Heute ist immer noch Pfingsten …

… und die Nachricht ist von heute

Erstmal noch ein Nachtrag zu gestern: Der Bildungsauftrag des Lieblingssenders ist anscheinend abgearbeitet. Heute gibt es in den Nachrichten kein Briefing zum Feiertag. Wobei mich das doch schon interessiert hätte. Also nämlich, ob das „Ausgießen des heiligen Geistes“ wirklich zwei Tage gedauert hat oder die Jünger im erste Anlauf vielleicht nicht da waren oder gar nicht aufgemacht haben. Oder ob es zwei Sendungen waren (vielleicht aus Datenschutzgründen, so wie Nutzername und Passwort in getrennten Mails). Oder ob es einfach zuviel Geist war, also z. B. alle Sprachen dann doch in eins zuviel Information darstellten? Fragen über Fragen. Aber sowas sagt einem ja keiner.

Die Nachricht des Tages ist „Dachboden“

Die Schwartenbretter sind raus, denn nach einem morgendlichen Planungsgespräch über Landesgrenzen wurde das Konzept der Dachisolierung abgestimmt und vorbereitet. Von unten nach oben ist geplant:

  • Bretter der Decke (hängen schon)
  • Luftraum zwischen Bretter und einer neu einzubringenden Sperrschicht (Hartfaser oder OSB (die liegen dann auf den Latten, die bisher die Schwartenbretter getragen haben)
  • darauf kommt ein noch zu bestimmendes Isoliermaterial (6-7 cm sollten unterzubringen sein)
  • dann die Dampfsperre (so hochgezogen, dass die Dachdämmung angeschlossen werden kann
  • und schließlich die Fußbodenbretter (Saunabretter oder OSB)

Vorbereitend dazu wurden die Schwarten rausgeworfen und in Richtung Feuerholz expediert. Ein Steg blieb liegen, um über die Balken zu kommen und damit die inkontinenten Fledermäuse nicht direkt auf die Bretter der Zimmerdecke kacken. Es sind übrigens mindestens vier.

Außerdem: ein weiterer Küchenstuhl wurde abgeschliffen (Damit sind es schon drei). Läuft.

Schönen Feierabend

wünscht

Herr Pettersson

Heute ist Pfingsten, die Nachrichten sind von gestern …

Aktuelles

heute – die väderprognos war wieder bemerkenswert akkurat – ist leichtes Beregnen von Nutz- und Wildpflanzen sowie Tieren und Menschen angesagt. Milde 12 Grad fühlen sich nach leicht gewächshausartigen 16 an. Ein zwischen feuchter Luft und gemütlichem Landregen changierende Niederschlagsmix wässert Boden und Wald. Da ist es schön, dass heute Feiertag ist.

Mein Lieblingssender, der sich hier auch vorzüglichst streamen lässt, hat heute seinen Bildungsauftrag sogar in den eigentlich extrem knappen und umkämpften Nachrichtenslot integriert. Alle halbe Stunde bekommt der Hörer verpult, das …

  • … Pfingsten ein christliches Fest sei (aha!),
  • … welches seinen Ursprung in der österlichen Auferstehung eines guten Menschen aus dem nahen Osten habe, (soso),
  • … der 40 Tage nach der gottväterlichen (Eigen)-Re-Animation zu seinem Vater und Arbeitgeber in den Himmel „rübergemacht habe“ (oder vielleicht in die Zentrale gerufen wurde – man weiß es nicht – naja) …
  • … woraufhin der Senior noch 10 Tage Bedenkzeit und Strategiesessions brauchte, bis er dann 50 Tage nach dem Ostersonntag seine Vertriebstruppe mit einer ultimativen Chaka-Injektion seiner selbst versehen habe, die er „Heiligen Geist“ nannte. … (Hmmmhh …?)
  • … Daraufhin wurde aus der menschenfreundlichen Lehre eines Nazareners eine Art Tupperware oder Thermomix-Produkt, das in allen Sprachen von den Jüngern (also einer Organisation) unters teilweise unwillige Volk gebracht wurde. (Yip!)

Und – bumms – hatten wir den Salat! (Das allerdings kam so nicht in den Nachrichten. Ich paraphrasierte parteiisch (modern: „framing“) aus meiner Sicht.

Nun ist es an und für sich schon spannend, dass sich der Informationsauftrag des DLF (nicht: DFL), jetzt auch auf solchen basalen Ebenen abspielt. Und es wird interessant, welches Grundwissen den Hörern nun jeweils vermittelt werden wird. Ich wäre z. B. sehr dafür, das in Zukunft eine Börsennachricht mal eben mit einer Kurzfassung der Marxschen Mehrwertlehre versehen wird. Da hätte ich aber meine Zweifel, ob das so kommt.

Ansonsten mach ich heute einen ruhigen. 100% Regenwahrscheinlichkeit sprechen für gemächliches Indoortun und -denken.

Tarnzelt und Blätterhaufenanzug

braucht man hier nicht. Einfaches kaffeesieren im Wintergarten reicht völlig aus, um bei uns seltene Tiere wie den Kernbeißer, den Dompfaff, eine artenübergreifende Rotte aus Berg-, Grün und Distelfink und ab und zu ein Sonnenblumenkerne klauendes Eichhorn zu bewundern. Nicht alle lassen sich gerne fotografieren, aber manche werden einfach nicht informiert.

Baumaßnahmen

Was war noch: Ich habe gestern den Dachboden fertig entstaubt (jedenfalls habe ich alles rausgefegt und gesaugt, was ich erwischen konnte). Jetzt brauche ich eine Baubesprechung. Die dafür notwendigen Fotos werde ich heut mal machen und dann einen Termin mit Herrn Gustavsson vereinbaren.

Dabei habe ich die versprochenen Fotos der Fledermäuse gemacht. Richtig gut finde ich die Adern in den Ohren. Und ein wenig peinlich ist mir, dass ich die beiden dazu gebracht hab sich zu bepinkeln. Das ist nicht beabsichtigt gewesen.

