Aus dem Waschhaus wird das Waldhaus

Wir können immer Abstellfläche brauchen und Schlafplätze auch. So wie es Findus vorgemacht hat, ist ein eigenes Haus was feines. Und weil das SPA nach unten gezogen ist und die Energicentralen in der Remise Platz gefunden hat, kann das Waschhaus zum Waldhaus werden.

Oktober 2022 – Demontage der Zwischenwand

Neuer Fußboden

… und Verkleidung von Wand und Decke. Byggmaxx und Recycling vorhandener Materialien sei Dank, wurde das Häuschen isoliert und Wände und Decke in März und Mai 2024 neu mit Folie und Holz verkleidet.

Aus einer Tür wird ein Fenster

Anschließend wurde aus der überzähligen Tür links ein Fenster. Im Mai 2024 wird ein weiteres Stück Karlsborg hübsch gemacht.

Mit Glas und Backe Stück für Stück weiter.

Jetzt macht es Spaß über eine erweiterte Terrasse nachzudenken.

Aber vorher gibt es im September 2024 ….

Strom mit eigener 12 V Insel im Waldhaus

Rollsplit, Kies und Beikräuter – Edition 2

Kies unten ist gereinigt und entkrautet. Kies oben jetzt auch.

Was unten eine gute Idee war, ist auch oben eine Option. Im September 2024 habe ich mir zum x-ten Mal die langsam zuwachsende Kiesfläche angesehen und entschieden: das wird jetzt angegangen. Wie unten unter Rollsplit, Kies und Beikräuter beschrieben, wurden die Steine rausgeharkt, gesäubert, der Boden ausgekoffert, Bodenvlies eingebracht und der Kies wieder draufgepackt.

Der Rückgriff auf Basistechnologie (ein gutes einfaches Standsieb) war hinreichend. Sand fällt durch, Steinchen bleiben vorne. Jedenfalls das mehrste.

Das Buddeln war mehr. Nur gut, dass die Fläche kleiner war. Oben war noch weniger Split im ersten Anlauf zu bergen. Immerhin haben wir damit unten den Parkplatz nochmal mit feinem Grus belegen können. Auch schön.

Zweite Phase, Vlies und wieder drauf, das Ganze. Dabei war die Steinpackung vor dem Eingang herausfordernd, denn die Bodenschicht ist dünn und der Wackermann darunter ist unverrückbar.

Der Rest vom Vlies unten war knäpplich, aber Byggmax sei Dank lässt sich sowas auch wunderbar in Schweden kaufen. Und so wurde fleißig gereinigt, verlegt und neu aufgebaut. Uns fehlt im Saldo noch etwas Split, da müssen wir noch mal bei, wenn der Weg zur Karlsborg das nächste Mal gemacht wird.

Immerhin haben die Begrenzungen das Anschrauben von Brettern erlaubt (hier ohne Abbildung), so dass in einer knappen Woche auch dieser Drops gelutscht war. Schön.

Seeterrasse reloaded

Genese eines Karlsborg-Projekts: „Is kaputt, muss heil gemacht werden!“ – wir sprachen drüber (Dachbodenzelt im Haupthaus).

Das nämliche hat sich für die Seeterrasse ergeben, die ihren Unterbau verloren hatte. Nach Demontage durch Herrn Gustavsson wurde ein feiner Metallunterbau angelegt.

Danach gab es im Juni 2024 eine neue Decke (aus alten und neuen Bohlen). Die neue Plattform findet nicht nur den Beifall des Erbauers sondern auch von Frau Natter. Prächtig.

Rollsplit, Kies und Beikräuter

Die Vorgeschichte

Die Splitfläche vor der Scheune kenne ich aus der Nähe ganz genau. Jedes Jahr zweimal habe ich das Grünzeug aus dem Split gepult. Wie Sisisphus war ich glücklich, wusste ich doch, Wass zu nämlicher Zeit im nächsten Jahr wieder als Aufgabe auf mich wartete – zumal die Zahl der Nachahmer sehr überschaubar war. ich glaube, bis auf Ruscha hat da niemand unten gehockt und gejätet.

Start und erste Justierung

Im Oktober 2022 wurde eine nachhaltige Lösung gestartet: Kies weg, Kies sieben, Erde weg, Wurzelvlies drauf, Kies wieder rein. So war der Plan. Hat aber nicht geklappt. Das Kies-Erdegemisch hatte sich zu einer quasi wasserbundenen Decke verfestigt, die musste gelockert und ausgeharkt werden. Außerdem musste das Niveau des Bodens abgesenkt werden.

Am Anfang wurde erfolgreich ein Überlauf von der blauen Tonne am Gästehaus in Richtung Beerengarten und Fahnenmast verlegt.

