. Jawoll. Und da gehen wir spazieren. Auch jawoll.

Wir sind die Molen-Runde (Mühle) gegangen. Also die weite Tour mit viel rauf und runter, Dosen sammeln, Plastik und Glasmüll mitnehmen und – so war es geplant, die Schokoostereier aufsammeln, die irgendwelche Familien nicht gefunden haben. Das hat in der BRD immer geklappt.

Hier war nüscht. Erstens gab es keine Spaziergänger, also außer uns. Und dann gab es keine Ostereier. Nicht nur wegen der fehlenden Spaziergänger nicht, sondern weil der Wikinger das nicht macht. Soweit hat sich die Tradition der sinnlichen Frühjahrsgöttin Ostara dann doch nicht erhalten, scheint es.

Dagegen hängt er gefärbte Hühnerfedern in die kahlen Bäume und freut sich ein Loch in den Helm. Aber das beides haben wir bisher verweigert. Obwohl, ich wollte gerne, wegen Anpassung , Integration und so. Könnte noch wichtig werden (siehe unten).

Immerhin fast 10 Kronen Dosen und Flaschenpfand haben wir erbeutet, müssen nur noch eingelöst werden. Und dann muss man auch den Bon einlösen und wenn man das vergisst, ist sowieso Essig (wie schon mehrfach geschehen), weil dann gilt der nicht mehr bzw. in einem anderen Laden derselben Kette in einem anderen Län kann man den auch nicht abgeben.

Also am besten gleich auf den grünen Knopf am Automaten drücken und die Sammelkronen spenden. Wahrscheinlich geht das dann an jemanden, der sich gleich eine Dose kauft, die eben restentleert und aus dem Fenster schmeißt. Kreislaufwirtschaft, hieße das dann wohl.

Aber nein, wir wollen nicht garstig sein. Dafür ist das Wetter zu schön und wir beiden Zweibeiner und der eine Vierbeiner auch zu müde für.

Ins Exil?

Wir haben, Dank sei Frau S. aus B. die Musterverordnung für die 14 Tage Strafquarantäne wegen in Urlaub fahren zur An- und Durchsicht bekommen. Es sieht so aus, als wenn wir in der Tat nach Heimkehr 14 Tage Wohnungsdauereinsatz bekommen, den wir sind nicht für die Landesverteidigung, den Gesundheitsdienst, als Diplomaten oder Berufspendler und LKW-Fahrer im Einsatz. Da bleibt wohl nur: 14 Tage in die stille Ecke.

Da frägt sich der geneigte Bekenntnis-Schwede doch gleich: „Und wenn wir einfach 14 Tage länger hier bleiben. Vielleicht hat sich bis die staatspädogische Aufrüstung in diesem Punkt dann erledigt.

Arbeiten können wir auch von hier und Termine in Deutschland NICHT wahrnehmnen, geht von hier sogar fast noch besser. Mal sehen. Etwas Zeit haben wir ja noch. Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Abendessen

Es gab heißgeräucherten Fisch, Knäckebrot und etwas Rohkost. Und für Ostermontag ist auch noch was da.

Gestern Pflanzen, heute Frost …

Kann immer noch ganz schön kalt sein, hier!

Gestern haben wir ein paar Sachen für den Garten geholt. Aber die Tomaten- und Chilipflanzen, die Saatkartoffeln und das übrige Gemüse (Samen) müssen noch etwas warten.

Sie sollen ja nicht verzärtelt werden, darum im wird im kalten Schlafzimmer bzw. Vorraum gewartet.

Die Kartoffeltüten sind unspektakulär, die werden nicht fotografiert. Erst beim Pflanzen.

Die Idee ist, ein paar Dauergemüse anzupflanzen (Neuseeländischen Spinat, Mangold), dann was zum schnellen Ernten, wenn Anfang Juni Pia, Nico, Fenja, Kerstin und Axel hier sind (Ruccola, Radieschen, Wurzeln), was für den Herbst (Rote Beete, Zwiebeln) und Axels Liebstes: die Schwarzwurzel. Knoblauch und Chalotten sind noch im Rentnerbeet drin.

Die Kartoffeln kommen ins Beet, der Rhabarber wächst schon und die Beerenbüsche werfen hoffentlich auch bald was ab. Die Stachelbeere jedenfalls sieht schon mal sehr gut aus.

Vielleicht mache ich noch eine Anleitung: „Essbares aus dem Garten“, aber es ist ja viel schöner, das selbst rauszufinden. Und giftiges Zeug haben wir nicht!

Heute morgen waren es -4° Celsius, vermutlich heute nacht auch noch etwas drunter.

Klarer Himmel, kein Lüftchen. Wird bestimmt schön heute, draußen.

Ich bin ein Ökoferkel

Ja, das muss ich heute sein, denn die gekauften 30 GB sind schon fast weggelutscht. Und noch nicht mal einen Film haben wir geschaut. Herr Gustavson sieht ab und zu die Tagesschau und das eine oder andere Hörspiel gibt es auch, aber das ist es dann auch schon.

Gestern habe ich in V. noch gesagt: „Nee, lass mal, das reicht noch für den Rest …“ und abends hatten wir dann noch 1,3 GB auf der Uhr. Aktuell sind es gerade noch 500 MB.

D. h. es summiert sich. Vor allem die Videokonferenzerei scheint auf jeden Fall nicht nur Strom und Akkulaufzeit sondern auch fett Bandbreite zu kosten. Das werde ich ab Dienstag mal genauer beobachten. Auch das Fotos hochladen könnte kosten, von Kamera in die iCloud, von da zum WordPress (und immer als Original).

