Vintersemester i Karlsborg

Kalt war’s, hübsch war’s

Wir (Imke und Ralf) waren diesem Januar (2025) in der Karlsborg. Das war echter Winter und sehr schön. Der Vassgöl war die ganze Zeit zu, aber nicht begehbar. Die Tage waren kurz und das Abkoppeln von Stress und Unruhe erfolgte quasi automatisch. Abgeschaltet hat zwischendurch auch die Technik (s. u.), ließ sich aber alles managen.

Küche hübsch gemacht

Innendienst stand im Vordergrund. Mit Hilfe einer Rolle Tapete vom Löppis, wasserfestem Lack, Byggmax Leisten und einer Unterkonstruktion aus alten Hartfaserplatten (Småland – Snorrland, eben) haben wir die Küche etwas aufgehübscht.

Die Arbeitsplatte ist geschliffen und lackiert, überflüssige Löcher sind geschlossen, das Spülbecken ist wasserfest eingedichtet und – optisch wirklich gut gelungen (meiner Meinung nach) – haben wir den funktionalen, aber etwas abgängigen „Fliesenspiegel“ aus Fußboden-PVC gegen eine schicke Papiertapete ausgetauscht. Damit das ganze nicht sofort wieder gammelt ist ist Wand dreimal mit wasserfestem Lack gestrichen. Trotzdem wischt Ihr bitte Spritzwasser und Schmuddel gleich ab. Es gibt noch Tapete im Wandschrank im Wohnzimmer, es kann also nachgearbeitet werden, falls nötig.

Fertig angerührten Kleister und Lack haben wir im Farbenladen in Västervik gekauft. Beide Fachgeschäfte an der Allén lohnen ohnehin einen Besuch, es gibt so tolle Tapeten da. Unser Favorit war Nordsjö Idé & Design – Möllers Färg. Aber auch Colorama ist lohnend und für uns ganz ungewohnte Beispiele für kompetente, freundliche und nicht nervende Bedienung – Fachgeschäft!

Knechtbank für das Gästehaus

Im Röda Korset Kupan haben wir diese hübsche kleine Knechtbank gefunden, die sich in ein Bett verwandeln lässt. Das ist zwar nur was für Kinder (ca. 165 lichte Länge), aber eine schöne Ergänzung der Schlafmöglichkeiten im Gästehaus.

Ich habe drei Schaumstoffmatratzen geschnitten und mit einem fantastischen Matratzendrell bezogen. Zwei davon kommen in den entstehenden Bettkasten und Nummer 3 ist das Sitzpolster – das hat auch ein eigenes Polster aus einem strapazierfähigen Outdoorstoff.

Die Matratzen sollten ab Auswintern 2025 zur Verfügung stehen. Ein Bettlaken muss noch besorgt werden. Ikea hätte da was (Älmhult?) oder das ehemalige Dänische Bettenlager (Västervik).

Dreharbeiten in Västervik

Wir waren diesen Winter öfter mal in Västervik. Stadt geht im Winter immer und einzukaufen war auch einiges. Auf dem Stortorget stand immer noch die Weihnachtsdekoration. Und man hätte sich fragen können, ob der Stadtverschönerungsverein Västervik das Abbauen der Weihnachtsdekoration zeitgleich mit dem Aufstellen der federgeschmückten Osterzweige geplant hat. Aber weit gefehlt.

In Västervik wurde für die Adventskalenderserie 2025 des schwedischen Fernsehens gedreht. Für Uneingeweihte: In der Vorweihnachtszeit gibt es in Funk- und Fernsehen (seit 1960) täglich kleine (jeweils eigene) Adventskalendersendungen. Dieses Mal wird es im TV um „Den Zeitdieb“ (Tidstjuven) gehen.

Es gab Absperrungen, Ausrüstung, Cateringservice für die ganzen Leute (nur nicht für uns oder echte Anwohnerinnen). Aber wir haben in der Bageri 66 zweimal den traditionellen Semla (Ralf) und das Sandwich (Imke) mit Blick auf Kunstschneegeriesel und lustig gewandete Schauspieler genossen. Ein Grund mehr im nächsten Winter schwedisches Fernsehen zu schauen.