Kies im Schönheitssalon

Der Split hatte sich mit dem lehmigen Untergrund eng verbunden, das habe ich mit dem Brecheisen zentimeterweise gelockert, dann ausgeharkt und das Steinige auf den Haufen „zu reinigen“ verbracht. Das sandige Substrat ist auf dem Parkplatz gelandet, das ist ja ohnehin so gefräßig wie das Bermudadreieck.

Technik und ihre Grenzen

Im März 2023 kam die Kieswaschmaschine von Axel zum Einsatz. Die Idee war toll: Kies rollt in der Trommel, Sand fällt unten raus, mit Wasser wird nachgewaschen und der Kies purzelt vorne raus. Alles picobello.

Dabei wurde die Rechnung ohne das Gewicht des Waschguts und die sehr unterschiedlichen Korngrößen gemacht. Am Ende haben die beiden Jungs den ganzen Kram wie die Goldwäscher am Klondike von Hand in Maurerbalgen gespült. Eine Schweinearbeit und ein echter Rückenbrecher. Chapeau!

Wiederaufbau

Der Wiederaufbau im Oktober war dann eher easy. Das Bodenvlies soll verhindern, dass Wurzeln von unten durchwachsen. Ich denke mal, dass so auch ein nächster Reinigungszyklus leichter wird. Aber da wollen wir erstmal für die nächsten 10 Jahre gar nicht drüber nachdenken.

Mein persönlicher Zenmeditationstip am Ende jedes Aufenthalts in der Karlsborg: einmal den Kies harken und dabei alles in die ruhige Führung des Rechens legen.

Dachbodenzelt im Haupthaus

Die neuen Projekte entstehen auf zwei Wegen. Möglichkeit Nummer 1: „Is kaputt, muss (besser) neu gemacht werden“ oder „mal versuchen, was man draus machen kann“.

Der Ausbau des Dachbodens ist ein Beispiel für die zweite Variante. Von Frühjahr 2021 bis Herbst 2023. Jetzt ist es fertig.

Start: raus mit dem Dreck

April 2021. Es zieht kalt nach unten – sollte man mal isolieren. Eben mal schauen. Igitt, was für ein Dreck (Asche mit Staub aus mehr als hundert Jahren). Erstmal raus und dann die Frage: Kann man aus dem Dachboden was machen?

Die erste Schicht ist raus, die eingelegten Bretter fliegen als nächstes (und sind inzwischen schon verheizt).

Umsiedlung in die Scheune

Ganz am Anfang wurden die Fledermäuse (mit festen Handschuhen wg. Tollwutgefahr) in die Scheune umgesiedelt. Das hat wunderbar geklappt. Jetzt kacken sie da den Boden voll!

Lesestoff und Puzzlematerial für weitere 100 Jahre

Als Isolierung wurde Västerviks Tidningen eingesetzt. Viel spannender Lesestoff. Und durch die auf dem ersten Bild dokumentierte Aufschrift ist bewiesen: Herr W. Pettersson (und vermutlich die zugehörige Katze) lebten in der Karlsborg.

Rein mit einem neuen Boden

Als nächstes im Oktober 2021 der Fußboden. Wg. Kälte draußen halten. Dazu erst Folie als Dampfsperre, dann Robinienspäne als dauerhafte Isolierung und schließlich neue Dielenbretter.

Im April 2022 Folie und Glaswolle unter die Decke.

Dachschräge und Giebel

Im Oktober 2022 Verkleidung der Dachschrägen mit Profilholz

Fenster von Ghepetto

Im April 2023 Fenster rein und Giebel verkleiden

Restarbeiten und Probeschlafen

November 2023: Balken verkleiden, Schalter und Kabel verlegen – jetzt auch mit Bett

Ich empfehle das Schlafen im Dachbodenzelt. Im Mai 2024 im Praxistest erprobt.

Ostern 2021: Nachklapp und Ausblick

Jetzt wieder normales Internet

Wir sind seit Dienstag früh wieder in Bremen. Die Rückfahrt verlief geschmeidig.

Alles geputzt, wie üblich. Umbauten an der Türschließanlage im Wintergarten inklusive (weil Schlüssel weg). Neue mäusesichere Verpackung in kleiner Alukiste und dem überzählige Gaskühlschrank. Aufgeklappter und mit Zettel („LEEEER!“) versehener Brotkasten. Entsorgungsrunde in Ankarsrum (die Container stehen immerhin noch). Dann bei Eiseskälte und mit Schnee nach Malmö.

Covid-getestet am Checkin bei der Ausreise für 399 SEK / Nase (ein Wohnwagen war das Testzentrum. Im Grunde so wie bei Snatch, nur alles etwas kleiner).