Ich habe die übrigens IMMER mit Handschuhen angefasst. Und das solltet Ihr auch machen, denn Fledermäuse sind häufig Träger des Tollwutvirus (ohne selbst zu erkranken). Sie haben zwar gar kein Interesse an uns, aber wenn man sie umsetzt, muss man sie anfassen. Was sie wiederum echt ätzend finden. Dabei Handschuhe an und NICHT beißen lassen.

Eigentlich sind es drei. Aber die dritte ist mir entwischt und – so vermute ich – direkt zum Anwalt geflogen, um mich zu verklagen.

Dann wurde Wilma noch einmal mit Steinen beladen. Ich könnte also an der Trockenmauer weiter bauen. Mal sehen.

Unkraut jäten und einige Mangoldsamen nachlegen war auch noch. Die Himbeeren hab ich freigelegt, damit nicht nur Löwenzahn und Hahnenfuß vom Gießen profitieren.

Den zweiten Rhabarberpie habe ich gestern abend noch gebacken. Die Fikapaus ist für die nächsten Tage gesichert.

Wellness und der Weg ins Elend

Und dann war ich auch noch nachmittags saunieren. Waschen musste sowieso und dann dachte ich, man kann ja das Fußballspiel auch anderweitig verdödeln.

Und – so zeigt das Ergebnis – das war auch die bessere Wahl. So ein Elend. So eine im Nachhinein unfassbare falsche Selbsteinschätzung. So wenig Mut zur Wahrheit unterwegs und der Erkenntnis, dass man eben nicht ein europäischer Club im Wartestand ist. Und so eine Schwäche von Florian Kohfeldt und seinem Umfeld , von denen ich den einen immer noch hoch einschätze und dem anderen vollständiges Versagen attestiere. Der Trainer ist wohl doch mit dem eigenen, geschönten Bild vom Verein, wie er sein sollte, an dem Verein, der er ist, gescheitert. Und ein Volker Finke oder ein Christian Streich muss man eben erst werden, in dem man scheitert und sich selbst besser einschätzen kann. Dazu gehört ehrliche Kritik und nachdenkliches Feedback. Und nicht nur Hudelei oder Abfuhr. und ein Freiburg wird man nicht, in dem man sich bescheinigt, das man alles anders machen will und dann nicht die Eier hat, das auch gegen die Goldkettchenträger durchzuziehen (oder eben abgewählt zu werden).

Und leid tut es mir trotzdem. Hauptsache ist: nicht wie RWE und der FCK in der Traditionsclubblase verharren, wo ein paar Duodez-Vereinsfürsten wie abgehalfterte Mafiabosse und Mobster in einer Zelle die alten Schlachten schlagen und das Mobiliar zerlegen.

Ich hab keine Idee, was die zweite Liga nun bedeutet. Ich will aber – insbesondere der jüngeren Generation – doch noch ein zwei Erinnerungen mitgeben, an unseren ruhmreichen Club in Liga 2, die eines nahelegen: ganz automatisch ging es auch damals nicht nach oben zurück. Zumal das oben da wirklich noch was ganz anderes war.

Ich musste die Aufstiegsmannschaft nachschlagen. Mir waren drei Spieler aus der zweiten Liga in Erinnerung. Erwin Kostedde (der damals in aller Unschuld einfach nur der etwas dickliche braune Bomber im Karriereherbst war), Klaus „Tanne“ Fichtel (Libero alter Schule – jedenfalls immer hinten drin und ebenfalls schon ein alter Mann) und Uwe Bracht (ich weiß gar nicht warum). Daneben stehen die weiteren Bremer Gewächse, die immer schon da waren (Burdenski, Möhlmann, Geils) und ein paar Küken (Norbert Meier, Thomas Schaaf, Johnny Otten).

Also ein paar hoch veranlagte (auch wenn sie sie nicht so aussahen) und etwas Gerüst: Alte, die Lust haben, noch mal was weiterzugeben, aussortierte, fehl eingeschätzte Jungs. Mit Bock auf Kicken und ein wenig Chuzpe und einer Loyalität innerhalb der Gruppe, die nicht beim ersten Lüftchen in sich zusammenfällt. Und leute, die manchmal auch ohne Alternative scheinen, so wie Uwe Reinders. Der war so’n ein bisschen wie Max Kruse ohne Geldschein-Pampers.

Und dann ein Vorstand und ein Management, das wahrscheinlich eher schlicht im Kopf war, dafür aber zum damaligen Fußball passte und dem es vor allem gereicht hat, in der lokalen Peergroup zu glänzen (und nicht in überregionalen Nachrichten zu blenden). Manager damals übrigens: Herr Assauer!

Ich weiß, das wird sich nicht wiederholen. Aber eines kann man mitnehmen: Gelegenheiten zu kreiieren und sie zu ergreifen. Das vielleicht ist der Werder-Weg in neu. Denn sonst ist Werder weg (billiges, aber dankbares Wortspiel).

Ich hab jedenfalls schon vorgestern vier schwedische Nationaltrikots geholt. Die sind wenigstens farblich immer gleich und verzichten auf Verläufe, Rauten und irgendeinen Möchtegern- Design-Chichi. Neben Ablösesummen und Spieleranteilswarenterminbörsen der größte Kack im kommerzialierten Fußball.

Nun ja. Soviel zu den alten Zeiten. Und zur Perspektive in Liga zwei. Meine Prognose: drei Jahre werden wir mindestens brauchen.

Bis dahin,

allseits gute Besserung und im speziellen etwas Bescheidenheit und Demut für die Ex-Fernsehkommentatoren mit selbst attestierten „Macher-Qualitäten“,

wünscht

Herr Pettersson

Linnaea borealis oder Taraxacum sect. Ruderalia?