Strom war zwischendurch Mangelware

Die Kälte hat den Akkus zugesetzt. Wir haben die Duschpumpe überlisten müssen (siehe: Aus- und Einwintern in der Burg) und auch im Haupthaus gab es einen Engpass. Indiz: das WLAN funktionierte plötzlich nicht mehr, den Rechner und ein iPad laden gab dem Akku dann den Rest. Wir haben ein weiteres Solarpanel temporär angeschlossen, um mehr Strom zu ernten, aber ohne Sonne machen drei Panels genauso viel Strom wie zwei – nämlich keinen.

Wir arbeiten an einer Lösung: Ich besorge für den nächsten Winter für alle Akkus eine Isolierung für die Kisten und eine Heizmatte; die Speicher selber scheinen noch gut zu sein. Alternativ müssen wir die Auswinterungsliste um „Akkus mitnehmen“ ergänzen. Das wäre aber erst die letzte Lösung.

Kleinarbeiten aller Art

Wir haben den Zaun repariert und einige Pfähle ergänzt. Der Glockenapfelbaum ist endgültig beschnitten, die Äste haben wir als Wildfutter nach draußen verbracht. Der Acker und das Staudenbeet sind für die ersten Frühlingsarbeiten vorbereitet. Einige der im Herbst gesetzten Frühjahrblüher auf Wiese, Beet und Acker haben sich schon herausgewagt und wurden auch schon teilweise angefressen. Das Ausbuddeln hatte sich unser langohriger Freund bis jetzt noch verkniffen.

Karlsborg im Winter: Unbedingt empfehlenswert

Trotz oder wegen der kurzen Tage, trotz oder wegen Heizen, langer Unterwäsche und schlafender Landschaft – die Karlsborg ist im Winter schön und gut für Leib und Seele.

Aus dem Waschhaus wird das Waldhaus

Wir können immer Abstellfläche brauchen und Schlafplätze auch. So wie es Findus vorgemacht hat, ist ein eigenes Haus was feines. Und weil das SPA nach unten gezogen ist und die Energicentralen in der Remise Platz gefunden hat, kann das Waschhaus zum Waldhaus werden.

Oktober 2022 – Demontage der Zwischenwand

Neuer Fußboden

… und Verkleidung von Wand und Decke. Byggmaxx und Recycling vorhandener Materialien sei Dank, wurde das Häuschen isoliert und Wände und Decke in März und Mai 2024 neu mit Folie und Holz verkleidet.

Aus einer Tür wird ein Fenster

Anschließend wurde aus der überzähligen Tür links ein Fenster. Im Mai 2024 wird ein weiteres Stück Karlsborg hübsch gemacht.

Mit Glas und Backe Stück für Stück weiter.

Jetzt macht es Spaß über eine erweiterte Terrasse nachzudenken.

Aber vorher gibt es im September 2024 ….

Strom mit eigener 12 V Insel im Waldhaus

Rollsplit, Kies und Beikräuter – Edition 2

Kies unten ist gereinigt und entkrautet. Kies oben jetzt auch.

Was unten eine gute Idee war, ist auch oben eine Option. Im September 2024 habe ich mir zum x-ten Mal die langsam zuwachsende Kiesfläche angesehen und entschieden: das wird jetzt angegangen. Wie unten unter Rollsplit, Kies und Beikräuter beschrieben, wurden die Steine rausgeharkt, gesäubert, der Boden ausgekoffert, Bodenvlies eingebracht und der Kies wieder draufgepackt.

Der Rückgriff auf Basistechnologie (ein gutes einfaches Standsieb) war hinreichend. Sand fällt durch, Steinchen bleiben vorne. Jedenfalls das mehrste.

Das Buddeln war mehr. Nur gut, dass die Fläche kleiner war. Oben war noch weniger Split im ersten Anlauf zu bergen. Immerhin haben wir damit unten den Parkplatz nochmal mit feinem Grus belegen können. Auch schön.

Zweite Phase, Vlies und wieder drauf, das Ganze. Dabei war die Steinpackung vor dem Eingang herausfordernd, denn die Bodenschicht ist dünn und der Wackermann darunter ist unverrückbar.

Der Rest vom Vlies unten war knäpplich, aber Byggmax sei Dank lässt sich sowas auch wunderbar in Schweden kaufen. Und so wurde fleißig gereinigt, verlegt und neu aufgebaut. Uns fehlt im Saldo noch etwas Split, da müssen wir noch mal bei, wenn der Weg zur Karlsborg das nächste Mal gemacht wird.