Über Nacht dann gemütlich über die Ostsee geschüsselt. Schneeschauer hinter Hamburg. echt mieses Wetter („lass uns umdrehen“), aber trotzdem schön, wieder in der Heimat zu sein. Jetzt erstmal Quarantäne. Am Samstag der hoffentlich verkürzende Test. Sogar für umme, weil Jens, Angie und Bovi einmal die Woche einen Test zahlen. Also eigentlich zahlen nicht die, sondern wir, aber egal.

Dazu normales Internet. Und deswegen jetzt ein Abriss der letzten Tage vor der oben beschriebenen Heimfahrt.

Episode 1: Geokoordinaten sind auch so eine Sache

Wir haben ja noch mal die Einkaufssituation erkundet, waren in Hjorted und in Totebo und wollten dann auf dem Rückweg noch den seltsamen Großfelsen in Dynestad besuchen, der via Nurtzertip als empfehlenswerter Ort ausgelobt wurde. Und zwar sogar mit Foto. Dynestad ist ein größerer Hof zwischen Frödinge und Fagersand, man kommt da zu Fuß auf der überaus traditionellen Molen-Route vorbei – wenn auch in etwas Entfernung. Wir sind da hin und wurden von Tante Google auch darüber informiert, dass wir nun unser Ziel erreicht hätten und 20 Meter nach links besagter hausgroßer Felsen liegen solle.

War nur aber nicht so. Das Foto zeigte einen Menschen in einem Eichenwald vor Felsen. es gab aber gar keinen Eichenwald und nur normale Steine. Entweder war das wieder ein Wurmloch oder das schon mehrfach bemühte Spiegeluniversum. Die Fotosite gab es jedenfalls nicht. Wir sind dann trotzdem etwas rumgelatscht und haben unter anderem drei uralte Eichen gefunden. Die – über die Plastefolien im Hintergrund bitte ich hinweg zu sehen – doch ganz imposant waren.

Episode 2: Seehund

Das Seekayak wurde aus der Remise raus und unter das Dach gehängt. Vorher gab es aber noch eine kleine Seefahrt. (See-)Mann mit (See-)Hund. Letzterer skeptisch, aber dem Chef vertrauend. Interessant: beim Einstieg war Axel (also der Mann) schneller und eleganter. Beim Ausstieg ging das vice versa. Da war Bamse (also der Hund) deutlich fixer wieder auf festem Boden.

Episode 3: Dachboden

Der Dachboden ist jetzt so sauber, dass man anfangen kann mit einem Staubsauger den Rest wegzumachen.

Rechts neben dem Schornstein sieht man etwas braunes Holz. Dort muss früher einmal ein Aufgang gewesen sein. Der wurde wohl in den späten 30gern geschlossen und mit Hobelspänen isoliert. Darunter lagen Zeitungen, die wir zum Teil geborgen haben.

Jetzt haben wir bei einer Giebelhöhe von 1,85 m Platz für ein paar Schlafplätze (nachdem wir Boden und Dach gesäubert, isoliert, foliert und verbrettert haben). Wo wir die Zuwegung bauen, wird noch diskutiert. Entweder per Stiege von innen (nicht ganz so einfach) oder per Außentreppe (nicht ganz so komfortabel). Man wird sehen.

Episode 4: Weltpolitik und Lokales von 1938

Ich habe ein paar Fotos gemacht.

  • der Staat kommt mit seinem Geld klar, wenn auch nur so lala (kennen wir)
  • in Abessinien versucht der Völkerbund zu vermitteln (und heute die UN im Jemen?),
  • Mussolini rasselt mit Waffen, bekommt aber einen Ehrensäbel geschenkt (das hofieren von Diktatoren kennen wir heute übrigens auch),
  • die schwedische Nazipartei trifft sich zu einem Protesttreffen gegen die „Diktatur der Demokraten“ (war da nicht aktuell was von „Corona-Dikatatur) und
  • ein autoritär regierender Ungar feiert 16 Jähriges Herrschaftsjubliäum (nein, nein, nicht Orban. Der damalige hieß Horthy und war Admiral. Hä? Admiral in Ungarn??? – die haben doch gar keine Küste).

Merke: Geschichte wiederholt sich nicht. Sie verläuft nur ähnlich.

Außerdem Vermischtes: Werbung für 1a Leinentücher und einen Restposten an Damenkleidern und die allfälligen Familienanzeigen über die vielen ganz normalen Menschen, die „bescheiden und still nach einem arbeitsreichen Leben verstarben“, „von ihren Familien und Freunden betrauert wurden, die einfach weiter machten, weil man das eben so macht“. Nicht zu vergessen die amtlichen Bekanntmachungen, die hier von Konkursen und (Zwangs-)Versteigerungen berichten.

Episode 5: Pettersson und Findus

Fotodokumentarisch der schon gespoilerte Beweis der Herkunft der Petterssons in Totaler und im Ausschnitt.

