Endlich ein Lebenszeichen

Nach genau einer Woche in der Karlsborg nun endlich auch ein Statusbericht von Prillan, Herr Henriksson und dem Kleinen Muckla! Die Tage sind – wie immer hier – verflogen und haben wettertechnisch alles für uns bereitgehalten: Ankunft bei Sonnenschein, dann Sonne mit ordentlicher Brise, es folgte wechselhaftes Sonne-Wolken-Regen-Spiel, das heute in einem ziemlich durchregneten Tag gipfelte. Wobei, das trifft es nicht so ganz! Eigentlich waren es viele aneinander gereite, sintflutartige Schauer, die die Regentonnen im Nu wieder überlaufen ließen. Die waren nämlich schon fast leer und der Regen somit sehnsüchtig erwartet. Schon Mittwoch wurden uns Gewitter und ordentlich Wasser vom Himmel angesagt und was wurde draus? Nix, denn das Wetter war eigentlich den ganzen Tag richtig gut bis auf ein paar Tropfen am Nachmittag – so eine Enttäuschung! Zum Glück stimmte die Vorhersage von heute dann doch und es ergossen sich Sturzbäche vom Himmel, die große Pfützen auf dem Kies hinterließen, den Weg in einen kleinen Bach verwandelten und den Wasserstand im Vasgöl um ca. 2cm anstiegen ließ (Ja, wir erfüllen voller Eifer die Aufgabe, die Wasserstandmessungen lückenlos fortzuführen!).

Alles in allem also ein erfolgreicher Tag, wenn einem auch unwillkürlich die Bilder aus NRW etc. in den Kopf schossen. Aber – Entwarnung! – wie angesagt, endete der Tag in einem recht sonnigen Abend. Aber holla, ist es abgekühlt! Wieder so ein Glück, denn heute konnte endlich die Carolina angeschmissen werden, um das Abendessen zu kochen! Vorher hat die Wärme doch eher dazu eingeladen, etwaige Verstärker derselbigen lieber zu lassen. Nach dem Bau einer Muckla-sicheren Barriere in die Küche, ein bisschen Rauch und ordentlichem Durchlüften lief dann auch alles wie am Schnürchen und wir genossen ein paar leckere Nudeln mit (im strömenden Regen, ja, mir lief das Wasser beim Bücken vom Rücken in die Hose!) frisch geerntetem Mangold – yumyum. Gegen den explodierenden Salat kommen wir kaum an, aber wir – vornehmlich ich – essen fleißig jeden Abend davon – gibt ja auch gleich ein viel besseres Gefühl, wenn man etwas Grün zu sich nimmt. Fotos vom aktuellen Zustand folgen!

Der Muckla hält uns ordentlich auf Trapp, bewegt sich auf dem gesamten Gelände aber überraschend sicher. Den Radius ohne uns hat er nach und nach erweitert und auch wenn man natürlich ein Auge auf ihn haben muss, ist es längst nicht so stressig, wie erwartet.

Der Kleine Muckla auf Entdeckungstour

Im Gegenteil: die Erkundungstouren mit Kind lassen einen über die Karlsborg-alltäglichen Dinge und Entdeckungen wieder neu staunen. So wurden schon so einige sehr interessante Tierchen entdeckt und neugierig beobachtet. Hier ein paar besonders schöne Exemplare (leider ohne Größenvergleiche, können bei Bedarf nachgeliefert werden).

Die Himbeeren sind heißbegehrt und werden täglich mehrfach besucht und eingefordert. Die sehen aber auch wirklich aus, wie aus dem Bilderbuch und schmecken tun sie auch!

Wir wechseln Ausflüge mit Ruhetagen ab – für den Muckla, aber auch für uns. Kleine Wanderungen mit der neu angeschafften Kraxe klappen gut und die fische Luft, die vielen Eindrücke und vor allem das Schaukeln führen zu sehr ungewöhnlichen Schlafzeiten und -posen bei Jonah.

In Västervik wurde beim ersten diesjährigen Besuch direkt ein ziemlich genialer Spielplatz gefunden und ausgiebig bespielt und neuer Lesestoff in einem netten Buchladen besorgt. Es wird besonders Gustavsson freuen zu hören, dass Muckla anscheinend einen extremen Hang zu allen Dingen, die fahren, haben – klar, Pettersson (hier gemint die Buchfigur) werkelt ja auch immer ordentlich mit Zahnrädern etc. herum. Das wurde beim Buchkauf gebührend berücksichtigt und nun lernen wir alle zusammen sämtliche Fahrzeugnamen auf Schwedisch. Die Smalsparet ist natürlich immer das absolute Highlight und wird mit begeisterten „Zug, Zug!“-Rufen und einem hektischen Laufen Richtung Gästehaus-Felsen begrüßt. Das Innere soll ja nun endlich in den kommenden Tagen auch mal besichtigt werden.

