Zum einen einen schönen Weg in der Nähe von Loftahammar: https://www.vastervik.com/produkt/vindasenhulohamn/. Der ist (mit den beiden Teilstücken) auch kinderbegehbar, bietet einige schöne Pausen- und Ratsmöäglichkeiten und ist (bzw. war das zumindest im September) pilzträchtig.
Ankarsrumslingon
Als zweiten weg haben wir die Ankarsrumschleife des Tjustledens gemacht. Dieser Weg ist auch in der Terrängkartan eingezeichnet. Gestartet sind wir beim Coop (mit gekauften Lördagsgodis) und konnten daselbst danach auch unsere Fahrräder wieder abholen (nachdem wir uns noch ein Literchen Milch und etwas zum Schnabulieren gekauft haben.
Der Weg findet sich auf der Seite mit dem Gladhammarleden und heißt Ankarsrumsslingon: https://www.vastervik.com/produkt/gladhammarslederna/ (linke Seite der Karte). Der Weg führt zu einem tollen Wasserkraftwerk mit einer irre langen und sehr großen Wasserleitung aus Holz. Sehenswert!
Bis zum 6.8. ist Smålsporet Hochsaison. Der Schienenbus mit einer Besatzung, die aussieht wie das Haus- und Hofpersonal aus der Verfilmung von Michel aus Lönneberga (der hier übrigens „Emil“ heißt), zuckelt bis zu sechs mal an der Karlsborg vorbei, dreimal nach Västervik und dreimal nach Hultsfred. Und – weil man ja schon des öfteren in Västervik war und wohl auch noch mehrfach hinkommt – wendet man sich folgerichtig Richtung Hultsfred. An der Station Fagersand steigt man ein (Handzeichen nicht vergessen) und freut sich an dem Interieur und den vielen Plätzen.
Aaaaallerdings sollte, könnte, dürfte oder vielleicht gar müsste genau das den Zugfahrer skeptisch stimmen. Denn das eine ist das Fahrerlebnis (und das ist wirklich toll in dem original erhaltenen Züglein mit dem superfreundlichen Personal, das aussieht wie – ach nee, das hatten wir ja schon), das andere aber ist das Fahrtziel . Und hier scheint die Weisheit des Schwarms zu greifen, denn es fahren gefühlt ALLE nach Västervik und zurück zum jeweiligen Startpunkt (welcher dann auch H. sein kann), aber ganz offensichtlich fährt KEINER nach H. um eines expliziten Besuches des Ortes willen.
Arbeiten wir im folgenden und am unten stehenden ikonographischen Motiv heraus, woran das möglicherweise liegen könnte. Und suchen wir in dieser Analyse die (manchmal etwas morbiden) Besonderheiten, die dann doch eine Reise wert sein mögen (oder den Aufenthalt in H. zumindest mit sinnvollem Inhalt füllen).
Bestattungsinstitut? Nein, ein Hotel.
H. nennt sich Music City (was einer umfangreichen Festivalhistorie zuzuschreiben ist, die ihren Klimax anscheinend in einem Metallica Konzert Anfang der 2000er Jahre gefunden hat). Es gibt einen Erlebnispfad dazu, eine App mit AR Anteilen, ein Archiv und eine Ausstellung (diese schließt im Juli um 15:00h!). Rock rauscht bestenfalls als fernes Echo über H.
Ansonsten ist die jüngere Geschichte des Örtchens mit der eines ebensolchen zu vergleichen. Sehr wenig passiert, das aber regelmäßig.
H. war eine Industriestadt. Handel und Wandel sorgten bis in die 70er hinein für kommunalen und individuellen Wohlstand. Das Zentrum mit nach Innen orientierter „Mall“ und die Wohnhäuser aus dieser Zeit belegen das. Es gibt ein Hotel mit noch mehr Stockwerken als das abgebildete, mit Metallfassade und sortenreinem Spätsiebziger-Look, der leider durch 80er Gestaltungskrebs und einen 90er Glasvorbau gebrochen wird.
Und es gibt die Stille. Eine irgendwie andauernde Dämmerung liegt über H., vielleicht so, wie das Schloss von Dornröschen gewirkt haben muss, als der Schlaf alle überfiel. Twilight dominiert: vor dem Hotel im Bild dudelt Muzak und keiner ist da. Auf dem Spielplatz sind Kinder, aber aus 20 m Entfernung hört man nichts mehr. Freundinnenpaare rauschen beim Walking über die sozialdemokratisch anmutende Sport- und Freizeitanlage am See Hullingen, Dropouts sitzen vor dem Coop, sogar ein Gruftie und ein Punk wurden gesichtet. Und irgendwie wartet man und alle auf … nichts.
Die neuesten Investitionen in H. sind zwei große Altenwohnanlagen (wirklich top, denke ich) und wenn man sich auf die beiden Fensterputzer und die Bewohner in den Glasveranbden konzentriert, könnte man vom beginnenden Strukturwandel träumen. Fällt der Blick aber auf die 7 (in Worten: SIEBEN) gleichzeitig über das riesige Abstandsgrün kriechenden Mähroboter, dann stellt sich der Verdacht ein, dass die moderne Servicegesellschaft in H. von Robotern und sinnloser Geschäftigkeit geprägt sein wird.