Wir freuen uns jedenfalls auf das weitere Lesen der alten Blättchen. Und auf die Suche nach Herrn M. Pettersson in den Archiven des Grundstücksamtes. Die sind nämlich alle öffentlich und remote zugänglich. Davon dann aber später mehr an dieser Stelle.

Und bevor ich mich Mitte Mai wieder aus der Karlsborg melde, wünschen wir: „bleibt gesund und rund und fröhlich“

Hälsningar,

Herrar Gustavsson och Pettersson

En hilligen Söndag * …

  • so oder so ähnlich sagt man das wohl auf Platt.

… der auf schwedisch eigentlich nur söndag oder helgen (Wochenende) heißt …

… ist schon fast rum.

Und das liegt nur teilweise am rumdrömelnden Karlsborg-Personal, das sich die Zeit mit kleineren Elektroinstallation (Herr Gustavsson hat u. a. das Beleuchtungskonzept im Gästezimmer umgestellt und bei der Gelegenheit gleich eine USB Ladebox eingebaut) oder Reinigungen vertreibt (Herr Pettersson hat u. a. Fenster im Wintergarten geputzt, als echten und krönenden Abschluss des Wochenprojektes), denn heute morgen war es eine Stunde später, wg. Umstellung von Normal- oder Winterzeit auf Unnormal- oder Sommerzeit – also war eigentlich schon Mittag, als wir aufgestanden sind oder mindestens halb acht, was ja auch schon ganz schön spät am Tage ist.

Sommerzeit ist einfach (hatte ich in dieser Loseblatt-Sammlung auch schon mal irgendwann angesprochen). Da ist ist es dann später dunkel oder länger hell oder irgendwie so. Ist aber eigentlich total wurst, weil heutzutage ja alle Uhren Funkuhren sind und die wissen sowieso viel besser, wie spät es ist. Von Hand umstellen ist die absolute Ausnahme und auch in die falsche Richtung drehen kann eigentlich nicht mehr passieren, weil in jedem Haushalt irgendwelche Referenzuhren rumliegen und wenn es die vom Handy sind. Und so ist die Gefahr selber halb neun zu haben, wenn alle anderen schon bei halb 11 sind – oder umgekehrt – mehr eine Geschichte von früher, also nicht ganz früher, da gab es nämlich noch keine Zeitumstellung, aber so mittelfrüher, als die heutigen 30 Jährigen noch Puper waren und Telefone am Draht hingen und so. Also eben früher früher.

Aber darum geht es ja gar nicht.

Aufgefallen ist mir die Sommerzeitgeschichte nur deshalb, weil ich in irgendeinem Newsfeed (auch sowas, was es früher nicht gab, da gab es eine Zeitung und die Tagesschau und die haben Nachrichten verbreitet. Außer bei Schulausfall wegen Sturm oder Hitze, das wurde im Radio verkündet [Hansawelle], gleich nachdem die Hafenarbeiter mit kryptischen Aufrufen in die Arbeit bestellt wurden „benötigt werden die Gänge 6, 9 und 11 sowie die Vorarbeiter 23 und 4“ – uuuuh, spooky). Aber, nee, wo war ich … also in einem Newsfeed gelesen habe, dass die Sommerzeit bzw. die Umstellung für allerlei Unbilden verantwortlich sei, u. a. auch Depressionen und Verdauungsbeschwerden (von und bei Menschen, Kühe geben angeblich weniger Milch) und ich mir gedacht hab: „Was für ein Schwargel!“. In Myanmar werden Leute von irgendwelchen Militärfaschos erschossen, im Suezkanal hängt an einer festgefahrenen Riesenblechwanne das gesamte Wirtschaftssystem des freien Westens (auch so ein Begriff von früher, da gab es noch die UdSSR und die war nicht der freie Westen … aber, halt, ich schweife ab), in Europa züchten wir uns die nächsten gefährlichen Virusmutanten, weil irgendwelche Brazzen und Brazzos ihre Selbstverwirklichung beim Laid Machaid oder Chai Latte im In-Café vermuten und die veröffentlichte Meinung hat nichts besseres zu tun, als sich mit quersitzenden Furzen wg. einer Stunde mehr oder weniger Schlaf zu beschäftigen. Und dabei wissen wir doch alle (auch schon von früher), das Reizmagen und Reizdarm unmittelbar mit Durchmachen und daraus folgendem Schlafmangel zu tun haben. Jedenfalls bei manchen.

Haaalt. ich merke: Da sprach der Nörgler – Kehrt …

Netter und schon fast beängstigend geschmeidig läuft es im Bastelkeller der Bekenntnis-Schweden.