Linnaea bor. ist die emblematische Blume Smålands, hab ich gestern im remote Schwedischkurs gelernt. Das arktische Moos- oder Erdglöckchen ist (Obacht: jetzt bloß nicht durch ungekennzeichnete Zitate die kürzlich geschwundene Familienministerin machen) „… die einzige Art der Pflanzengattung Linaea in der Familie der Geißblattgewächse“. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Moosgl%C3%B6ckchen). Siehste wohl!

Irgendein Horst oder eine Ella haben jedenfalls irgendwann beschlossen, dass jede schwedische Provinz sich doch auch eine Blume aussuchen solle, die neben Namen, Hauptstadt, Lieblingsgeruch und sonstwas für eben jene stehe. Da kann nun das wirklich niedliche Moosglöckchen nüschte für und das etwas von Linné benanntes in Schweden immer auf die sichere Seite führt ist, auch schon mal ambach (also klar). Aber, und jetzt kommt es, ich habe dies putzige Gewächs hier noch nie (bewusst) gesehen. Das erste selbst geschossene Foto des hiesigen Glöckchens auf diesen Seiten wird mit einer Marabou-Schokotafel nach Wahl prämiert – versprochen.

Ich hab gestern einfach behauptet, dass die hiesige Provinzblume der Löwenzahn sei oder auf gut schwedisch: die Maskros. Löwenzähne oder Kuhblumen sieht man aktuell nämlich buchstäblich überall. Wenn ich die Schlauberger auf der globalen Müllhalde richtig verstehe, gibt es davon ganz viele Arten, die man alle irgendwie auch verwechseln kann. Aber das ist mir echt schnurz, denn gelbe Blüten ham’se alle. Als Salat kann man sie essen und harntreibend wirken sie auch (weshalb der Franzose das Kraut im Volksmund passenderweise auch “ Pissenlit“ nennt). Sagt auch Wikipedia jedenfalls (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6wenzahn_(Taraxacum)). Wir haben reichlich. Konkret da, wo die Hottis nicht dran rum fressen.

Und zum Wettbewerb zwischen Moosglöckchen und Löwenzahn: Der Campingplatzweg bringt jedenfalls deutlich mehr gelb als rosa. Und ist aber auch wirklich hübsch mit den vielen schönen Ausblicken.

Aktivitäten

Ich hab inzwischen 2/3 des Dachboden gefegt und ausgesaugt (feucht aufnehmen kommt noch). Die drei dort wohnhaften Fledermäuse hab ich (eine schon zweimal) in den neuen Fledermauskasten gebracht (ohne Fotos, um die nicht noch mehr zu nerven), das hat die Bande aber nur randlich interessiert. Jeden Morgen krabbeln sie nach der Arbeit wieder auf den Boden und markieren, was das Zeug hält. Da werden wir wohl noch ein förmliches Verfahren einleiten müssen. Das wird allerdings schwierig, denn erstens scheinen sie rechtsschutzversichert zu sein und zweitens wirken sie extrem bedürftig. Zumal alle drei extrem inkontinent zu sein scheinen. Das Ersatzheim wird jedenfalls weiter empfohlen (und ja: immer nur mit Handschuh, denn die Viecher sind echte Virenträger übelster Art). Ich schau mal, ob sie morgen noch zuhause rumhängen (Haha!), dann mach ich ein Bild.

Heute war Einkauf (Schweden-Trikots und Essen und so) angesagt. Und außerdem hab ich mit Retrovik ein neues Löppis-Mekka in Västervik entdeckt. Eine unglaubliche Fläche in mindestens drei Gebäuden. Vom Altmöbel und der Antquität bis zum echten Löppis alles da. Ich hab 5 Küchenstühle für je 8 Euro mitgenommen, vielleicht überzeuge ich Herrn Gustavsson davon, die nach dem Aufarbeiten anstatt der Plastestühle im Wintergarten zu verwenden. Retrovik ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Werkzeug, Möbel und Geschirr bis zum Abwinken.

Da ich heute nicht auf den Dachboden will, hab ich Wilma noch mit ein paar Steinen für die Trockenmauer voll gepackt. Da muss auch Material her, bevor wieder alles überwachsen ist. War jetzt ein Kofferraum voll und damit vier Karren. Sch ****nd schwer, das.

Vegetation

Die Pflanzen werden jeden Tag wilder. Staatsblume hin oder her. Die Espen schlagen langsam aus, die abgefressene Zwetschge gibt alles, die Apfelbäume fangen an zu knospen und zu blühen und – auch wenn sie überhaupt keine Funktion in der Provinz Småland haben, finde ich Gänseblümchen und blaue Hornveilchen auf jeden Fall auch erwähnens- und zeigenswert.

Wellness

Ich hab heut schon Yoga gemacht und geturnt. Allerdings indoor. War mir zu frisch, draußen. Ich schmeiß jetzt die Bastun an, denn bei morgens 6 und tagsüber 16 Grad darf man sich abends mal durchwärmen. Vor allem, wenn der See einfach nicht über die 12 bzw. (mit aller Liebe) über die 13 Grad rauswill.

Abhärtung wäre das Stichwort, um trotzdem hin und her zu schwimmen! Und das täte wahrscheinlich für gute Gesundheit sorgen (wenn ich auf das Eisschwimmen nicht einfach verzichten würde, den Göl als Tauchbecken nach der Sauna zu nutzen muss reichen). Aber ich werde noch nach hinten schwimmen. Da muss man ja auch mal nach dem Rechten sehen.

Bis dahin allseits gute Besserung!

sagt Herr Pettersson

Wildkräuter, Kulturpflanzen – irgendwas geht alleweil

Die erste Woche ist rum (heute abend vor 7 Tagen bin ich angekommen). Und das heißt allerlei (was ich Euch im Detail erspare und dazu auf die vorherigen Beitäge verweise).

Eingebremst

Wie immer nach einer Woche landet der kreisende Geist auf einem verlassenen Feldflughafen und die alte Constellation verweigert erneute Starts. Das Tempo nimmt ab, Ohren und Augen schärfen sich und Störungen (Homeoffice!) merkt man als solche.