Es gibt den Gegenimpuls: Neuschweden, die Läden aufmachen und ohne Rücksicht auf Verluste lautstark arabisch und schwedisch mischen, die sich nicht unterkriegen lassen wollen und die die Dämmerung durchbrechen. Ob zu einem neuen Morgen wird man sehen.
Im Gedächtnis bleiben zu H. die alten Häuser und die Idee einer Stadt, die aus dem Dornröschenschlaf erwacht, das alte Hemd der Endsiebziger glatt zieht und sich wieder als das erfindet, was sie war und vielleicht noch ist: eine Industrie- und Arbeiterstadt am Hullingen und nicht eine Altenwohnanlage in Stadtgröße.
Aber für uns (nach Regen, geschlossenen Einrichtungen und fröstelnd im kriechenden Nebel der alter Erinnerungen der Music City H.) hieß es um 18:00h zurück in die Burg …
Also, eigentlich ist das hier ja eher Teil 0 oder 1 – x, denn zeitlich liegen die meisten noch ausstehenden Beiträge vor dem gestrigen Ausflug nach Hasselö, aber das ist ja auch völlig egal, denn man kann die ja auch in der Reihenfolge lesen, wie man will, oder in Teilen oder so.
Aber darum geht es ja auch gar nicht.
Was ich eigentlich aufschreiben wollte: was auffällt (und vielleicht an den schwedischen Ferien liegt), sind die vielen gemischtaltrigen Gruppen, denen wir begegnen. Drei oder vier Generationen treffen sich am gleiche Ort, betrachten sich mir freundlicher Distanz oder familiärer Zuneigung, nutzen die gleichen Gelegenheiten zum Draußen sein und sind „ljungt“, entspannt und angemessen zugewandt. Und wenn der Kapitän auf dem Schiff nach der Vorführung der Schwimmwesten sagt „Achtet aufeinander“, dann ist das sicher auch Floskel („Take care“), aber irgendwie glaubt man in dem Moment auch, dass da mehr dran sein könnte. Ob „noch“ oder „wieder“ oder nur eingebildet – man weiß es nicht. Aber es wäre doch schön, wenn es so wäre.
So einen Park hätte ich auch gerne – oder …
… vor ein paar Tage waren wir auf Gransö. Gransö liegt als Riegel zwischen Västervik und der Ostsee und wird – aus meiner Sicht deutlich untertrieben – als städtisches Naherholgungsbiet beschrieben. Nun ist Västervik nicht so richtig groß und Landschaft (oder im Falle von Hultsfred: Gegend) gibt es rund um viele Städte. Aber ein solches Gebiet ist schon was feines.
Man kann da sehr schön am Gransö-Kanal parken und z. B. ein Stück den um die Halbinsel führenden Gransöleden langgehen. Nach ein paar Kilometern landet man in Lilljön an einem hübschen und in der Regel auch wohl nicht überlaufenen Badeplatz mit Sand, Bäumen, Sitzplätzen, Grillstellen und (auch nicht schlecht) Toiletten. Den Platz kann man auch mit dem Auto anfahren, dann sind nur ein paar Meter zwischen Parkplatz und Ufer zu überwinden.
Langweilen auf Gransö
Am Strand haben wir uns breit gemacht und es war anrührend und optimistisch stimmend anzusehen, wie Omas und Enkelinnen in das Wasser stürmten, wo Ur-Oma schon klammheimlich und vermutlich wie seit 75 Jahren als erste zehenwackelnd im halb-süßen Ostseewasser schaukelte. Und das, während am Strand Klappstühle aufgebaut wurden, ein kleiner nervender Hund kurzerhand vom auch schon recht angegrauten Sohn der Ur-Oma auf eine Mini-Schäre verbracht wurde, wo das wasserscheue Tier irritiert das seltsame Verhalten des Rudels beobachtete. Das tintensüchtige Paar (bestimmt haben sie sich im Studio kennengelernt), die beiden Familien mit kleinen Zwergen und eine Trainingsgruppe für Orientierungslaufen komplettierten die nette Mischung mit den zwei komischen deutschen Touristen.
Dann sind wir etwas weiter und kamen zu ein paar hübschen Schären mit Schutzhütte und vielen (auch ganz gut genutzten) Fels-Sonnen-Bade-Picknick-Angel-Stellen. Aber keine Panik, auch bei bestem Wetter kann man sich gut aus dem Weg gehen und seinen Schärenplatz finden. Wir haben uns daselbst auch zu Wasser gelassen (ging gut) und nach längerem Bad wieder an Land gewriggt (ging nur auf allen Vieren). Wasserwanderer mit Seekayaks, Segelboote, kleine Kutter und Yachten waren zu sehen. Da störte nicht mal der berufsjugendliche Jetski-Macker.
