Och vad gör ni i helgen?

das sagt der Schwede immer vor dem Wochenende …

Und hinterher heißt es dann „Vad gjorde ni i helgen?“ (Präteritum benutzen die Schweden gern und häufig). Also: Und was macht Ihr am Wochenende oder genauer gesagt „mitten drin“?

Aktuell ist der Feierabend eingeläutet. Der Saunaofen brennt, der Badeofen heizt. Das Vorabendprogramm steht damit. Wir waren bei Mats, haben kurz „Hallo“ (oder besser „Hej“) gesagt und neben ein paar Neuigkeiten 50 l Trinkwasser eingesammelt. Ist schon komisch, aber jetzt fühlt man sich richtig „vermögend“, denn vorhin waren noch knapp 3 Liter in Flaschen im Vorrat.

Schwerpunkte ändern sich, das haben wir hier ja schon häufiger festgestellt. Aber nun erstmal Holz nachlegen, dann kommt der Baubericht. Nee, vorher schon mal der Hinweis, dass wir morgen Sonntagsruhe einhalten wollen. Also: „Pa söndag vi kopplar av.“ – isso.

Brunnenbau – 2. Teil

Wir haben morgens angefangen und es war noch mehr 0 als 1° Celsius. Da musste adäquate Schutzkleidung angelegt werden. Hier Modell „Rainbow“. Man beachte den eingearbeiteten Stirmschutz und die Fontanellen-Knautschzone. Ein Klassiker!

Ernsthafte Dinge gab es auch. Zunächst konnte Axel im Lager ein geeignetes Anschlussstück auftun. Damit war es möglich das Rückschlagventil an die Punmpe anzuschließen. Wassersäule ist das Stichwort.

Die anschließende Montage des Pumpenkorpus auf dem frisch gestrichenen Pumpensockel (siehe gestern!) war etwas figeliensch. Wir haben mal wieder etwas zu knapp abgeschnitten. Aber, wie man sieht, am Ende passt es.

Untenrum sieht das so aus. Der Ansaugschlauch geht ins Wasser (rechts daneben ist der Anschluss der Elektrodusche (den lassen wir drin, vielleicht brauchen wir nochmal Brauchwasser im Wirtschaftshaus). Links der neue Regenwasserzulauf, den wir noch mit der Regenwassersammelanlage (Schlauch-Tonnen-Kombination) verbinden werden.

Und denn los. es läuft. Oder besser, es pumpt. Das Wasser wird jetzt durch 200 l Sand gezogen, bevor es oben ankommt. Das wird was bringen, hoffen wir.

Wie man sieht, konnten wir gar nicht aufhören!

Dann aber war Pause. Auch wenn wir nicht tarifvertraglich gebunden sind.

Und zwar alle, auch die Tiere.Hier sehen wir den Vorfrühling. Viele Krokusse und ein Axel. Wie üblich, ist die Vegetation 2 – 3 Wochen gegenüber Bremen zurück. Hier kommen die ersten Forsythien gerade raus.

Ich habe derweil die Bedienungsanleitung für „die Warmdusche für Warmduscher“ an die Wand gepinnt. Designed, gefertigt und laminiert von Frau S. aus B.

Nach der Pause wurde betoniert. Sechs x 40 kg Estrichbeton und ein wenig Eisen fassen die Brunnenkrone nochmal gesondert ein, damit (und den 320 kg aus dem letzten Jahr) ist das für die nächsten Jahre erledigt.

Für Kinder und Enkel oder andere Nachkömmlinge haben wir das Werk signiert. Jetzt muss das nur noch abbinden, dann kommt die Schalung raus und wir lassen den ganzen Kram in der Erde verschwinden.

Nach der Arbeit

… sind wir – wie oben geschrieben – zu Mats gefahren. ist wirklich ein Netter.

Und danach wurde angeheizt und 17:45 war die Badstuga bereit. Da sitzen wir jetzt. Und nachher gibt es auch noch ein Foto.

Erst wollte ich eins von uns nehmen. Aber stattdessen lieber den Hund. Sieht auch gemütlich aus.

und jetzt?

P.S. Noch eine schöne Überraschung zum Schluss:

„Sehr geehrter Herr Zarsteck,

vielen Dank für Ihre Nachricht vom 02.04.2020.