Ein kleiner Abendspaziergang mit einem rufenden Kuckuck auf einem Baum und einem posenden Kranichpaar sind Tageshighlights. Krimis lesen und eine Stunde unter Anleitung turnen sind gewaltige Punkte auf der Tagesliste. Plötzlich ist wieder Zeit für Musik – auch wenn es Spotify ist. Und ausgehend vom Soundtrack aus Coen’s „Brother, where art thou“ mach ich mich auf die Reise durch alte Platten, längst vergangene Konzerte und spüre die Gänsehaut im Nacken, als ich das erste Mal die schreppelige Gitarre von Steve Earle („Devils right hand“) gehört habe – long gone and still missed.

Das nur am Rande: wieder Z U H Ö R E N zu können, das ist für mich die Karlsborg. Und das macht so Lust auf Musik. Und , mein Gott, wie vermiss ich das in echt. Und ich merke, welchen Stress ich schiebe, dass das zuhause so gar nicht geht. Grade läuft übrigens Billy Bragg, den Titel dürft Ihr Euch aussuchen …. Und jetzt kommt Tracy Chapman (die ich mindestens so verehre, wie Amanda Gorman, die Mr. Biden gesagt hat, was in seiner Amtszeit anliegt und was möglich ist).

Komm zum Punkt, Mann!

Hier war die letzten Tage Sunshine Coast (speciell för dig, Ruscha), was heißt Regen in allerlei Darreichungsformen, verschieden und mit unterschiedlichen Begleitumständen, aber immer auf jeden Fall naß und lang anhaltend. Langer Rede, gar kein Sinn: 2 Mio. Worte für Niederschlag – überhaupt kein Problem.

Das Wetter ist auf jeden Fall besonders: eben war ich in der Bastun (mit warmer Dusche) und es donnerte und blitzte, dann war blauer Himmel und jetzt verschwindet der Göl im Nebel – ist schon komisch.

Was wollte ich eigentlich sagen? Richtig, es ging um die Segnungen der Natur.

Heute habe ich noch keine Brennessel-Lasagne gemacht (steht aber noch auf dem Zettel). Im Gegenteil, es war Luxus angesagt: Rhabarbercrumble (als Mittagssnack und Seelentröster vor GL-Sitzung) und ein Gin Basil Smash nach der Bastun. Kann man nur empfehlen. Precis lagom.

Ansonsten war heute Office. Ich mag es nicht mehr!

Natur

Gestern habe ich – es war trocken – noch einen kleinen Spaziergang gemacht (siehe oben). Und das war wirklich schön. Am Nygård hab ich das Kranichpaar gesehen, das die ganze Nachbarschaft mit seinem Getröte unterhält. Drei Singschwäne waren da, der Kuckkuck machte schaufliegen und die Hühner am Hof hielten wacker dagegen, mit gerefften Unterröcken und zwei sehr virilen Hähnen, die (vermutlich der LGBT Fraktion angehören, so hübsch, wie die aussahen,) auf jeden Fall extrem wachsam in den Himmel lugten.

Vorgestern war auch Außenluxus (ein-Person-Grillen für Ralfi). Alles Pico.

Was war sonst noch?

Bastun, Dusche, Turnen, Jockel angeschmissen, Wand durchgebohrt, Hütte gesaugt, morgen wird der Dachboden in Angriff genommen. Nicht dass die Zeit plötzlich rum ist!

Ich melde mir. Bleibt gesund,

wünscht

Herr Pettersson

Von Vater zu Vater: Gute Nachbarschaft muss man lernen

„Jag tar en fikapaus … „

das ist, so wisst ihr, eines der weit verbreiteten tagesstrukturierenden Ereignisse in Schweden und nebenbei auch eine wirklich tolle Gewohnheit. Kaffe, bulle, en bra tidning – det är jettekul.

Ich mach grad eine Pause und tipsel während dessen einen Beitrag in den Blog (Obacht: sowas gilt in Sverige übrigens als typisch deutsches Strebertum – im Arbeitskontext vermeiden). Die im Hintergrund liegende Arbeitshose erlaubt Rückschlüsse auf die aktuelle Bekleidung des Autors, die Schlagzeile der Zeitung berichtet von den segenseichen Auswirkungen eines kalten Frühjahrs und eines Winters mit Schnee auf den Grundwasserstand in der Region und zur Herkunft der Zimtschnecke sei auf den folgenden Absatz und den überarbeiteten Artikel Einkaufen verwiesen. Gestern hab ich nämlich den neuen Coop in Ankarsrum besucht.

Es gibt ihn wirklich.

Schaut mal. Ist das cool? Es wurde neu gebaut (jetzt nicht unbedingt eine völlig abgefahrene Architektur, aber großzügig und mit guter Anlieferlösung sowie abgeteilten Funktionsbereichen). Die Öffnungszeiten sind auskömmlich (in erster Linie für die Kund:innen). Der Parkplatz ist fett und die Auswahl echt üppig. Man kann dort wirklich gut einkaufen. Für die Mashup-Freunde: https://goo.gl/maps/sFumNkRWLiEkc6cv7

Die Bilder sprechen für sich. Ich habe erstmal dem Willys in Västervik abgeschworen und kaufe ab jetzt alles hier ein. Der Umsatz muss stimmen!

Dann wurde über den Winter noch eine Wasserzapfstelle eingerichtet (kurz vor dem Kiosk auf der linken Seite, wenn man von Norrhult kommend über die Bücken nach Ankarsrum reingefahren ist. Auch wegen der Kanisterfüllung muss man jetzt nicht mehr nach V.

Nachbarschaft …

… ist in Schweden ja eigentlich einfach, wohnt doch der nächste nicht verwandte Mensch zumeist etliches entfernt. Nähe muss man allerdings lernen. Keine Panik, es gibt keinen Bauplatz neben der Karlsborg, hier ist es ruhig wie immer. Ich mache gute Nachbarschaft gerade mit dem Schnäpperpärchen, das wieder in den roten Nistkasten am Kirschbaum eingezogen ist. Beide sind nun nicht begeistert davon, dass da plötzlich ein Großwild auf der Terasse sitzt. Erwin ist etwas zutraulicher, Madame noch distanziert. Mal sehen, wann es wird.