Der Gransö-Leden führt weiter um die Halbinsel und wenn man mag, kann man sie einmal umrunden. Auf dem Ufer in Richtung Västervik geht man dann die kleine Erschließungsstraße lang, kann am großen Standbad Sandvik baden und kommt an alten und neuen, hübschen und manchmal etwas poser-haften Immobilien vorbei.
Den Gipfel architektonischer Art markiert Gransö-Schloss. Repräsentativ ist es immer noch und wird als Hotel wohl gut genutzt. Auch beim Gransö Slot kann man baden, ein Stück weiter Richtung Ausgangspunkt gibt es noch ein schönes Klippenbad für Anwohner und Besucher.
Wie zu sehen, gibt es viele Sommerhäuser. Ich fand das aber weniger störend als z. B. auf Hasselö. Gransö ist public!
Technik, bei der sich das Verhalten ändert, nervt total …
„Ey, Pettersson, warum keine Blockbeiträge mehr?“ oder „Na, Du schreibst ja auch gar nichts – wohl besseres zu tun?“ oder „Was ist denn bei Euch los, man hört (liest) ja gar nichts? – das waren die inhaltlich berechtigten Rückfragen der Lesserschaft in den letzten Tagen.
DIE Erklärung: Plötzlich war die harmonische und innige Arbeitsbeziehung zwischen Autor und WordPress empfindlich und nachhaltig gestört. Das Verfassen von Artikeln ging zwar noch, aber das ansonsten unproblematische Einfügen von Bildern via App machte nichts mehr. Oder falsch: es machte schon was, aber es ging nicht. So wurden fuderweise Gigabytes verballert, Bilder wurden anscheinend in der Mediathek hinterlegt (bis zu 20 mal), aber zu verwenden und zu sehen war „nüscht“ (wie es der liebe Guntram sagen würde – Grüße in die Hauptstadt, übrigens!). Timeouts, Uploadfehler.
Das ganze Zeug, was man erduldet, wenn ein Programm auf einmal nicht mehr das macht, was es soll und wirklich (wirklich!) nur noch mit try and error im Dunklen rumgetappt wird, alle Foren durchforstet und jede noch so unwahrscheinliche Möglichkeit der Fehlerbehebung versucht werden, musste durchlaufen werden.
Und das Ergebnis war wie üblich: es geht nicht. Oder schlimmer. Es geht dann doch und man weiß nicht wieso.
Man muss kein Kontrollfreak und kein Zwangsneurotiker sein, um sich verfolgt zu fühlen. Denn am Ende ist ganz klar. Die Wissenden schauen (auch via Forumsbeitrag) einen an und sagen „boah, Du musst doch nur abc machen und xyz vorher einstellen, dann geht 123, ist doch logisch …!
Ein für allemal: „Nein, das ist es NICHT!“. Nutzerfreundlich heißt: man muss kein Ingenieur sein müssen, um ein Tool zu benutzen.
And now back to content …
Gestern (Donnerstag, 23.7.) waren wir auf Hasselö. Das Hin- und Retourticket für die MS Ellen Key kann man prima via http://www.vastervik.com/skargardstrafiken/ im Netz kaufen. Die Seite zeigt die Abfahrten (Hasselö, Idö und ein paar andere Ziele) und bietet alle Infos, eTickets und weitere Buchungsmöglichkeiten an.
Wir haben unsere Picknickutensilien eingepackt, sind um 9:00 in der Burg los, haben um 10:00 das schiff geentert und waren auf einen Badetag in den Schären aus. Das mit dem Baden hat zwar nicht geklappt, aber nett war es trotzdem.
Ihr solltet Euch Fahrräder leihen und erstmal rumfahren, bzw., wie die Karte zeigt, entweder nach Süden oder nach Norden fahren und dann vice versa. Mit Rad seid Ihr mobil und könnt die 7 Stunden Inselaufenthalt gut nutzen (von 11:00 – 18:00). Weil es viele Sommerhäuser gibt, ist es etwas schwierig in der Saison ans Wasser zu kommen. Jedenfalls wenn man sich an die Gepflogenheiten hält und da hilft ein Zweirad schon sehr. Sonst ist man auf dem Hauptweg echt lange unterwegs. Und im Gegensatz zu anderen Ecken hier gibt es doch viel Zaun (verständlich, bei einem Hotspot).
Davon ab fand ich den oberen (nördliche) Teil von Hasselö schöner (hatte mehr von einer bäuerlich geprägten Kulturlandschaft), aber auch Sladö soll schön sein (haben wir nur bei der An- und Abfahrt aus der Distanz gesehen).
Möglichkeiten zum Picknick, pausieren, Nickerchen machen und Kaffeesieren gibt es auch einige. Wir fanden den Wagen und die gemütlichen Sitzplätze der Hembagery Hagerslätt (800 m von Hasselö Sand nach Süden) „ljungt“, wie man so schön sagt.
Um 18:00h ging es wieder nach Västervik. Wilma wartete brav auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz am Hafen (die Nutzerführung am Automaten war – Schwedischkurs sei Dank – gut zu verstehen und die 100 Kronen gingen für einen Tag auch in Ordnung).
Einkauf auf dem Rückweg und um kurz nach 20:00h wieder an der Karlsborg.