Erstmal muss ich wegen meiner Fehlkalkulation heute nochmal nach Västervik (30 km eine Tour), um noch Gutscheine zu kaufen. Oder Herrn Gustavson schicken, weil ich ja Kontaktvermeider bin.

Zu blöd, dass wir das noch nicht per Internet machen können, weil wir ja noch kein Konto haben, weil wir ja nicht vertrauenswürdig aussehen und unsere Personalausweise mit der Kinderpost hergestellt haben. Aber das ist eine andere (und schon alte) Geschichte, die ich aber sicher gerne noch mal wiedergeben werde.

Bauberichte

Normale Hausarbeit und Kleinzeug:

  • Saugen (mit Unterstützung des Generators)
  • Kleinere Instandhaltungen: Löcher für Griffschalen in beiden Schiebetüren gebohrt (Endmontage erfolgt nach Endanstrich der Türen, sagt der Chef)
  • Slipanlage an der Badestelle verbessert
  • Auf dem Rückweg vom morgendlichen Umweltfrevel Steine für die Trockenmauer eingesammelt und per Bulli zur Karlsborg transportiert.

Dann die Aktion:

Boot ins Wasser und an den Bahndamm gefahren, da, wo wir schon Holz ausgeguckt haben.

Daselbst die schon leicht verpilzten Stämme bereitgelegt und …

in handliche Stücke gesägt (jedenfalls solange, bis die Kette von der Motorsäge geflogen ist).

Danach wurden die Stücke und Stangen ins Boot geladen und zur Karlsborg verbracht …

Dann gesägt und gehackt und in der Remise aufgestapelt. Ergebnis: Bummelige acht Karren Holz, zusammen mit der ersten Fuhre so ca. 2 Raummeter. Zum Trocknen auf die richtige Seite gepackt und nach Trocknung zum gefälligen Verzehr in den diversen Öfen und Feuerstellen freigegeben.

Jetzt noch abreinigen, dann lecker Rinderbraten mit Niedrigtemperaturgarung aus der Carolina. Yummy.

„Karlsfreitag“

Wie man Sachen falsch verstehen kann und die dann trotzdem Sinn ergeben

Ich habe lange Jahre gedacht, dass der Tag vor Ostern „KARLfreitag“ (mit „l“) heißt und das war auch wenig aufregend. Irgendeinem Karl würde der Tag eben gehören. Und das ich den Hintergrund nicht wusste, war mir auch egal. Die anderen Figuren aus der Bibel hatten wohl schon andere Namen, aber Esau oder so ist ja auch irgendwie komisch. Da ist Karl dann schon genehmigt.

Und auch heute ist der Tag vor Ostern Karls-Tag. Jedenfalls eigentlich.

Heute war Feiertagsruhe

… was bedeutet, dass nur Kleinigkeiten erledigt wurden.

Ich habe Zimtschnecken gebacken. Und das Rezept hier in das Blog eingetragen.

Lecker Hefeteig angerührt. Und gehen lassen. Ausgewellt und mit Füllung bestrichen

Dann in Schnecken geschnitten und nochmal kurz gehen lassen.

Gebacken in Carolina und leckeres Ergebnis.

Dann hab ich drei Schiebkarren mit Steinen geholt und die Lücke zwischen Torpfosten und Kirschbaum hab ich geschlossen.

So langsam wird es eine Mauer, oder?

Axel hat den Brunnenplatz aufgeräumt. Und die Beetbegrenzung wurde auch schön aufgearbeitet.

Dann waren wir noch in Västervik. Einkaufen bei ICA und ein paar Saatkartoffeln, Pflanzen und Sämereien bei Blomsterlandet eingeholt. Die werden wir morgen einpflanzen, denke ich.

So, das war es für heute.

Lieber Karl, genieß Deinen Tag.

Julia – die Küchenwaage

Schöne Technik

Wir haben – ist schon etwas her – im Löppis eine Küchenwaage gekauft.

Die steht oben auf dem Küchenschrank. Eine kurze Anleitung:

Links könnt Ihr das abzuwiegende Gewicht einstellen. Das obere Schiebegewicht ist stufenlos einstellbar, das untere wird in 500 gSchritten auf der Raste verstellt. Die verchromte Schale liegt einfach auf der Waage auf.

Im Ruhezustand ist die Waage festgestellt. Auf dem Bild unten seht ihr im hinteren Bildbereich den Feststellmechanismus. „Drin = fest“

Gelöst wird die Waag durch herausziehen. Damit schwingt die Waage frei und die beiden Zeiger im Vordergrund liegen nicht mehr auf einer Linie. Es gilt: rechte Seite unten = Wiegegut zu leicht, rechte Seite oben = Wiegegut zu schwer.

Hier seht Ihr im Hintergrund die genannten Zeiger (weiß / beige). Im Vordergrund seht ihr das sogenennate Tariergewicht. Mit diesem Gewicht richtet Ihr die Waage auf „Null“ aus. Die Nullstellung ist erreicht, sobald OHNE Gewicht die beiden Anzeiger paralell stehen. Dazu könnt Ihr das Tariergewicht nach rechts oder links verschieben. Normalerweise ist die Einstellung schon fertig, d. h. mit Schale steht die Waage in Nullstellung.

Und dann geht es los.

Viel Spaß mit Julia.