Ich lasse ihnen Zeit und sitze aber immer mal wieder hier, damit sie sich gewöhnen. Eine neue schöne Rechtfertigung: Pause machen als sozialer Akt sozusagen.

Freizeit …

gab es gestern auch. (Homeoffice war der Hauptteil, es ist aber Land in Sicht). Der Garten wurde weiter bestellt. Eine Physalis ins Freiland, zwei weitere Chilies ebendort, zwei kleine Buschtomaten ins Rentnerbeet, eine Netzmelone als Experiment daneben. Juttas gespendete Hängetomate hat einen Platz neben der Eingangstür gefunden. Zwiebeln wurden gesteckt und Kartoffeln gesetzt. Jetzt ist erstmal fertig. Gießen, jäten und zupfen sind die Kür.

Gestern hab ich am See eine Stunde Anfänger-Yoga gemacht. Asynchron mit einem Video. Das war richtig fein. Aber ich freu mich schon auf den nächsten Termin mit Vale.

Apropos See: gestern konnte ich schon richtig baden, die obere Wasserschicht ist warm. ich wollte mich eigentlich nur waschen und wollte gar nicht mehr raus. Man kann also schon mal etwas abkühlen. Und das mach ich jetzt. Und dann wird Dachdecker-Sonnenschutz aufgetragen. Das Fell ist nämlich schon etwas kurz …

Heute abend wird gegrillt. Fleisch und Gillgemüse gibt es nämlich im neuen Coop auch in größerer Auswahl als früher.

Einen schönen Feiertag Euch allen wünschen

Herr Pettersson und Erwin. Madame ist noch nicht soweit.

Whodunit? – oder „Woher kommen die mysteriösen Löcher“

Prologenoma

Eines seltsamen Dinge, deren ich mit zunehmendem Alter „gewahr“ werde (was für ein schönes Wort, fast so wie „obschon“ und „demnach“), ist ein seltsames Missverhältnis zwischen der Menge der Befürchtungen katastrophaler Störungen („oh, was alles passieren kann“) und den Gewissheiten, dass es immer eine Lösung gibt („selbst wenn, ist doch kein Beinbruch“). Beides wird irgendwie mehr, wobei man doch erwarten sollte, das sich die beiden Wahrnehmungen konkurrierend verhalten (wenn es mehr Befürchtungen gibt, nimmt die Sicherheit ab und vice versa).

Aber nein, ich erlebe das Gegenteil. Unter anderem beim Reisen. Das führt dann zu ausführlichen Packlisten, mehrfacher Taschen- und Kofferraumkontrolle, 10 Minuten zusätzlicher Zeitreserve zu den schon eingeplanten 10 Minuten und anderen Absicherungen gegen Unvorgesehenes . Trotzdem sitzt im Nacken das Gefühl: heute geht es schief. Mir will es scheinen, als sei das sozusagen eine Spielart des Impostorsyndroms, nur das man nicht die eigene Kompetenz infrage stellt und erwartet, dass irgendeiner einem demnächst die eigene Unfähigkeit nachweisen wird, sondern, dass doch irgendwann die Panne auf der Autobahn, der vergessene Ausweis oder der bereits verstrichene Abfahrtstermin einem die doch ansonsten so schöne Reise verhagelt.

Nehmen wir als Beispiel meine Anreise, die vollkommen unspektakulär und geschmeidig verlief. 18:00 Abfahrt HB, kleiner Stau in Travemünde (angesagt waren +18 Minuten), darum kleiner Schlenker in die Stadt, daselbst getankt und die Reservekanister gefüllt, dann zum Checkin, immer noch Stau (aber so eingestiegen, dass es nur noch +8 Minuten waren), 20:45 am Checkin, kurz in der Schlange gewartet, rauf aufs Schiff, rein in die Kiste, fein Bubu gemacht, nächsten Morgen raus, keine Zollkontrolle, mit Wilma immer bergab Richtung Vaxjö, da eingekauft (Internet und Saatkartoffeln und Milch), Rest in Vimmerby eingeholt, 13:40 eintreffen in der Karlsborg, Strom an, Router an, Kühlschrank an, Kaffee gekocht und um 14:00 ein Zoom-Meeting mit der Firma gemacht. Abends den Rest eingeräumt. Brot, Bierchen, Falle. Peng!

Und trotzdem war ich gestresst (s. o.). Ich glaub, ich muss mal meine Mackenausstattung kritisch prüfen lassen!

Karlsborg

Hier ist Frühling. Zartes Birkengrün, Apfelbäume noch kahl, Kräuter wachsen, die ausgesäten Gemüse stehen noch sehr am Anfang. Ich hab die Tomaten und die gekauften Chilies ins Freiland gepflanzt, Kartoffeln gelegt und freu mich an der frischen Terra preta im Beet. Der Vassgöl hat 10 Grad (in den oberen 2 cm). Herr Pettersson war aber schon drin: 10 Schwimmzüge mit 2 mal Kopf unter Wasser. Heiland, war das kalt.

Es wird und webt und ballert: Meisen brüten, einige bauen noch, Schnäpper, Bachstelzen und weitere braune Federbälle sind am Start. Schwer verliebte Raben torkeln durch die Luft und der Kuckuck ruft mit Ausdauer. Die Kraniche hupen, der Kirschbaum ist weiß und der Beamtenvogel macht „ähem, ähem“, schnurrt abends eilig nach Haus, während die Spechte krakelen und die Schwalben noch unterwegs nach Småland sind.

Ich mag das so gerne, zwei Frühjahre binnen eines Jahres hintereinander zu erleben. Das ist wirklich das allerbeste.

Whodunit?