Morgen heißt es aber erst einmal wieder Ruhetag, nachdem wir heute den Regentag eigentlich ein bisschen im Schwimmbad im Västervik Ressort verbringen wollten, das aber ziemlich schnell abgebrochen haben, da man im Wasser kaum Platz gefunden hat (aber Hauptsache, es sind der Kinderbereich und die Umkleiden gesperrt, da dort der Abstand nicht gewährleistet werden kann – muss man nicht verstehen, aber eben auch nicht gut finden…). Alles in allem haben wir den Ausflug nach Västervik mit einem Einkauf und einem Besuch für Prillan im neuen RIESEN-Löppis aber dann noch gut genutzt und sind guter Stimmung wieder in der Karlsborg gelandet.

Ist ja klar: Regentag heißt volle Wassertonnen, heißt ein glückliches, entspanntes Huhn Prillan (, das ja sonst irgendwie immer denkt, dass wir alle an Wassermangel eingehen werden – nicht Trinkwasser, das haben wir ja genug… vielleicht dann an schmutzigem Geschirr, weil wir kein Regenwasser zum Abwaschen habe… man weiß es nicht so genau…Prillan übrigens auch nicht!)

Auf gehts also mit frischem Wasser in Woche 2 im kleinen Vasgöl-Wunderland für

Prillan, Henriksson und den Kleinen Muckla

alles & jede/r benötigt Struktur

Hier ein kleiner Tipp: die tägliche Wasserstandsmessung am Vassgöl.

08.07.2021: +115mm also ich will euch nicht langweilen, aber bis zum

19.07.2021: +88mm

ist der Wasserstand um 27mm abgesunken, dh. bei einer Fläche von 400m x 300m sind 324m³ abgeflossen bzw. verdunstet.

Nachstehend sehen wir den Wassermeister Gustavson mit seinem Gehilfen bei der Arbeit und auf dem Weg dorthin.

weitere Messergebnisse folgen und an die Bitte an folgende Karlsborganer die Messungen weiter zu dokumentieren!

Eine signifikante Wasserstandserhöhung durch badende Anwohner konnte aufgrund der Messmethode nicht ermittelt werden… 😉

Viele Grüße aus der Borg

Hej då Kerstin och Gustavsson

kopplar av, eller 42

1 Handtuch reicht!

es ist 22:38 und noch können wir das Spiegelbild des Waldes im Vassgöll sehen, ein leichter Dunst liegt auf dem See und es ist still. So still, dass man es hören kann – kein Mucks würde Pastevka sagen, aber wirklich keiner, und nicht nur heute, nein schon seit Tagen, eigentlich immer, nur sind wir nicht immer hier, so fällt das eben auf…

Sobald es etwas heller wird, geben die gefiederten Freunde alles, der Beamtenvogel fliegt kreuz und quer, die Natur gibt eben Vollgas, alle wissen der Sommer ist kurz.

Es ist warm und die dazwischenliegenden Regentage füllen die Tonnen und den See. Die Pegelstände der Talsperren im Harz wurden früher im Radio durchgegeben: „Okertalsperre – 32 Innerste -03… “ was das genau heißen sollte, wusste wohl nur der Eingeweihte. Ab morgen sind wir dabei: Vassgöll +-0 (10cm über Pfosten oder so ähnlich) gleich morgen mit dem Gliedermaßstab messen gehen und den Wasserstand dokumentieren…

Midsommar ist ins Wasser und „Covid“ zum Opfer gefallen, einzelne kleine Maibäume in Gärten mit Großeltern und Enkeln wurden gesichtet ansonsten, keine Partys.

Die grüne Hölle wächst…was ist Wildkraut und was ist die Schwarzwurzel, echt schwer auseinanderzuhalten, aber wir geben unser Bestes.. das Widerliche: „Ich schmeiß mich drauf und mach alles andere Platt-Kraut“, hat einen Namen “ Klettenlabkraut“ und es ist- hört hört – essbar! Eine Volksarzneipflanze, als Wildgemüse und in der Homöopathie verwendet (lt. Plinius dem Älteren: wirksam gegen Schlagen- und Spinnenbisse, Ohrenschmerzen und zur Blutstillung..der formhalber verweisen wir auf einen Beitrag bei Wikipedia. Aus den Samenkörnern lässt sich ein Kaffeeersatz herstellen, also Petersson ran an das Kraut!

Die bekloskie Tyskarna mit Mofa alias Gustavson – Brakelmann und Frau Schärstin mit Lastenrad und Bamse im Korb, wollten Milch, in dem so sehr angepriesen Coop Nära in Ankarsrum einhandeln, war aber nix..wenn EDV gehackt wird, gibst auch keine Milch…dann doch mit dem Auto nach Hjortet zum Landhandel..das Eis ist dort übrigens super lecker!

Wir kopplar av und geben zurück an die angeschlossenen Sender, Bilder folgen wenn wir Lust haben..

„Aus zweiter Hand …“ oder

Sigi Heinrich und Dirk Thiele …

Als das „Privat“-Fernsehen noch was Neues und irgendwie Aufregendes war, gab es logischerweise auch gleich (etwas tapsige) Versuche das journalistische und gleichzeitig unterhaltende Niveau der bekannteren Sportreporter des öffentlich-rechtlichen (also des richtigen Fernsehens) zu erreichen.