Gestern wurden die letzen Streicharbeiten am Wintergarten gemacht. Überwiegend weiß, aber auch ein oder zweimal hellgrün, denn ein altes Ornament wollte wieder original restauriert werden. Dann Besuch von Mats, Plausch über den Zaun, in einer Art Schwedisch und mit mehr Rätselraten als echtem Verstehen (aber das kennen wir ja), dem Aufbau der neuen Regentonnen auf der Terassenseit, vewrkoipplung derselben und Einbau von zwei Zapfhähnen und als Tagesabschluss einem langen Spaziergang (soweit die zwei kaputten rechten Knie tragen).

Später lecker Abendbrot mit selbst gemachten eingelegten Bratheringen und – zum Schlafengehen – dem Beginn ergiebiger Regenfälle, die alle Tonnen komplett füllten. Das ist mal perfekt: alle Außenarbeiten fertig, was vorbereitet und der Rest geht wie von selbst.

So macht der Sonntag trotz ungemütlicher Witterung doppelt Spaß, mit netten Aktivitäten (siehe oben), letzten Zierleisten im Wintergarten und einem neu sanierten Nistkasten als Topping. Da kann der Yoga-Kurs mit Vale heute um 17:30 starten. Auch wenn ich statt des Lotussitz mehr so halbseitig gelähmt rumeier. Aber das war früher auch anders, da gab es nämlich kein Yoga sondern Gymnastik, und da wurde vom Steißpauker noch richtig gedrückt, wenn der Proband das Klappmesser nicht richtig hinbekommen hat. Und gewippt wurde, auch wenn es die Muskelfasern im Bündel zerriss. Aber was sag ich, davon wisst ihr ja alle nichts, stattdessen gibt es Magenaua wegen Zeit. Naja.

Aber, es ist wie es ist und gerade deswegen allseits gute Besserung.

Herr Gustavsson und Herr Pettersson (beide ohne Magenprobleme)

Abends ist der Tag eigentlich schon fast rum …

… jedenfalls für das ehrbare Handwerk

Donnerstag abend, zwei Kerle sitzend auf dem jeweiligen Stamm-Sessel, Ofen an, lecker Wachtelbohneneintopf in der Figur. Ein Bierchen und ein Gläschen Rum. Kann kaum schöner sein.

Wir sind beide kaputt. Gestern war (Achtung Wortspiel:) Leistung gefordert, heute auch. Gefühlt bin ich 1499 mal von der Baustelle (Wintergarten) nach unten (Werkstatt) gelaufen. jedesmal irgendeine Leiste in der Hand, die grad 1,2 mm zu dick, zu breit oder zu lang war, um sie direkt als Unterfütterung für die Deckleisten zu verwenden, sie in irgendwelche Zwischenräume zu verprökeln, um so endlich weiter machen zu können.

Darum wurde gesägt, geraspelt, gehobelt – gern auch mehrfach an einem Werkstück – bis es passte. Vorher wurden Klebebänder aufgebracht, die sparsam der Länge nach geteilt wurden und so insgesamt dem Gastland Ehre erwiesen, nennen die übrigen Schweden das schöne Småland doch auch gerne Snorrland (was Geizhalsland bedeutet), weil hier nie nichts weggeworfen wird, weil man es ja noch brauchen kann. Und das stimmt ja auch, jawoll.

Ob es so sinnvoll ist uralte Kiefernleisten mit dem Hobel von 14,8 mm auf irgendwas zwischen 11 und 10,5 mm Dicke zu verschmälern, sich dabei Splitter einzureißen und am Ende doch nur ungefähr passende Teile zu haben, bleibe mal dahingestellt. Den Tag füllt es jedenfalls und am Ende ist man auch irgendwie glücklich. Und ob das mehr Biochemie oder echte Erfüllung ist, kümmert auch keinen großen Geist. Ist eh wurscht, weil es ist, wie es ist.

Jedenfalls wurde gedeckleistet, wieder aufgefüllt, Acryl verschmiert und heute um 17.00 (siebzehnhundert) das Gewerk Holzleisten und Dichtung für beendet erklärt. Der Wintergarten muss nur noch (in Teilen) geschliffen und gestrichen werden. Dann haben wir es. Punkt.

Und vorher war Regentonne

Am Anfang hab ich die ersten Regentonnen ersetzt. Das seht ihr hier.

Ansonsten war remote und Kino im Kopf …

Gestern abend gab es Yoga mit Vale. Das war schön, wenn auch das kranke rechte Knie des Berichtenden die ganz geschmeidige Form verunmöglichte und ich mehr schlecht als recht durch die Übungen zu „ich fühle mich leicht und beweglich“ oder so lavierte. Aber schön war es und es macht schon allein Spaß Vale bei ihren Übungen zuzusehen. Bamse war durch meine Darbietungen stark verunsichert. Ein alter Sack auf dem Boden heißt bei ihm wohl: da ist was faul. Und so winselte und jaulte er sich durch den Entspannungsteil, was mir eben diese auch eher schwer machte. Aber sei es drum. Passt schon. Und jetzt fällt mir grad ein, dass ich noch gar nichts überwiesen hab. Das muss dann aber auch gleich noch passieren.