Eine Seltsamkeit gab es aber doch. Auf ca. 20 Quadratmettern hat in den letzten Wochen irgendein Viech lauter mehr oder weniger akurate Löcher in die Grünanlage gewühlt. Trittsiegel und Losung wurde nicht hinterlassen.

Ich vermute, dass es entweder ein sehr, sehr kleines Widschwein war (so ein borstiges Meerschwein, in etwa), eine genetisch verändert Monsteramsel oder ein Neu-Golfer mit einem unglaublich schlechten Handicap, der versucht hat Bälle ohne Tee abzuschlagen. Ach ja, was auch sein könnte, ist eine småländische Traingseinheit unseres ruhmreichen Heimatvereins unter dem Motto: „Rumpelfussball für Liga 2 üben“.

Egal, ich werde sanieren, Erde von draußen holen (oder Blumenerde kaufen), etwas Gras und Blumen aussäen und mich auf die Lauer legen.

Zum Thema Verbiss: der Zwetschgenbaum versucht sich zu bekrabbeln (er schlägt aus) und die dornenlose Brombeere schmollt noch.

Post scriptum

Nein, ich war noch nicht beim vermuteten neuen Coop in Ankarsrum. Vielleicht morgen. Aber wahrscheinlich ist der gar nicht da oder schon wieder zu oder hat keine Türen.

Wie ihr merkt, werd ich es grad nicht los – das „der-Himmel-wird-mir-auf-den-Kopf-fallen-Gefühl“ (siehe oben). Aber ich weiß ja auch, dass es gut ist oder wird. Das sagt mir die Erfahrung.

In diesem Sinne: Allseits gute Besserung,

wünscht Herr Pettersson*

* der allen Grund hat, sich zu freuen – so rund, gesund und fröhlich wie er hier sein darf

Vorfreude und | oder kalte Füße

Es gibt guuuute Nachrichten

Träume werden wahr. In Ankarsrum hat ein neuer COOP Nära geöffnet! Bisher war ich noch nicht da und kann deshalb nur den Link präsentieren, aber ich bin doch optimistisch, dass es sich nicht um ein Phantom handelt, findet man den neuen Markt doch nicht nur bei Tante Google, sondern auch auf der COOP Seite als Mashup.

Sieht so aus als ob sich ein neues Zentrum am Bahnhof (mit Pizzeria, Bankomat und öffentlichem Papierkorb) herausbildet. Das finde ich fantastisch.

Allerdings frag ich mich doch, warum die Nasen den neuen Laden nicht am geschlossenen Lokal erwähnten. Aber, nein, halt, nicht so voreilig. Vielleicht haben wir es auch nicht gesehen. Anyway. es sieht so aus, als können ich im Mai auch wieder in Ankarsum einkaufen. Ich bin begeistert!

Nicht zu vergessen wäre die damit nicht mehr nötige Passüberquerung zwischen Schule und Laden, die den älteren Herren, der ja kein Auto zum Einkaufen nutzen mag (ihr erinnert Euch), so manches Mal kardiomäßig an die Grenze gebracht und gedanklich zur Großen Schleife versetzt hat („Quäl Dich, du Sau!“ heißt der zugehörige Spruch).

Das Einkaufen inkl. Anreise von der Karlsborg zum Laden wird also precis lagom!

Die folgenden Beiträge sind damit überholt, müssen aktualisiert werden oder sind nurmehr historische Zeugnisse: Einkaufen, Skandal in Ankarsrum.

Kalte Füße. Die Eisheiligen …

… sind erfahrungsgemäß die letzten frostträchtigen Tage im Frühjahr. So richtig kennt man sie nicht mehr, z. T. wg. der regional unterschiedlichen Namen und Daten, dem Klimawandel, wg. der Säkularisierung, anders verstandener Allgemeinbildung und vielleicht v. a. der fehlenden Relevanz solchen Wissens. Denn wenn Erdbeeren das ganze Jahr über zu haben sind, ist es ja völlig wumpe, ob man weiß, das so um den 15.5. die kalte Sophie nochmal mit arktische Strömungen die Obstblüte bedroht und damit auch eine Erdbeerernte gerne mal ausfallen lassen kann.

Ist ja auch egal. Auf jeden Fall sind dieses Jahr in Norddeutschland und Nordeuropa auch zur Zeit noch die Temperaturen insgesamt eher moderat bis frisch, vor allem nachts. Und daher gehe ich davon aus, dass die lange Unterhose noch zum Einsatz kommen wird und die Schwimmsaison eher noch nicht startet. Die Bäume werden noch etwas kahler sein als hier und die in der Rutenstraße schon zaghaft sichtbaren Apfelblüten noch auf sich warten lassen.

Mann und Metall vs. Maus

löst Maus gegen Plastik ab: ich habe zwei weitere Alukisten für Mehl und Nährmittel gekauft, die unter der Arbeitsplatte Platz finden sollen. Bei der Gelegenheit gab es auch ein paar Hosenträger der Handelsmarke meiner Kunden mit Biber (ganz normal bezahlt, kein Rabatt!). Der Thermobecher steht bereit und und gepackt wird auch schon (-> Karton).

Ist das Auto eigentlich Teil der Wohnung?

Der wichtigste Teil der Vorfreude besteht selbstverständlich in der Aussicht auf den Frühling in der Karlsborg. Das wird schön und weil ich ja auch richtig ohne Erwerbsarbeit da sein will, ist die Aussicht auf 3 1/2 Wochen um so verlockender.

Die Anreise wird allerdings etwas heikel. Ich wollte die Fähre um 2:30 nehmen und das geht wegen der Ausgangsbeschränkung vermutlich nicht. Und weil ich a) nicht weiß, ob ich bei Ankunft um 22:00 die Wartezeit im Auto verbringen darf, vor allem aber b) absolut keine Lust habe 4 Stunden im Auto abzuhängen fahr ich halt früher. Und die Mehrkosten verbuche ich unter Karacho-Aufwänden – isso.

Ich hab mein Wünsche mal gemailt, per Formular geht das nämlich nicht, das Wochenende ist das Telefon nicht besetzt, und so werde Montag das Callcenter anrufen.