Wir wollen hier nicht von den medialen Gehversuchen eines Herrn Beckmann oder eines Uli Potofski berichten, die mit unglaublich häßlichen Klamotten in gnadenlos misslungenen Dekorationen erstmalig versuchten die schon leicht angeschlagene Quotenkuh „Bundesliga“ in ihrer Sendung „ran“ zu meucheln, sondern uns an die halten, die die etwas höher liegende Latte öffentlich rechtlicher Fachberichterstattung (heute werden dazu sog. Experten dazu gekauft, mit denen man mal Glück – Broich – oder richtig Pech -Schweini – haben kann) zu überspringen trachteten.

Die Referenz der eingekauften Privatesenderfachreporter lag höher. Das waren nicht nur der hier schon öfters zitierte Heribert Faßbender „Schönen guten Abend allerseits“ oder der noch nicht erwähnte Adi Furler „… Paul Schockemöhle reitet an … willig über Pulvermanns Grab … Nein, ein Abwurf, vier Fehlerpunkte, das Stechen ist verpasst …“ (Gääääähn beim zuschauenden 12 jährigen“ oder die unvergessene Klage „Behle, Behle, wo ist Behle …“ von Bruno Moravetz bei den olympischen Langlaufwettbewerben in Lake Placid. Nein, Vorbild und Maß waren die zahlreich kompetent-launigen Begleitungen mehr oder weniger spannender Wettkämpfe durch die Kollegen (Kolleginnen gab es da nur äußerst selten und in den entsprechenden Randsportarten), während diese Wettkämpfe stattfanden. Also „Live“ (was vielfach noch eine gesonderte Erwähnung in der Programmzeitschrift wert war).

Diese Liveübertragungen waren nun ein richtiger Angang. Fertige Bilder gab es wenige oder sie wurden als nicht ausreichend angesehen und nur dem beigemischt, was der Tross von ARD und ZDF am Veranstaltungsort produzierte und ins heimische Hamburg, Köln oder Mainz (Tagesschau, Sportschau, Aktuelles Sportstudio) übertrug. Das war teuer und manchmal gut.

Als nun die Herren Heinrich und Thiele beim werbefinanzierten und finanziell schwach bestückten Sender Eurosport anheuerten und dort Stadionflair verbreiten sollten (vor allem bei dem Quotenbringer Leichtathletik) gab es erstmal zwei Sachen: kein Geld und keinen Apparat. Das Geld ging für Sendetechnik und Herrn Kirchs alte Spielfilme drauf und einen Apparat aufzubauen, ging auch nicht so aus der Lameng.

Womit wir dann langsam zum Punkt kommen: die Lösung des Problems war einfach. Sigi und Dirk mussten a) alles und alle kommentieren (also jede Sportart und jedes Ereignis) und sie machten das b) aus einem Wanzstudio in München, wo die beiden Recken mit Proviant und Getränk versehen vor Minimonitoren saßen und direkt kommentierten, was da via bereitgestellter Bilder (heute würde man sagen „Feeds“) über den Äther versendet wurde. Und sie mussten das c) unendlich lange machen, denn es wurde rausgeballert, was kam und das stundenlang – war ja bezahlt. Live 2. Ordnung sozusagen.

Das als Ergebnis dieses infernalischen Dreiklangs Qualität und Informationsgehalt sehr unterschiedlich ausfielen und sich asymptotisch echt schnell einer Null-Linie näherten, kann man sich vorstellen – schließlich war der Kommentar hier wirklich live. Und das ohne das die beiden wussten, was da denn jetzt genau gezeigt werden würde. Das Ergebnis war um so schlimmer, je fachkundiger das Publikum an den heimischen Bildschirmen war, denn die beiden waren nicht nur überfordert und am A… ch, nein, die waren sich auch noch für keinen Kneipenspruch zu schade. Zotig-ranzige Sprüche über die körperlichen Merkmale muskelbepackter Sprinterinnen, Unkenntnis von Regelwerk und Modalitäten der übertragen Sportart, selbst-verliebtes Schwadronieren über das, was man alles schon gesehen habe und das „das da heute nun wirklich nichts sei“ füllten manche Sendestunde und brachte Zuschauer und vor allem Zuschauerinnen dazu wütend in die Sofalehne zu beißen.

Anyway: Sigi rules ok …

Aber – und das bleibt der Verdienst dieser hart arbeitenden Proletarier des Sendebetriebs – es wurden Bilder zur Ansicht gebracht, die das arrogante öffentlich-rechtliche einer Ausstrahlung nicht würdig fand., z. B. weil kein doitscher Athlet in der Disziplin vertreten war. Und das bleibt etwas über den Tag hinaus.

Und so will ich in Nachfolge von Herrn Heinrich und Herrn Thiel (oder Sigi und Dirk) den Versuch machen, nicht gesehenes zur Ansicht zu bringen und aus der Ferne die Erlebnisse von Bamse, Frau Kerstin und Herrn Gustavsson wenigstens in Ansätzen publizieren.