Nebst Yoga war ich gestern noch auf einer Hauptversammlung der Sparkasse, bei der Mitglied zu sein ich die Ehre habe. Das war eine Life-Übertragung und bei allen Seltsamkeiten dieser Formate finde ich es doch eine gute Idee, grundsätzlich remote anzubieten, denn so kann jeder von überall her zusehen und damit sind die geschlossenen Türen einfach mal Vergangenheit. Und das kann – so glaube ich -. wirklich und in beinah jedem Fall nur gut sein.

Disclaimer

Das meine Gedanken heute ganz und gar nicht so gradlinig sind, wie die Leisten, die ich den ganzen Tag verarbeitete, ist offensichtlich. Aber das soll und darf heute aber auch einfach mal so stehen bleiben. Denn manchmal ist mein Kopf von einem Knäuel sich windender Gedanken gefüllt. Und da hinterher zu kommen ist für andere dann eher nervig, aber von mir nicht böse gemeint. Sondern eben einfach so, wie es ist – an einem Abend in der Karlsborg, wenn man sich fragt, warum es manche so schwer haben obwohl sie doch so gute Leute sind und das es besser wäre, wenn jeder sein dürfte was er oder sie ist. Und das jede:r werden könnte, was er oder sie sein wollte. Einfach so, weil es gut ist, wie es ist und ein Studierter nicht mehr wert ist als der Arbeitsmann oder die Arbeitsfrau, die alle ihr Teil beitragen zum „greater good“.

Und dann fällt mir auch noch die Szene aus dem Polizeiruf von letzter Woche ein, wo Frau König und Herr Buckow zu TSS karaokisieren und ich gar nicht anders konnte als ein tiefes JA zu denken. Zu eben diesem. Allem.

Aber das ist eine andere und viel zu große Geschichte für so ein kleines Textlein. Und deshalb erstmal: allseits gute Besserung, Liebe und Glück für Euch alle.

Verschwundene Einzelhändler und der Tag der kleinen Teile …

So lauten die Mottos des gestrigen Mon- und heutigen Dienstags. Fangen wir am Anfang an.

Drama oder „Ein Einzelhändler verschwindet …“

Gestern waren wir in der Stadt. Schon ab dem zweiten Tag in der Karlsborg sind solche Dinge ein echter Angang. Sachen anziehen. Zettel schreiben, noch mehr Sachen anziehen, andere Sachen anziehen. Löppiskiste ordentlich packen (man will ja schließlich einen guten Eindruck machen), Müll und Wertstoffe für die Återviningscentralen vorbereiten. Auch da will man sich nicht beim falschen Container erwischen lassen (es gibt wenig peinlicherliches als einen Fehlwurf in den Schrottcontainer aus 3 m Höhe, nebst runterkrabbeln und Falschgut wieder herauspulen – und das vor den Augen der in neongelb gewandeten Recyklingfachkraft – gerne blond und groß, Typ Volleyballerin linke Angriffsseite). Dann los und die übliche Runde.

Wichtigster Punkt auf unserer kurzen Liste der Besorgungen in der Ostseemetropole: Internet – Telenor Surf 30 Gigabyte. Immer dasselbe, immer bewährt. Auf dem Hinweg konnte uns der ICA in Vimmerby allerdings nicht helfen. Es gab „Probleme mit der Software“ – aaha, soooso! Egal, der ICA in Västervik ist eh größer, da gibt es einen Postschalter und überhaupt. Das läuft. Aber als wir da waren, nach Nummern ziehen und brav anstehen: nix, ingenting, nada. Keine Gigabytes für Axel und Ralf.

Jetzt wird man etwas unruhig. Aber da hilft nur der Elgiganten. Da hat das immer geklappt. Kurze Abstimmung: am neu auf gemachten Rusta vorbei (die haben Farben und so’n Keks), raus über’n Kreisel, Hauptstraße, am Wassertum rechts, rein in den Kolonievägen. Parkplatz, raus, in die Halle und – Tusch! … Statt am Kundentresen des Elektrohändlers stehe ich in einem riesigen Fitnesscenter, zwei neuschwedische Grazien unterbrechen ihre Unterhaltung und starren mich an. Ich starre zurück. Kein Elgiganten mehr. Eisenpumpen stattdessen. Die Unruhe mutiert zur nackten Panik. Das kann nur ein Irrtum sein. Wieder raus. Axel die Situation hinstammeln, Ein Blick auf die Ladenfront beweist, Firmenname und Leuchtreklame sind Vergangenheit.