Getestet wird vorher, das ist ja inzwischen schon Routine, und – tataaa! – meinen Impfausweis nehm ich auch mit (mach ich sowieso immer) weil da nämlich meine erste Covid-19 Impfung drin stehen wird. Am 27.4. soll ich den ersten Pieks mit dem Produkt bekommen, das so ähnlich wie das Hamburger Konkurrenzprodukt zu Haake und Hemi-Schankbier heißt und (hoffentlich) unbegründet in Verruf geraten ist. Ist wie beim Abendbrot: Ich nehme was kommt und – impfspezifisch – feiere ich ohnehin jeden Pieks ab, der uns die Entscheidung lässt, ob wir lieber in der Großgruppe kuscheln und schwitzen oder lieber alleine vor uns hindenken wollen. Das macht uns nämlich aus: „entscheiden müssen, können und wollen“!*

Und speziell das letztere wird in der KB wieder so schön möglich sein! Vorfreude pur.

Ansonsten: gute Gesundheit allerseits und gute Besserung allen, die es brauchen (Hashtag #schauspielersindmanchamalaucheinfachnurblöd).

Herr Pettersson

*(Achtung: nicht „entscheiden dürfen“, denn um Erlaubnis fragen muss da nämlich niemand)

Ostern 2021: Nachklapp und Ausblick

Jetzt wieder normales Internet

Wir sind seit Dienstag früh wieder in Bremen. Die Rückfahrt verlief geschmeidig.

Alles geputzt, wie üblich. Umbauten an der Türschließanlage im Wintergarten inklusive (weil Schlüssel weg). Neue mäusesichere Verpackung in kleiner Alukiste und dem überzählige Gaskühlschrank. Aufgeklappter und mit Zettel („LEEEER!“) versehener Brotkasten. Entsorgungsrunde in Ankarsrum (die Container stehen immerhin noch). Dann bei Eiseskälte und mit Schnee nach Malmö.

Covid-getestet am Checkin bei der Ausreise für 399 SEK / Nase (ein Wohnwagen war das Testzentrum. Im Grunde so wie bei Snatch, nur alles etwas kleiner).

Über Nacht dann gemütlich über die Ostsee geschüsselt. Schneeschauer hinter Hamburg. echt mieses Wetter („lass uns umdrehen“), aber trotzdem schön, wieder in der Heimat zu sein. Jetzt erstmal Quarantäne. Am Samstag der hoffentlich verkürzende Test. Sogar für umme, weil Jens, Angie und Bovi einmal die Woche einen Test zahlen. Also eigentlich zahlen nicht die, sondern wir, aber egal.

Dazu normales Internet. Und deswegen jetzt ein Abriss der letzten Tage vor der oben beschriebenen Heimfahrt.

Episode 1: Geokoordinaten sind auch so eine Sache

Wir haben ja noch mal die Einkaufssituation erkundet, waren in Hjorted und in Totebo und wollten dann auf dem Rückweg noch den seltsamen Großfelsen in Dynestad besuchen, der via Nurtzertip als empfehlenswerter Ort ausgelobt wurde. Und zwar sogar mit Foto. Dynestad ist ein größerer Hof zwischen Frödinge und Fagersand, man kommt da zu Fuß auf der überaus traditionellen Molen-Route vorbei – wenn auch in etwas Entfernung. Wir sind da hin und wurden von Tante Google auch darüber informiert, dass wir nun unser Ziel erreicht hätten und 20 Meter nach links besagter hausgroßer Felsen liegen solle.

War nur aber nicht so. Das Foto zeigte einen Menschen in einem Eichenwald vor Felsen. es gab aber gar keinen Eichenwald und nur normale Steine. Entweder war das wieder ein Wurmloch oder das schon mehrfach bemühte Spiegeluniversum. Die Fotosite gab es jedenfalls nicht. Wir sind dann trotzdem etwas rumgelatscht und haben unter anderem drei uralte Eichen gefunden. Die – über die Plastefolien im Hintergrund bitte ich hinweg zu sehen – doch ganz imposant waren.

Episode 2: Seehund

Das Seekayak wurde aus der Remise raus und unter das Dach gehängt. Vorher gab es aber noch eine kleine Seefahrt. (See-)Mann mit (See-)Hund. Letzterer skeptisch, aber dem Chef vertrauend. Interessant: beim Einstieg war Axel (also der Mann) schneller und eleganter. Beim Ausstieg ging das vice versa. Da war Bamse (also der Hund) deutlich fixer wieder auf festem Boden.

Episode 3: Dachboden

Der Dachboden ist jetzt so sauber, dass man anfangen kann mit einem Staubsauger den Rest wegzumachen.

Rechts neben dem Schornstein sieht man etwas braunes Holz. Dort muss früher einmal ein Aufgang gewesen sein. Der wurde wohl in den späten 30gern geschlossen und mit Hobelspänen isoliert. Darunter lagen Zeitungen, die wir zum Teil geborgen haben.

Jetzt haben wir bei einer Giebelhöhe von 1,85 m Platz für ein paar Schlafplätze (nachdem wir Boden und Dach gesäubert, isoliert, foliert und verbrettert haben). Wo wir die Zuwegung bauen, wird noch diskutiert. Entweder per Stiege von innen (nicht ganz so einfach) oder per Außentreppe (nicht ganz so komfortabel). Man wird sehen.

Episode 4: Weltpolitik und Lokales von 1938

Ich habe ein paar Fotos gemacht.

  • der Staat kommt mit seinem Geld klar, wenn auch nur so lala (kennen wir)
  • in Abessinien versucht der Völkerbund zu vermitteln (und heute die UN im Jemen?),
  • Mussolini rasselt mit Waffen, bekommt aber einen Ehrensäbel geschenkt (das hofieren von Diktatoren kennen wir heute übrigens auch),
  • die schwedische Nazipartei trifft sich zu einem Protesttreffen gegen die „Diktatur der Demokraten“ (war da nicht aktuell was von „Corona-Dikatatur) und
  • ein autoritär regierender Ungar feiert 16 Jähriges Herrschaftsjubliäum (nein, nein, nicht Orban. Der damalige hieß Horthy und war Admiral. Hä? Admiral in Ungarn??? – die haben doch gar keine Küste).