Ihre Kindle ist tatsächlich in der Kabine gefunden worden und wird mir jetzt hier nach Travemünde geschickt! Sobald ich diese erhalten habe, melde ich mich bei Ihnen wieder wegen den „Formalitäten“.

Freundliche Grüße / Ystävällisin terveisin / Best regards

S xxx Bxxxx
Finnlines Passagierdienst

Das ist doch mal prima!

Endlich liegen

Wie man bei einem Projekt über das nächste nachdenken kann

Heute ist Freitag …

… also der Tag vor dem Wochenende. Der Tag an dem man sich überlegt, welche Art von Erholung die kommenden zwei Tage zu besonderen machen werden. Jedenfalls, wenn man im normalen Modus unterwegs ist.

Hier in der Karlsborg ist der Freitag nichts besonderes, einfach ein normaler Tag – dazu weiter unten mehr. Aber vorher noch ein Gedanke. Etwas ist am Freitag besonders: morgen und übermorgen erwartet niemand von mir über slack, mattermost, mail, gotomeeting, zoom, whereby oder webex unmittelbar erreichbar zu sein. Niemand setzt Kalendereinträge oder fragt nach dem Stand von irgendwelchen Tasks. Homeoffice ist schon speziell. Ich merke z. B., dass die Distanz bei der Arbeit im Büro viel größer zu sein scheint als im digitalen Raum. Und ich merke, das dass auch von mir selbst ausgeht!

Wenn ich am Schreibtisch sitze und beschäftigt scheine, geht der eine oder andere Kollege lieber nochmal vorbei. Wenn ich sage, dass ich „selbstverständlich Zeit habe“ und trotzdem weiter gegangen wird und mich das zutiefst erleichtert, scheint viel jenseits der Sprache zu passieren. Im Homeoffice gibt es das nicht. Und ich frage mich, wie wir die subtilen Signale der Körpersprache, die Kultur der Kalendereinträge oder die 3525 Bedeutungsvarianten des Wortes „Gerne!“ in die digitale Welt übertragen sollen. Ich weiß auch, dass das völlig irrelevant ist, aber da auch die Normalität digital werden wird oder das Digitale normal wird, scheint es mir hohe Zeit, dass wir da Fähigkeiten, Rituale und Codes entwickeln.

Aber Wurst. Zurück zum Wesentlichen.

Noch was zu gestern

Ich habe meinen Kindle in der Fährkabine vergessen. Gestern ist mir das eingefallen und ich war nur in Maßen genervt. Passiert. Aber blöd ist es schon. Schließlich kann der Finder meine ganze Bibliothek sehen und mindestens die gesammelten Werke von Herrmann Löns sind mir schon etwas peinlich. Aber mal sehen. Vielleicht erhöht das die Abgabewahrscheinlichkeit. Finnlines weiß Bescheid und ich bin gespannt.

And now to something completely different

Ersten Aktion: Axel hat die handgefertigte Zierscheibe in die Schiebetür zum Schlafzimmer eingesetzt. Sehr chic. Ich hab Rechnungsvorbereitung gemacht.

Das Hauptprojekt

Danach sind wir in das Brunnenprojekt eingestiegen. Axel hat den Brunnenkranz auf eine Art rechten Winkel gebracht. Kein Meißel! Muss gekauft werden!

Der Brunnenkranz wurde als Bausatz mitgebracht. Erst hinlegen, ausrichten, anzeichnen, bohren. Und nach dem Bohren kam Gewinde schneiden. Filigrane Arbeit, von Schlosserhand liebevoll durchgeführt.

Die Metallspäne wurden mit einem Magneten aufgesammelt, damit im Sommer keine nackten Füße leiden.

Die Zisterne ist ziemlich voll und nachdem wir im Herbst Mauseleichen und Modder aus dem Schacht gekratzt haben, ist das Wasser zwar etwas trüb, riecht aber gut und wird als Brauchwasser zu verwenden sein.Der Pumpensockel wurde aufgearbeitet, schwarz gestrichen und – das werden spätere Bilder zeigen – sieht aus wie neu. So, erste Klappe sitzt. Bauleiter ist stolz!Für Kenner: hier ein Blick auf die konstruktiven Details.Es wird ernst. Das Filterfass wird eingebracht. Der Bauleiter ist angestrengt. Bewahrt aber Fassung.Wir ersetzen pure Kraft durch Geist. Seil und Leiter halten das Fass am Platz. Allerdings erweisen sich die Kabelbinder zum Fixieren des Seils als Schwachpunkt. Spontaner Abriss der Kabelbinder und unbeabsichtigtes und unwiderrufbares Absenken des 200-Liter Fasses (ohne Bild). Der Bauhelfer ist panisch (auch ohne Bild).