Es wird eng. Ohne Internet ist das mobile Arbeiten in der Karlsborg auf schriftliche Kommunikation beschränkt. Schon das telefonieren geht nur lala, wenn man keine Wlan Unterstützung hat. Suchen wir also. Auf der Webseite wird eine Filiale in Västervik angezeigt. Mitten auf dem Parkplatz von ICA. Hm, da waren wir doch gerade und gab es ein Elgiganten dort? Im Brustton der Überzeugung: Nein. Nie. Auf dem Parkplatz. Ha! Schwachsinn.

wie Sie sehen. Ein Elektrofachmarkt in einem Nullraum

Ich mach es kurz. Elgiganten ist jetzt bei Jula ums Eck. Direkt neben dem neuen Rusta /der Farbenfritze). Ham wa nich jesehn, obwohl wir davor standen, vorher. Selektiver Blick, eben.

Und weil das so neu ist, stimmen die Koordinaten noch auf der Seite nicht. Bei Elgiganten.se wird man übrigens immer noch zum. Kolonievägen geschickt, wo man dann im Gym landet. Aber das hatten wir schon.

Ansonsten kann man noch berichten, dass man jetzt beim Kauf von Datenvolumen die Telefonnummer des Routers und einen Namen (Zarsteck) angeben muss. Es scheint Veränderungen bei Prepaid in Sverige gegeben zu haben. Und deswegen gibt es auch Softwareprobleme (s. o.). Denkt dran, wenn Ihr einkauft.

Auf jeden Fall voll der Stress, so ein Stadtausflug. Da war es heute netter, am …

… Tag der kleinen Teile (eine Komödie)

Axel war den ganzen Tag im Wintergarten zugange. Wie immer nehmen Restarbeiten mehr Zeit ein als man sich vorstellte. Hier ein Leistchen gehobelt und eingepasst, da ein Dreieckchen eingesetzt, dort noch etwas Bauschaum aufgebracht. Kratz, kratz, klopf, klopf und plötzlich waren 6 Stunden rum.

Bei Theateraufführungen im Londoner Globe – so hab ich mal gelesen – wechselnden große Königsdramen mit kleinen Possen ab. Und das war nach der gestrigen Fast-Tragödie heute auch so. Es ging in dem kleinen Format um die uralte Geschichte Mensch gegen Materie (Also Axel gegen fitzelige Holzteilchen) verfeinert mit: „nie liegt eine Sache da, wo man sie braucht“ (meint: Wintergarten – Werkstatt und retour unendlich viele Male). Da war ich mit meinem Maintenance-Projekt „abgängige Regntonnen auf der Hausrückseite ersetzen und untereinander sowie mit dem Überlauf Richtung Brunnen koppeln allemal auf der sicheren Seite. Überschaubarer Materialaufwand, alles in einen Eimer und gemütliches Gebastel auf der sonnenbeschienenen Seite bis zum planmäßigen Abschluss.

Morgen geht es dann wintergartentechnisch auf die Zielgerade. Es müssen die ausgeschäumten Fugen mit Klebeband versiegelt und dann verleistet werden. Dazu gibt es dann aber auch bestimmt auch Bilder. Und wenn die Regenrinnen wieder angebaut und die Tonnen erneuert sind, können wir den ersten großen Zettel von der Wandnehmen.

Vorher war nachmittags Vorfrühling. Es hatte eine Wandergruppe vor der Tür, zwei Zitronenfalter, einen kleinen Fuchs (auch ein Falter), singende Vögel, schmelzendes Eis und die ersten Präsentationen weißer Männerbeine in der Kaffeepause (14 Grad vorhergesagt, 20 Grad bei der Fikapaus. Faktisk precis lagom (wie der Schwede sagt).

Noch sind die jungen Pflanzen zwar klein (man beachte die Krokusse) und die Eisblöcke z. B. im Wassertank groß (soviel Gin und Tonic gibt es gar nicht). Aber es wird. Frau Sonne lässt sich nicht entmutigen und der graubärtige Herr Winter wird auf die späten und frühen Tagesstunden sowie die Nacht verwiesen. Der Tag gehört dem Leben.

Und wenn die Astfresser kommen, stehen sie vor dem eingegitterten Bäumchen. Isländisch sozusagen. Dort nämlich sperren die Zäune die Schafe aus, um Baum und Gras zu schützen und nicht ein, wie bei uns.

Abends waren wir dann in bastun und göl. Waschen muss. Auch, wenn es echt kalt ist, im Wasser. Und wie das in der Karlsborg so ist, am Ende erledigt sich das Zetern von allein. Lecker Essen und Getränk, bullernder Ofen und ein Platz im Sessel… Obwohl, wenn ich das Langohr erwische, dann …

erstmal allseits gute Besserung wünscht die Besatzung des Luftkurortes.