Merke: Geschichte wiederholt sich nicht. Sie verläuft nur ähnlich.

Außerdem Vermischtes: Werbung für 1a Leinentücher und einen Restposten an Damenkleidern und die allfälligen Familienanzeigen über die vielen ganz normalen Menschen, die „bescheiden und still nach einem arbeitsreichen Leben verstarben“, „von ihren Familien und Freunden betrauert wurden, die einfach weiter machten, weil man das eben so macht“. Nicht zu vergessen die amtlichen Bekanntmachungen, die hier von Konkursen und (Zwangs-)Versteigerungen berichten.

Episode 5: Pettersson und Findus

Fotodokumentarisch der schon gespoilerte Beweis der Herkunft der Petterssons in Totaler und im Ausschnitt.

Wir freuen uns jedenfalls auf das weitere Lesen der alten Blättchen. Und auf die Suche nach Herrn M. Pettersson in den Archiven des Grundstücksamtes. Die sind nämlich alle öffentlich und remote zugänglich. Davon dann aber später mehr an dieser Stelle.

Und bevor ich mich Mitte Mai wieder aus der Karlsborg melde, wünschen wir: „bleibt gesund und rund und fröhlich“

Hälsningar,

Herrar Gustavsson och Pettersson

Letzter Abend …

geht – wie immer – schnell

Heute ist Ostersonntag. Windig war es und kalt, aber viel Sonne. Vormittags war wieder Ringelnatterorgie. Schon ein wenig befremdlich. Man hat den Eindruck die einfach einfangen zu können. Vor allem die Kerle. Keine Augen für gar nichts außer Mutti.

Was gab es sonst: Axel hat sein Kanu und Moped bewegt, Bamse frisiert, Zeitungsausschnitte gesichtet, geduscht, gesaunt, kaffeesiert, gebastelt. Also die Karlsborg „in a nutshell“. Ralf hat für neuland Rechnungen geschrieben, Kacke 2.0 ausgeräumt, den Kloeimer geputzt, den Dachboden weiter entstaubt, Sonnenblumen ausgesät, Zeitungsausschnitte produziert, geduscht, gesaunt, kaffeesiert. Also ebenfalls die Karlsborg in toto. Gestern waren wir spazieren heute hat nur Axel eine kleine Runde gedreht. Mein Knie muckt die ganze Zeit und heute war nur robben angesagt.

Morgen räumen wir auf und ein und dann geht es nach Hause. Mit Test an der Fähre, Reiseanmeldung im Internet und all dem Coronageraffel, zusätzlich zu dem üblichen Abreisekram.

Wir haben kein Telenor Datenvolumen mehr. Jetzt geht alles nur über die knapp verbundenen Mobiles. Das hat Konsequenzen. Zum Beispiel, dass ich die Bilder für diesen Post erst aus Bremen nachliefern kann. Aber das wird lustig. Es gibt was zu sehen.

Das wichtigste zuerst. Die Karlsborg ist die echte Heimat von Herrn Pettersson. Das beweist eindeutig die heute auf dem Dachboden gefundenen Zeitungsüberreste. 1924 (als Makulatur unter einer Tapete), 1936 als Unterlage zwischen Bretten und isolierenden Hobelspänen.

Links oben: Herr M Pettersson, Karlsborg, Ankarsrum -So!

Der Dreck war unbeschreiblich. Aber der Raum verspricht schön zu werden. Wie gesagt: Bilder folgen.

Bis dahin dödeln wir uns Richtung Bett. Und wünschen allseits gute Besserung.

Einkaufen

.. mit dem Fahrrad in Ankarsrum (6 km)

… im Coop Nära kurz hinter dem Bahnhof, es gibt eine Apotheke, einen Geldautomaten, einen Friseur und eine Pizzeria im Ort und eine Automatentankstelle (nur Sprit) an der E40. Am Kungsvägen gibt  es auch noch einen etwas sinister anmutenden Kiosk.

Man kann in Ankarsrum gut mit dem Fahrrad einkaufen.

eher Auto und btw:

Hjorted (12 km von der Karlsborg entfernt)

… bietet einen kleinen Laden, der zwischen Kiosk und Lanthandel eingeordnet werden kann. Immerhin gibt es dort alles das, was man vergessen hat, aber unbedingt noch braucht. Auch Milch. 

Totebo (10 km zu Fuß entlang der Schienen, ansonsten 19 über die Straße km)

… hat, dank des Engagements einer neuschwedischen Familie eeinen akzeptabel sortierten kleinen Laden, die Matbutik Totebo. Hier ist wirklich alles zu bekommen und wenn man die Milch, etwas Joghurt oder sonstige Waren braucht und nicht ganz „in die Stadt“ fahren will, kann man dort hin. 

Frödinge (21 km)

… Hier gibt es einen ICA Nära. Aber da ist man fast schon in Vimmerby (9 km fehlen noch) und dann macht es eigentlich schon Sinn durchzufahren.

Vimmerby (30 km )

… ein relativ großer ICA, einige kleinere Fachgeschäfte, ein mediterraner Shop, Baumarkt in klein. Kann schon einiges.

Västervik (26,8 km)

… unsere „Stadt“. Am Eingang ein ICA Stormarknad, Biltema, Jula, Rusta, Elgiganten, Blomsterlandet, Jysk, Claas Ohlson und noch das eine oder andere.

Preislich etwas günstiger ist der Willys in Västervik. Da ist mit Jem och Fix auch ein Baumarkt in der Nähe. Es gibt auch noch einen Lidl, Coop und in der Innenstadt Fachgeschäfte.

Unter andere auch einen guten Bäcker etc. Das findet Ihr raus.