Aber alles ist (zufällig) an seinem Platz. Puh!Wir füllen mit Hilfe eines Fallrohres und einer Aschenschaufel den Filtersand weiter in das Fass, schneiden den Saugschlauch ab, räumen die Baustelle auf und verschließen die Klappe. Und es klappt (Vorsicht: Kalaueralarm).

Baustelle aufräumen und Hunderunde. Abendstimmung am Vassgöl. Und dann noch …… die tägliche Aufgabe: meine beiden mitgebrachten Steine für die Trockenmauer.

Jetzt sitzen wir im Haus vor dem Ofen, trinken Weizenbier und lassen es uns wohl sein. Die Sauna bleibt heute kalt. Wir sind immer noch sauber von gestern. Morgen wird die Pumpe angebaut, betoniert, ein Besuch bei Mats gemacht und – so ist der Plan – die Badstuga benutzt.

Wenn nichts anderes unwichtiges dazwischen kommt.

P.S. Das Nebenprojekt

Wir haben heut unser Süppchen im Kachelofen erwärmt. Damit die Kacheln nicht leiden, habe ich ein Rost zurecht geschnitten. Und morgen putze ich das mit Autosol!

Das ist das Schöne. Ein Problem? Eine Idee! Umsetzen! Fertig!

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Virus plötzlich weit weg

„Schöner Text, aber was ist mit mehr Bildern?“ …

… so pädagogisch und management-versiert äußerte sich ein geneigter Leser zum gestrigen Beitrag. Nun wirkt das klassische Lob-Kritik-Lob Sandwich auch mit 57 Jahren noch, jedenfalls wenn man ein so außen gesteuerter Mensch ist wie ich. Und das ist auch ok so, traf sich doch die oben zitierte SMS mit dem schon vorher gefassten festen Entschluss heute mit wenig Text zu kommunizieren.

Und so soll es sein.

Die Fotos mögen etwas trübsinnig wirken, denn wir haben heute nicht nur 5 Windstärken und in Böen deutlich mehr, auch viele tiefhängende Wolken werden vom Wind immer wieder über den See getrieben.

Windisch

Trotzdem ist es draußen gut auszuhalten, denn die Temperatur liegt bei milden 7° Celsius. Das Wasser im See ist nicht ganz so warm. Wir werden heute im Zusammenhang mit dem Besuch im SPA die gefühlte Temperatur genau ermitteln.

Ergänzung 21:19h: Es ist kalt, kalt, kalt.

mit Pomade würde es sitzen

Kleiner Nachtrag zum Thema Wind: Die Frisur des befellten Mitreisenden zeigt die Windstärken in Beaufort. Und die genervte Miene sagt etwas über die stetigen Winde. Axel ist zufrieden. Der kleine Ventilator produziert Strom wie Hulle und wurde direkt mal an die Gesamtanlage angeschlossen. Energetisch ist Herr Gustavson echt ein Sammler.

Und nicht nur das. Nach einem ersten Homeoffice für mich bis 13:30 gab es kurz „Mittach“ und dann wurden die Spielanzüge angezogen. Es gab: Sauna und Badeofen – große Inspektion mit Beseitigung von Frostschäden.

Meister Röhrig bei der Arbeit

Ich habe ein Fußabstreifgitter nach Ghepetto-Art montiert und dabei erstmal gleich eine Motorsägenkette ruiniert. Edelstahlschrauben und Kettensägenketten (sagt man so?) vertragen sich gar nicht. Und wieder mal der Looser. Naja.

Dann eben einfache Dinge:

a) Steine für die Trockenmauer eingesammelt. Mein Plan: jeden Tag ein Stein. Und heute wurde mit der Karre vorgearbeitet.

b) Sand aus dem Auto geladen und zum Transport zur Brunnenbaustelle bereitgestellt.

Baustellenbild hier mit Filterfass. Details folgen im Bereich „Technik nachhaltig“. Im Hintergrujnd übrigens „Grovbetong“. Wer auch immer den Scheiß wieder rauskloppen muss. Mein Beileid.

c) Kaputtes Rohr zur Dusche demontiert und wieder angebaut. Gewischt, gefegt und den Badeofen aufgefüllt. Quasi Sipo-Arbeit: „Wenn der Zug kommt, tuten. Kapiert?“.