Bambi ist ein Drecksack …

… und Meister Lampe auch

Hier in der Karlsborg ist noch Winter. Spätwinter zwar, aber eindeutig noch kein Frühling (auch, wenn es schon ein paar Schneeglöckchen gibt). Vor der Werkstatt liegt ein Restgletscher, den wir als Bergwerk für Eisaufgüsse in der Sauna nutzen (exquisites Aufgusserlebnis, übrigens), der Vassgöl ist mit einer Eisdecke überzogen (nein, nicht – mehr – begehbar), im Wald liegen überall Altschneeflecken, die Regentonnen sind allesamt geplatzt und heute auf dem Weg zur Recyklingstation, die Nachttemperaturen lagen bisher stabil kurz unter Null und Axel geht nur mit dem gefütterten Spielanzug arbeiten.

Unser kleiner Hausgletscher
Hier kann man nach der Sauna ein Eisbad nehmen

Ich trage Kunstpelz auf der Haut (kuschelig ist wichtiger als gut riechen) und der alte Spruch „arbeite Dich warm“ bringt einen gut durch den Tag (jedenfalls solange man nicht im immer etwas kühleren Wintergarten sitzt und kalte Füße bekommt).

Links: Wasser zum abwaschen, rechts: Glühwein zum Aufwärmen

Apropos Wintergarten. Die anliegende Galerie zeigt unsere gestrige „Söndags-Aktivitet“: Seekieferplatten ab, Fenster nacheinander rein, ausrichten, festschrauben (vorher die eine oder andere gut gemeinte Leiste wieder abpulen) und dann mit dem mitgebrachten Bauschaum die Fugen verkleistern. Jetzt haben wir wieder einen hellen Aufenthaltsraum und sehen den Restarbeiten (innen verleisten, büschen spachteln und streichen, Dichtungsgummi an der Tür wieder einkleben, Acrylcreme auftragen und und und) entspannt entgegen.

Sobald der fehlende Bauschaum aufgebracht wurde (wird heute nachgekauft), kann außen ein Dichtungsklebeband drauf, die Rahmen dran und fertig (so ist der Plan, der natürlich so nicht und sowieso nie eintreten wird).

Interessantes Detail: die Tür ist verkehrt rum. Also innen ist außen und außen ist innen. Irgendwie muss sich das Haus gedreht haben oder die Zeichnung lag verkehrt rum oder die Polarität des Universums hat sich umgekehrt. Anyway, geht auch. Muss nur noch eine kleine Blechschürze dran gebastelt werden, um den Unbilden der Wetterseite (Nord) etwas entgegen zu setzen.

Zweites Detail: niemals verarbeite Bauschaum bei kalten Temperaturen.

Denn erstens: Bauschaum braucht Wasser auf dem Trägermaterial. Sprühflasche leckt, Handschuhe sind nass, Finger sind eisig. Schlecht. Und zweitens: Bauschaum mag keine Kälte, dann kommt er nicht so aus der Dose, wie er soll. Resultat, Axel macht den Schnellkochtopf und entwickelt selber die innere Hitze, die der Dose fehlt. Nutzt aber nix. Schließlich drittens: Dose wird intern gewärmt. Führt zu besserem Austrittsverhalten (s. o.), aber zu mangelnder Dosierbarkeit. Also kollern überall Bauschaumkugeln rum und hinterlassen auf dem Weg schwer entfernbare Rückstände. Immerhin wird Axel dabei noch wärmer.

Aber auch hier gilt: „Vom Ende her denken“. Und das ist gut, wenn auch der Weg dahin immer holperige Phasen hat. Tolles Ergebnis: Durchsichtige Scheiben, klasse Sitzplatz. Well done, lieber Gerd.

Nun aber noch etwas zur Tierwelt

Also.

Ich verstehe, dass die armen kleinen und großen Fellträger in diesem Winter echt Hunger hatten. Ich verstehe das wirklich. Und ich kann auch nachvollziehen, dass die Mäuse im Haus ohne jedes Futter und Fressbare vorfindend Protestlieder singend abgezogen sind. Das ist irgendwie gemein von uns. Aber eben auch angemessen.

Nur das die niedlichen Rehlein und ein unglaublich rücksichtsloser Hase angefangen haben zunächst den Ginster runterzufressen, dann die Zwetschge und den Apfelbaum um die Frühlingstriebe brachten (Wildverbiss ist das Fachwort), schließlich meine frisch gepflanzte Brombeere aufmümmelten und – die Krönung – noch nicht mal vor den planmäßig und mühevoll eingegrabenen Krokussen auf dem Rasen Halt gemacht haben (innerhalb des umfriedeten Bereiches) – das schlüge ja nun dem Fass den Boden aus, wenn das der Frost nicht schon übernommen hätte (siehe oben: Stichwort Regentonnen).

Ich werde im Folgebeitrag den Hausfriedensbruch fotografisch dokumentieren und behalte mir weitere rechtliche Schritte vor. Und werde noch ein wenig rumzetern …

Einstweilen: gute Besserung allerseits.