Grün war es. Warm war es bei der Ankunft. Dann regnete es. Wir ihr seht, waren die Kartoffeln gut im Saft, während anderes Gemüse sich hilfesuchend den helfenden Händen der Anreisenden entgegen streckte.

Gebaut wurde auch. Die in Bremen angefertigten Einbauschränke wurden lot- und waagerecht angebracht (und vermutlich auch gleich befüllt). Der Regen wurde weniger und der mitgebrachte Relaxsessel an der Schaukel zum Einsatz gebracht. Muss richtig nett sein, jedenfalls den euphorischen Mitteilungen der Hauptinsassin nach.

Sieht gut aus. Muss vor dem Midsommarfest gewesen sein. Da warten wir nun aber unbedingt auf O-Töne.

Sport und Spiel

So. Und um zum Anfang zurückzukehren: Sport gab es auch. Davon gibt es aber nur ein Standbild eines imposanten Filmes. Und – eingedenk der oben genannten Verdienste der beiden Helden ein Transskript eines möglichen Kommentars:

D.T.: „Das Wetter ist prächtig, wie immer in – äh Dings – Värmland. Nicht, Sigi, da warst Du doch schon mal.“
S.H. „Ja, Dirk, 1958 waren wir da bei den offenen schwedischen Ruderbootmeisterschaften. Das war in der Nähe von Oslo, dieser finnischen Großstadt an – halt dich fest – irgend so einem Meerbusen – haha, das war schon was. Aber da waren wir ja auch noch jung.“
D.T: “ Oh ja, Sigi, das kann ich mir vorstellen. Da freuen wir beide uns doch schon mal auf die Damenwettbewerbe morgen an dieser Stelle. Gerade wen die Babaradnikowa auf das Brett steigt. Das macht immer Freude, wenn die irgendwo drauf steigt …“


Eurosportlogo – * Werbeblock * (irgendwas mit Seife und dann Kinderspielzeug. Am Schluss ein Spot von Faber Lotto oder Lotto Faber). Dann wieder das animierte Eurosportgedudel mit Logo

S.H. „Zurück zum Sport. Unser Held, der Teilnehmer aus Bahrein oder Quatar oder so biegt auf die Zielgrade ein, man sieht die Anstrengung im Gesicht des Wüstensohns. Nun ist das Paddeln den Beherrschern der Oasen ja auch nicht in die Wiege gelegt. Aber dafür müht er sich redlich.“
D.T.: „Jetzt ist er endlich durch, eine Zeit von 6:34 oder 4:63, ich kann die Anzeigetafel nicht erkennen. Aber für einen Platz in der zweiten Runde sollte es reichen, das heißt wir sehen uns – wie auch Sie, liebe Zuschauer – hier morgen wieder. Bei ihrem Sender mit Herz und Schnauze. Sigi, zum Schluss noch ein Resümee …?“
S.H. „chhrrrrr, chrrrrr …. schmatz“
D.T. „Danke Sigi, und zurück zur Werbung.“

Har ni bra, Herr Gustavson,

hälsningar från Herr Pettersson

Wieder daheim

Seit gestern ist Schweden kein Hochinzidenzgebiet mehr. Nur noch Risikogebiet. Damit braucht man keinen negativen Test, um auf die Fähre zu kommen. Man hat 48 Stunden Zeit, zuhause zu testen, kann das Ergebnis nachträglich hochladen und damit die Quarantäne vermeiden.

Also eigentlich alles ganz easy.

So konnte ich ganz in Ruhe losfahren, hatte eine Stunde gewonnen und zum Beispiel noch die Fotos im Gästehaus und Schlafzimmer ausgetauscht. Das Pilztrockenbhaus sieht jetzt also auch so aus.

An der Fähre war dann trotzdem ziemlich viel Betrieb, richtig gelesen hatten die Mitreisenden die Infos nicht und eine Einreiseanmeldung dann ganz bräsig an der Scheibe auszufüllen muss man auch erstmal bringen. Letztlich ist aber egal, ob man die Zeit in der Schlange vor dem Counter oder in der Schlange im Autokäfig verbringt. Am Ende war es wieder ganz schnell.

Kleiner Hinweis für Einzelreisende: Finntrader, Kabine 3066, muss man nicht machen und kann vielleicht um eine andere bitten. Winzig (was ja egal ist), aber laut (die Maschine hört man sehr). Ich war aber müde und grundentspannt, hab also trotzdem recht gut geschlafen.

Dann bergab nach Bremen, 9:45 vor der Tür. Waschmaschine gestartet, Zeug ausgepackt (das meiste, jedenfalls). Dann 11:55 negativ getestet. Ergebnis hochgeladen. Jetzt darf ich auch wieder draußen rumrennen.

Wie immer, wenn man zurückkommt: viele Menschen, Stadtgeruch, laute. Luft kommt mir etwas drückend vor. Ich gewöhne mich wieder ein und freue mich auf das nächste Mal.