Passt aber. Isso.

Und einen Herrn Gustavson zu haben, heißt immer auch eine Lösung für jedes technische Problem in Reichweite zu sehen. Dat is schön.

Dann wurde sauniert. Jetzt, kurz vor halbzehn sind wir durch. Da müssen wir terminlich noch etwas disziplinierter werden. Anheizen um 17:00h, Start um 18:00h ist das mindeste. Sonst kommen wir ja zu gar nichts mehr.

Und zum Schluss: der Virus war den ganzen Tag weit weg. Aber wenn man die Nachrichten liest oder hört, drängt sich der aktuelle Kram wieder ins Bewusstsein.

Bleibt alle gesund!

Corona Quarantäne in der Karlsborg

Anreise 31.3. / 1.4.

Heute sind wir – Herr Gustavson (aka. Axel) und Herr Petterson (aka. Ralf) – wie immer nach Travemünde zur Finnlines Fähre gefahren. Wie immer passt aber nicht, zu diesen Zeiten. Irgendwie fühlt man sich in Watte gepackt, wenig PKW Verkehr, fast nur LKW auf der Autobahn.

Auch der Hafen ist irgendwie leer, vor uns nur zwei (!) PKW in der Schlange, der Schalter mit einem Mensch mit Mundschutz besetzt und die Geburtsdaten werden nur abgefragt, Ausweiskontrolle entfällt.

Das Einschiffen ging total schnell. Kein Wunder, sind ja auch nur Fährprofis an Bord. Axel hat lecker Kartoffelsalat und Frikadellen im Angebot. Abendbrot gab es noch im Auto, dann in den üblichen Mittelbunker, kurze Rückmeldung nach Hause, dazu kurz an Deck.

Dann Schrecksekunde Nr. 1: Axel hat seinen Rechner zu hause vergessen. Kurz überlegt, was zu tun ist: neuen User auf meinem Macbook anlegen, Mailaccount lässt sich einrichten, VPN muss Henrik helfen und dann bleibt nur noch Lexware als offener Punkt. Mal sehen. 2. Idee: warum eigentlich kein Tablet kaufen und in der Karlsborg lassen. Da werden wir morgen beim Elgiganten auf dem Weg zum Internet schauen.

Jetzt noch etwas lesen. Und dann bubu.

Malmö – Zoll – Mobile Office – Karlsborg

Wir hatten die Wahl, alle Kabinen waren frei. Oder besser: alle Kabinentypen waren zu haben. Also mit Fenster, mit zwei echten Betten, mit drei echten Betten, mit TV, mit Balkon, mit Tennisplatz – alle. Na ja, wir haben die 3051 bekommen, also innen, Stockbett, mit Hund, winz klein, „aba jünstich“, wie der Hauptstädter sagt.

Die gute Nachricht: ich hab geschlafen wie ein Baby. Zwar normal früh aufgewacht, aber ausgeruht, kein großes Asthma. Ein guter Morgen.

Wir sind gemütlich zum Auto, die Ausschiffung ging fix und der schwedische Zoll glänzte durch Abwesenheit. Das war irgendwie schlüssig, denn ich würde meine Leute auch nicht jedem hergelaufenen (hergefahrenen) Virenträger aussetzen wollen. Allt ljungt och bra. Oder kurz: lagom!

Die Hinfahrt war unspektakulär, wenn man von den von Axel vorbereiteten Tee- und Kaffeegebinden absah, die die Büroathmo komplettierten. Denn meiner einer war die ganze Zeit am Videokonferenzen, am Sabbeln und am Schreiben. Und nur mal so, für unsere Telekomiker: 440 km plus durchs echt flache und hügelige Land und dabei vielleicht ein zwei kleinere Funklöcher, die spürbar waren. Ansonsten immer genug mobile Bandbreite für Whereby, Webex und Zoom (mit und manchmal ohne Bild). Und das immer so, dass die Kommunikation möglich war. So geht das.

Check in – all inclusive

Ich erspare Euch die Berichte von der Arbeit. Die ist im Auto so wie im Büro. Kann man alles machen. Und sie setzte sich in der Karlsborg erstmal nahtlos fort. 13:20 waren wir da, rein in die Bude, kurz die Mauseköddel wegfegen, Strom an, Router an und mit dem Wlan hinein ins Remote-Arbeitsvergnügen.