Immerhin haben die Begrenzungen das Anschrauben von Brettern erlaubt (hier ohne Abbildung), so dass in einer knappen Woche auch dieser Drops gelutscht war. Schön.

Seeterrasse reloaded

Genese eines Karlsborg-Projekts: „Is kaputt, muss heil gemacht werden!“ – wir sprachen drüber (Dachbodenzelt im Haupthaus).

Das nämliche hat sich für die Seeterrasse ergeben, die ihren Unterbau verloren hatte. Nach Demontage durch Herrn Gustavsson wurde ein feiner Metallunterbau angelegt.

Danach gab es im Juni 2024 eine neue Decke (aus alten und neuen Bohlen). Die neue Plattform findet nicht nur den Beifall des Erbauers sondern auch von Frau Natter. Prächtig.

Rollsplit, Kies und Beikräuter

Die Vorgeschichte

Die Splitfläche vor der Scheune kenne ich aus der Nähe ganz genau. Jedes Jahr zweimal habe ich das Grünzeug aus dem Split gepult. Wie Sisisphus war ich glücklich, wusste ich doch, Wass zu nämlicher Zeit im nächsten Jahr wieder als Aufgabe auf mich wartete – zumal die Zahl der Nachahmer sehr überschaubar war. ich glaube, bis auf Ruscha hat da niemand unten gehockt und gejätet.

Start und erste Justierung

Im Oktober 2022 wurde eine nachhaltige Lösung gestartet: Kies weg, Kies sieben, Erde weg, Wurzelvlies drauf, Kies wieder rein. So war der Plan. Hat aber nicht geklappt. Das Kies-Erdegemisch hatte sich zu einer quasi wasserbundenen Decke verfestigt, die musste gelockert und ausgeharkt werden. Außerdem musste das Niveau des Bodens abgesenkt werden.

Am Anfang wurde erfolgreich ein Überlauf von der blauen Tonne am Gästehaus in Richtung Beerengarten und Fahnenmast verlegt.

Kies im Schönheitssalon

Der Split hatte sich mit dem lehmigen Untergrund eng verbunden, das habe ich mit dem Brecheisen zentimeterweise gelockert, dann ausgeharkt und das Steinige auf den Haufen „zu reinigen“ verbracht. Das sandige Substrat ist auf dem Parkplatz gelandet, das ist ja ohnehin so gefräßig wie das Bermudadreieck.

Technik und ihre Grenzen

Im März 2023 kam die Kieswaschmaschine von Axel zum Einsatz. Die Idee war toll: Kies rollt in der Trommel, Sand fällt unten raus, mit Wasser wird nachgewaschen und der Kies purzelt vorne raus. Alles picobello.

Dabei wurde die Rechnung ohne das Gewicht des Waschguts und die sehr unterschiedlichen Korngrößen gemacht. Am Ende haben die beiden Jungs den ganzen Kram wie die Goldwäscher am Klondike von Hand in Maurerbalgen gespült. Eine Schweinearbeit und ein echter Rückenbrecher. Chapeau!

Wiederaufbau

Der Wiederaufbau im Oktober war dann eher easy. Das Bodenvlies soll verhindern, dass Wurzeln von unten durchwachsen. Ich denke mal, dass so auch ein nächster Reinigungszyklus leichter wird. Aber da wollen wir erstmal für die nächsten 10 Jahre gar nicht drüber nachdenken.

Mein persönlicher Zenmeditationstip am Ende jedes Aufenthalts in der Karlsborg: einmal den Kies harken und dabei alles in die ruhige Führung des Rechens legen.

Dachbodenzelt im Haupthaus

Die neuen Projekte entstehen auf zwei Wegen. Möglichkeit Nummer 1: „Is kaputt, muss (besser) neu gemacht werden“ oder „mal versuchen, was man draus machen kann“.

Der Ausbau des Dachbodens ist ein Beispiel für die zweite Variante. Von Frühjahr 2021 bis Herbst 2023. Jetzt ist es fertig.

Start: raus mit dem Dreck

April 2021. Es zieht kalt nach unten – sollte man mal isolieren. Eben mal schauen. Igitt, was für ein Dreck (Asche mit Staub aus mehr als hundert Jahren). Erstmal raus und dann die Frage: Kann man aus dem Dachboden was machen?