Hälsningar,

Herr Pettersson

P.S. Ich freue mich schon auf die Bilder aus dem Bereich Gemüsebau

Abschlussmeldung …

oder: die Entdeckung der Langsamkeit

die Überschrift könnte aus mehreren Sichten passen. Das „Runterbremsen“ hier in der Karlsborg oder die diesmal besser gelungene Integration von Homeoffice Anteilen in den Urlaub (war einfach: ich hab sowieso nur eine Sache pro Tag als „Programmpunkt gemacht. Und wenn das die Arbeit für neuland war, dann war das eben das. Und wenn ich an dem Tag auf dem Dachboden rumgekraxelt bin, war das mein Aktivitätsthema) oder die Beobachtung von vier Wochen Frühling hier.

Gemeint ist aktuell aber der Mangel an mobilem WLAN. Ich hab alles ratzeputz aufgebraucht (zuletzt mit der Mediathek) und muss jetzt mit roaming versuchen wenigstens ein paar Bilder in diesem Beitrag unterzubringen. Mal sehen.

Entdeckung der Langsamkeit 1: die Pixel werden gaaanz langsam rumgeschaufelt.

Vorher – nachher

Der Kirschbaum war weiß, als ich auf den Hof kam. Jetzt ist die Blüte der Äpfel schon fast vorbei und unser guter alter Freund wird auch dieses Jahr keine Früchte geben, hat sich aber am Wasser satt getrunken und schöne Blätter angesetzt.

Und die arme abgefressene Zwetschge lässt sich auch nicht unterkriegen, wie der Verlauf zeigt.

Meine Begeisterung für den Gartenbau und insbesondere die Hege und Aufzucht des edlen Erdapfels habe ich ausgiebig geteilt. Ich hoffe sehr, dass das dieses Jahr wieder was wird. Allerdings hat es die dornenlose Kulturbrombeere wohl nicht geschafft. Vielleicht hat Herr Gustavsson während seines Aufenthalts hier ja Lust eine Ersatzbeschaffung vorzunehmen.

Aktuell ist wieder gelb angesagt

Als ich ankam, war es noch ziemlich kahl. Die vorherrschende Farbe war das Gelb des Löwenzahns. Jetzt hat sich der Ginster gemeldet. Im Hummelparadies explodieren die kleinen Blüten und ich kann vermelden, dass auch die abgefressenen Büsche ihr bestes geben.

Und zum guten Schluss noch ein Suchbild

Aufgabe: Finde die Orgie im unschuldigen Weiß. (Kleiner Hinweiß: Suche rot-schwarz gestreifte Hormonjunkies). Anmerkung der Redaktion: Ich seh gerade, dass man nicht so viel sehen kann. Ich liefere ein besseres Bild nach. Die Kollegen Blattwanzen sind sehr ausdauernd und störungsresistent.

Fast Schluss

Morgen räume und putze ich, verpacke Dinge mausesicher, mache meine Einreiseanmeldung, geh noch mal baden und begebe mich – nach gebührender Verabschiedung – gegen 14:00 auf die Bahn.

Dann gibt es spätestens die nächste Nachricht, wenn ich mich in HB frage: „Hm, was hab ich eigentlich dagelassen?“ und dazu folgendes Bild anschauen kann:

Eigentlich kann ich also nächstes Mal mit Handgepäck reisen. Aber jetzt geh ich nochmal ins Spa. Ach ja.

Allseits gute Gesundheit wünscht

Herr Pettersson

Gölen är öppet, men ingen livsräddare …

„nu aber mal sofort runter vom Block, aber hallo“

ich war ja noch so richtig der Schwimmbadtyp (war mir immer eine zu hohe soziale Dichte, dort oder besser: ich hatte immer Schiss vor den großen Jungs), aber an die eindeutigen Ansagen der neben Schulhausmeistern deutschesten aller Aufsichtspersonen, nämlich die der Schwimmeister (sag bloß nicht Bademeister), kann ich mich nur zu gut erinnern.

Mit dem allerfeinsten Gespür erkannte jeder dieser Moppelköppe in knapper weißer Shorts und POLO-Hemd (!) jeweils, was der der kleine Ralf grade nicht (nämlich in die kalte Plörre springen) oder unbedingt (sich nämlich klammheimlich wieder auf das hoffentlich sichere Handtuch zurückziehen) wollte, um dann sofort und mit Stentorstimme (für die Philologen) oder rasendem Gebrüll (für die Realogen) eine völlig gegenteilige, aber keinen Widerspruch duldende Anweisung herauszuschnauzen. Und dann sprang ich …

In jedem Fall lebte diese Zunft immer ein interessantes Verständnis von Kundenorientierung – ganz eigen, sozusagen.

All das haben wir hier nicht. Keine testosterongesättigten Rumkrakeeler, kein gekacheltes Becken, keinen Startblock, aber auch (noch) kein Schwingseil oder eine Wasserrutsche (Herr Gustavsson ….?). Immerhin ist der kleine Pfuhl jetzt auf das allerfeinste durchgewärmt und so wurde heute Mittag die Schwimmsaison formal und mit der Langstrecke eröffnet – herrlich!

Sichttiefe 80 cm?