Ich habe die e-Commerce Welt gerettet (Achtung: hybris) und Axel hat ausgeladen. Es war sehr lustig, ihn immer mal wieder durch das Bild laufen zu sehen. Und noch viel lustiger waren die Reaktionen der anderen: verlangsamte Sprache, mäandernde Argumentationsfiguren, die sich im großen sprachlichen Delta des Ungefähren verloren. Augen, die den gedanklichen Teleprompter vergaßen und mit Axel ins rechtsseitige Off verschwanden. Nice!

Dann haben wir eingeräumt. Futter! Baumaterial! Getränke! Eine neue Matratze! Etwass Kleidung! Und wenige Minuten später war alles wohnlich, heimelig geradezu. Ich mag diesen Ort wirklich.

Der neue Ofen ist ein Gedicht. Die blauen Kacheln passen gut zu Bilderrahmen und meinem Pullover. Und sie halten die Wärme wirklich klasse. Die kontra-intuitive Anordnung der Schornsteinklappe läuft unter Gehirnjogging (Kann man nie genug von haben, in unserem Alter!).

Dann sind wir noch spazieren gegangen, haben einen milden schwedischen Vorfrühling genossen und sind jetzt mit Bierchen, Sessel und Tagebuch am Tagesende angelangt. Det är bra!

Exkurs: Die Maus

Wie Ihr vielleicht wisst, übernehmen in der Karlsborg sofort nach der Abreise der Menschen die Mäuse das Regiment. Sie fressen alles: Essachen sowieso, für Mensch und Tier. Aber auch Seife, Kerzen, Salatkrönung, Vogelfuttertüten, Haarshampoo, Moskitospiralen, Fensterkitt, Moosgummi. Und sie suchen überall. Buchstäblich. Und sie finden alles. Auch buchstäblich.

Wir haben niedliche kleine braune Hausmäuse, die ein weißes Vorhemd tragen und immer so aussehen, als versuchten sie sich für ihre Existenz zu entschuldigen. Das sie trotzdem alles vollkacken und auch otherwise zur Inkontinenz neigen, wird dadurch zwar nicht wettgemacht, aber doch zumindest relativiert.

Dann haben wir die Bodybuilder. Die sehen so ähnlich aus, sind aber irgendwie hypertroph. Und zwar nicht nur körperlich sondern auch, was den Charakter betrifft. Man könnte sagen, sie sind eher aktiv aggressiv, wenn man das denn von einem immer noch zwergenhaften Fellträger behaupten möchte. Auf jeden Fall kacken sie die vierfach Ködelgröße der erstgenannten Vertreter.

Bisher hatten sie jedesmal (gemeint sind hier beide Ausprägungen) irgendwas gefunden, was in großen Gelagen zerkaut und gefressen wurde. Da die gemeine Hausmaus sich gerne Gäste einlädt, führte das gerne zu größeren Mengen kardamomähnlicher Krümel (die aber kein Kardamom waren).

Diesmal aber haben wir gewonnen!

Die geradezu akribische Eindosung, Einglasung, Einkofferung von allem, was sich zernagen würde lassen, hat sich bewährt. Bis auf wenige Kundschafterkrümel war nichts zu finden. Ein kurzer Besenschwung, ein wenig Staubsauger und das wars. Die Bande musste auf die Werkstatt ausweichen (siehe Foto) eine Moosgummirolle mümmeln und sich ansonsten mit purem Vandalismus begnügen (also z. B. Axels Arbeitshandschuhe an jeder Fingerspitze (inkl. Daumen) aufzubeißen.

We’ve got it!

Karlsborg Files reloaded

Hier entsteht der neue Karlsborg-Blog. Wahrscheinlich bietet er die gleichen Möglichkeiten wie Google+, hoffentlich sogar noch etwas mehr.Der heutige Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück, danach ging es an die Arbeit. Petterson kümmerte sich um den Auftrieb der Badeplattform, Henrikson bastelte etwas an Werkstatts-Elektronik, Prillan (Ruscha) mähte den Rasen und Sabine kundschafftete die Pilzsituatiuon aus. Abschließen werden wir den Tag mit einem Saunagang mit anschließendem Grillfest. 🙂Viele Grüße aus der Karlsborg,Henrik