Gestern gab es auch noch die dunkle Seite des Göl. Ich musste die Badeleiter wieder festschrauben und dabei hat sich irgendwie der Bithalter gelockert und ist in unendlicher Zeitlupe nebst Torx ins Wasser geplumpst. Was für ein Nerv. Ist ja doch ziemlich dunkel und aktuell auch ziemlich tief. Ich hab alles versucht. Rein ins Wasser, getaucht, mit empfindsamen Füßchen getastet, wieder getaucht, Maske gesucht, nochmal rumgetüdelt. Dann 15 Minuten Magnetgefischt, dabei 15 Nägel, Schrauben, Lochblech und anderes Zeug erwischt, aber keinen Bithalter.

Dann also Aufgabe und neuen Halter besorgen. Aber ein letztes Mal kannst Du es ja noch versuchen. Und – Zack- da hing das gute Stück am Magneten. Jubelgeste, Beckerfaust, mashed potato und dann gaaaanz vorsichtig mit der Beute aufs feste Land.

Ordnung im Gemüsebeet

Das Beet wird. Die kleinen grünen Blättchen sind der neuseeländische Dauerspinat und die Reihen sprechen für sich.

Soziales

Gestern war übrigens wieder ein werktätiger Schwede da. Wollte Telefonmasten prüfen. Und Leitung checken. Hat er nicht gefunden. War leicht genervt von seiner Zentrale, als ich ihm sagte, dass die Leitung seit mindestens 15 Jahren nicht mehr in Betrieb wäre. Aber nettes Pläuschen gehalten. Wichtigster Satz: „Har du en bastun? En bastun måste du har!“ – Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich geh jetzt wieder rein.

Schönen guten Abend, allerseits

wünscht Herr Pettersson

Juni geht los …

was bedeutet, dass der Schwede sich innerlich auf Mittsommer einstellt …

und zwar völlig unabhängig von Niederschlag oder / und Außentemperatur.

Heute waren es im Maximum 15 Grad (also draußen), dabei aber auch gefühlt deutlich wärmer, weil die Sonne dem Karlsborginsassen auch hübsch auf das Fell schien. Starker Wind und puschelige Wölkchen machten es aber zwischendurch auch kühl und legten nahe, sich immer mal wieder warm zu arbeiten bzw. zu motioneran (motionerar ist das schwedische Sport für zweckfreies sportives Tun, mit und ohne Gerät, mit und ohne Distanzüberwindung, mit und ohne Mannschaften (also schlicht: „turnen“).

Drinnen war es sowieso wärmer, denn heute morgen habe ich aus dem schon mal zitierten nordischen Kochbuch die dänischen Haferflockenbrötchen gebacken (Teig abends angesetzt, im Kühlkeller gehen lassen und dann morgens fertig gemacht – lecker.

Außerdem ein drittes Mal Rhabarber geerntet (Wachstumsanregung muss sein und wirkt) und einen weiteren Pie gemacht, diesmal mit etwas Apfel als Ergänzung. Zu guter letzt habe ich Kupfer geputzt. War aber wieder kein Dschinn drin.

Ich freu mich an Blatt und Blume, bespreche die Kartoffeln und die etwas widerspenstigen Tomaten. Wird aber hoffentlich alles was.

Ich war mit Wilma einmal Steine holen und habe die gleich an der Mauer verarbeitet. Man sieht nix. Wie immer.

Dann hab ich noch was für Herrn Gustavsson. 16 Seiten Spezialbeilage Speedway. Mit dem kompletten Rennkalender für die Västervik-Arena. 500 Zuschauer sind mindestens zugelassen und zusätzlich kann man im Rennrestaurant einen lecker Grillteller mit Blick auf die Bahn verzehren.. Da geht doch was. Das Nachschlagewerk, inkl. aller Fahrerporträts, liegt im Wintergarten. Die Leserschaft erwartet Rennberichte, Hintergrundinformationen und kritische Analyse.

Die Außentemperatur hat auch was gutes, denn jeder Bastunbesuch kann mit Grund (aufwärmen) und Genuß (lecker Aufgüsse) erfolgen. Kann man aushalten.

Letzte Woche läuft. *seufz*

Herr Pettersson

Eine Arche brauchen wir nicht …

oder: es wird noch ein Schwedensommer

Seit gestern Nachmittag (pünktlich um 15:00) oder „strax klockan tre“ hat sich der Regen erstmal verabschiedet. Kann er auch. Vasgöl ist voll voll (also so voll, wie erst einmal beim Auswintern). Die Klampen der Badeplattform liegen 3 cm oberhalb der begleitenden Stempel. Das nämliche Teil an der Stirnseite liegt bei ca. minus 30 cm (bezogen auf die Wasseroberfläche). Ich würde also mal schätzen, dass wir so ungefähr 50 – 60 cm über dem Niveau des letzten (allerdings auch wieder sehr trockenen) Sommers liegen. Überall im Wald gibt es aktuell noch Matsch, Modder und Wasser. Allerdings ist es so kalt, dass die Mücken anscheinend noch nicht aktiv sind. Und auch das darf gerne so bleiben.

Außerdem wissen wir ja, dass der Boden hier das Wasser gerne durchleitet, jedenfalls nicht hält und insofern bin ich schon gespannt, was Herr Gustavsson zu berichten hat, wasserstandsmäßig.

Die Insektenwelt hatte es auch nicht nur kalt und nass sondern auch gefährlich. Alle Nistkästen scheinen besetzt, die Bachstelzen brüten diesmal unter dem Dach des Gästehauses (und scheinen den gesamten Raum großzügig zu isolieren, wenn man die Moosmengen und Grashalme zugrunde legt, die die beiden seit nunmehr 2 1/2 Wochen ununterbrochen eintragen). Da Herr und Frau Stelze aber auch sehr fleißig Insekten fangen, hab ich schon überlegt, ob inzwischen Jugendzimmer und Veranden angebaut werden mussten. Man weiß ja nicht, wie das beim gefiederten Nachbarn so läuft.

Stelze und Schnäpper können auch wieder besser jagen, denn ich habe heute mit dem wohl besten Mäher der Welt (Markenname ist „Klippo“) doch nun endlich Wiesen und Wege gemäht. Das fand die schwarzweiße Fliegenfressertruppe a) gut und b) überfällig. Es wurde jedenfalls unmittelbar rumgeflitzt und eingesammelt.

Die kombinierte Dokumentation der Gartengestaltung der der aktuellen Abendstimmung (21:10) seht ihr unterwärts.

Ich habe das Schnittgut erstmal liegen lassen. Ich könnte aber mit dem grundsanierten Holzrechen tätig werden. Sechs neue Zinken aus Eichenholz gehobelt und geschmirgelt, Ein Weidenzweig eingearbeitet. Total schöne Arbeit am gestrigen Nachmittag.

Nicht gemäht wurde der „Erker“ zum Apfelbaum. Iris, Kornblume und Tulpen sehen doch zu schön aus. Die lassen wir erstmal stehen.

Aus Forschung und Technik

In der Besteckschublade hab ich ein Dingens gefunden. Und auseinander genommen. Und entsorgt. Muss wohl eine Art Taschenlampe gewesen sein. Die Batterien jedenfalls waren ziemlich aufgedunsen und wurden darum von mir heute dem Sondermüll in Ankarsrum zugeführt. Details gleich unten.

Garten- und Innenarchitektur

Ich habe die Kartoffeln angehäufelt (hoffentlich nicht zu früh). Das sieht dann immer gleich so ungeheuer professionell aus, finde ich. Sowohl die Wirtschaftskartoffel wie auch die delikate Sorte des letzten Jahres zeigte Blattwerk über Niveau und wurde zwecks Ertragssteigerung etwas mit Erde überhäuft. So muss es sein.

Der neuseeländische Dauerspinat kommt auch. Bilder nächstes Mal. Zwiebel und Mangold sprießen. Dill auch. Nur die Schwarzwurzel zickt. Und Tomate und Chilie sind auch eher noch zwergwüchsig unterwegs. Aber, es wird ja (siehe oben).

Ich habe mir einen Wellnessplatz im Wintergarten angelegt. ich brauch ja nicht so viel Essplätze. Und so kann ich tags- und nachts in der Zone zwischen Draußen und Drinnen schaukeln, lesen, dösen und kaffeesieren. Sehr fein.

Einkauf

Ich war heute mit dem Rad in Ankarsrum und hab eingekauft und bin ein paar Infotafeln abgefahren.

Ich empfehle unbedingt einen Einkauf am Samstag vormittag. Da steppt der Ankarsrummer Bär. Jack Kerouac (oder ein Wiedergänger), ondulierte und Kurzhaarschnitt-Einkäufer:innen, Tippscheinabgeber, grau-haarige Sabbelköppe, deutsche angejahrte Jill Sander Touristinnen („Hier, in dem Brot sind doch wohl Körner drin …“, „Och nein, das das man bloß nicht wieder so süß ist …“ – Hammer!), niedlicher Staff (erster Job nach der Kindheit auf Saltkrokan und eine Kollegin, die wirklich schon alles gesehen hat und deren Kraft eindeutig in der Ruhe liegt) und eine so allgemein freundliche Stimmung, das es schon fast zu nett war.

Dazu hinterher ein Daimeis und eine Art von Gespräch mit dem örtlichen Beatnik an der unmotiviert an der Straße stehenden Bushaltestelle, der wahrscheinlich ungefähr das gleiche Geburtsjahr wie Herr Dylan sein eigen nennt, allerdings anscheinend medizinisch nicht ganz so gut versorgt wird wie der us-amerikanische Knödelbarde.

Rad fahren ging jedenfalls super und ich habe schon jetzt gar keine rechte Lust die gute Wilma in einer Woche Richtung Süden zu lenken. Einstweilen genieße ich das schöne Wetter und wünsche allseits gute Gesundheit. Und freu mich auf die Duelle unseres Heimatvereins mit dem Arbeitgeber des von mir hochgeschätzten Herrn Bartels,

schönen guten Abend allerseits,

Herr Pettersson

P.S. Ich bin wohl nicht nur der komische Deutsche mit dem Rad. Meine Vorliebe für die örtliche Tagespresse war jedenfalls schon eine kleine Neckerei an der Kasse wert. Nice.

Zwangsneurose? Oder Ordnungssinn?

Das darf man fragen, wenn man das hier …

Bretter vom dachboden, kenn Ihr schon

… mit einer kurzen Unterbrechung durch das hier …

Rhabarbarpie – zweite Fassung (hier: schäbiger Rest)

… in das hier verwanndelt …

rechte gestapelte Seite: Bretter, komma, diverse

Texterklärung: ich hab heut morgen das einigermaßen trockene Wetter ausnutzen wollen und zuerst mal unter der Fledermaushängezone auf dem Boden Pappe und Papier ausgelegt (sozusagen Moltex für Arme, die Fliegemäuse sind einfach nicht stubenrein).

Danach hab ich so für mich sinniert und erst überlegt Herrn Gustavsson einen Bretterstapel in die Remise zu packen. Aber dann wollte ich doch mal ausprobieren, ob mit Säge und Beil nicht doch das eine oder andere zerkleinert werden kann. Und bis auf sechs Belegbretter, die auf dem Scheunenboden einer weiteren Verwendung harren, war am Ende alles Kleinholz.

Die Ladepausen der Akkus für die Kreissäge (mit Hand war das echt zu mühsam und die Kettensäge wollte ich nicht ruinieren), habe ich für hacken und stapeln genutzt. Und – wie oben beschrieben – durch Fikapaus und eine Homeoffice-Session unterbrochen, war am Ende alles am Platz.

Bemerkung: ich verheize hier aber auch alle Popel in der Karolina, da darf man schon etwas Turbobrennmaterial für die Nachfolger bereit legen. Sägemehl wurde aufgefangen (Malerfilz) und in die Kackkompostbevorratung gegeben. Hier geht nichts einfach so verloren.

Danach hab ich noch versucht zu turnen. aber das war eher hüftsteif und unambitioniert. Rentnergymnastik, eben. Dafür hinterher aber warme Luft, kaltes und warmes Wasser im und um das Spa genossen. Wunderbar.

Apropos … Skorstenerna är rent

Gestern hab ich auch geturnt. vormittags. Deutlich ambitionierter als heute und eher freizügig (minimalistisch) bekleidet. Glücklicherweise drinnen, denn sonst hätte ich den plötzlich auftauchenden „Skorstenfägarmästare“ bestimmt geblendet.

So konnte ich ihn rechtzeitig sehen, die Pausetaste drücken, mir etwas Luftiges überwerfen und ihn gebührend empfangen. Schwedisch parlierend teilte er mit, dass er ja überrascht sei, das JEMAND da wäre. Was ich bestätigte, ich wäre meinerseits überrascht, das ER da wäre, da es ja einen Termin für den Juli gäbe. Davon wisse ER nichts, ER würde nur mal gucken, ob JEMAND da wäre, wenn ja, wäre vieles möglich, wenn nicht, wäre es zumindest ein netter Auflug. („Those Swedes again …!“). Darauf erwiderte ich, dass da ER nun einmal da sei, könne ER ja auch fegen, was der wackere Schwarzkittel bestätigte und flugs ans Werk ging.

Das ich dafür Elektrizität für den Staubsauger (Jockel) und eine Leiter für die Dacherklimmung bereitstellte, buchen wir mal unter Beitrag für die Völkerfreundschaft ab.

Im Gästehaus ging’s los und ich nutzte die Zeit, um schnell noch das letztmalig bemängelte Elchgeweih vom Schornstein im Haupthaus abzunehmen (obrigkitshörig und konfliktscheu – ich weiß). Dann war das Haupthaus dran und jetzt sind alle Züge wieder fein gereinigt. Rechnung kommt nach Deutschland und „Tschüss“.

Ich konnte den Kollegen noch für einen kleinen Gang in die Bastun motivieren, wo er auch gleich feststellte, dass sein Kollege wohl gerne ein Klappe im 45° Grad Ofenrohrbogen in der Sauna oder eine kleine Klappe zwischen Wand und Badeofen zur Inspektion hätte. Was hiermit weitergegeben wäre.

Ansonsten gallert es hier mal mehr und mal weniger (eigentlich eher mehr, was der Wasserstand des Vassgöl eindrucksvoll belegt). Sehr ergiebig. Ich hoffe, dass die toll angesetzte Apfelblüte nicht ertrinkt und setze auf die angesagte sonnige letzte Woche auf dem schönsten Männerspielplatz der Welt.

Ach ja, Hansi Flick wird Bundestrainer (komisch, dass man beim Bundestrainer verniedlicht – Jogi, Hansi), beim Bundespräsidenten (ist ja ämtermäßig auch nur eins drüber) nicht (Frankie kling ja auch komisch). Auf jeden Fall: Loddar darf schon wieder nicht und Effe ist ebenfalls draußen. Gemein.

Trotzdem allseits gute Besserung

Herr Petterson.