Die erste Schicht ist raus, die eingelegten Bretter fliegen als nächstes (und sind inzwischen schon verheizt).

Umsiedlung in die Scheune

Ganz am Anfang wurden die Fledermäuse (mit festen Handschuhen wg. Tollwutgefahr) in die Scheune umgesiedelt. Das hat wunderbar geklappt. Jetzt kacken sie da den Boden voll!

Lesestoff und Puzzlematerial für weitere 100 Jahre

Als Isolierung wurde Västerviks Tidningen eingesetzt. Viel spannender Lesestoff. Und durch die auf dem ersten Bild dokumentierte Aufschrift ist bewiesen: Herr W. Pettersson (und vermutlich die zugehörige Katze) lebten in der Karlsborg.

Rein mit einem neuen Boden

Als nächstes im Oktober 2021 der Fußboden. Wg. Kälte draußen halten. Dazu erst Folie als Dampfsperre, dann Robinienspäne als dauerhafte Isolierung und schließlich neue Dielenbretter.

Im April 2022 Folie und Glaswolle unter die Decke.

Dachschräge und Giebel

Im Oktober 2022 Verkleidung der Dachschrägen mit Profilholz

Fenster von Ghepetto

Im April 2023 Fenster rein und Giebel verkleiden

Restarbeiten und Probeschlafen

November 2023: Balken verkleiden, Schalter und Kabel verlegen – jetzt auch mit Bett

Ich empfehle das Schlafen im Dachbodenzelt. Im Mai 2024 im Praxistest erprobt.

Vilken värme!

Hejsan und Grüße aus der Karlsborg. Tag 7 für P., N. und F. – oder auch Maja, ? und ? Irgendwie ist diese Spitznamen-Geschichte bei uns in Vergessenheit geraten. Da müssen wir wohl noch einmal neu tätig werden! Oder kann uns jemand helfen und weiß die Namen noch?

Aber zurück zum eigentlichen Thema, das uns die letzten Tage mehr oder weniger außer Gefecht gesetzt hat. Es war nämlich wirklich, wirklich heiß. 35 Grad Spitzentemperatur mit einer derart brennenden Sonne … uff. Da kamen wir, Kerstin, Herr Gustavsson und Bamse ordentlich ins Schwitzen.

35 Grad in Ankarsrum - åt helvete!
35 Grad in Ankarsrum – åt helvete!

Von Schattenplatz zu Schattenplatz und zwischendurch der See

Und so schlichen wir von Schattenplatz zu Schattenplatz und sprangen zwischendurch zischend in den See – der übrigens auch schon reichlich warm war. Für die Nachwuchs-Wahlschwedin wurde ein Plantschbecken aufgebaut und das wurde ausgiebig genossen! Dafür, dass sie fürs Plantschen und „Schwimmen“ bisher wenig zu begeistern war, eine reichlich schöne Entwicklung. Einen Ort für das Platschbecken zu finden, erwies sich wenig überraschend als Herausforderung. Immerhin ist die Karlsborg nicht unbedingt für flache Wiesenflächen bekannt. Schatten (zumindest am Nachmittag und Abend) und eine einigermaßen gerade Fläche fanden wir nur bei der Außendusche. An der Zaungrenze befinden sich jetzt die am besten bewässerten Disteln der ganzen Karlsborg-Umgebung.

Viel zu heiß für das Vogelhäuschen!

Nicht nur uns wurde deutlich zu warm. Am dritten Tag dieser heftigen Hitzewelle kamen die Meisen aus dem Vogelhäuschen geflattert. Glücklicherweise war es Bamse ebenfalls zu heiß und er machte keinerlei Anstalten, den kleinen Vögeln zu Leibe zu rücken. Diese stellten sich aber auch durchaus geschickt an und nur das mutige erste Vögelchen landete einmal auf dem Sonnenschirm direkt vor unserer Nase. Drücken wir Ihnen die Daumen, dass sie den Start ins Leben gut überstehen.

Posen kann der oder die Kleine schon einmal gut 🙂

Rückblick und Ausblick

Heute sitze ich bei erfrischenden 18 Grad und Regen im Wohnzimmer des Haupthauses und tippe diesen Beitrag. Irgendwie komisch sich an die 35 Grad zu erinnern … In den nächsten Tagen wollen wir noch mehr schreiben und unter anderem auch von einer baulichen Ergänzung des herrlichen Hofes erzählen – wobei das eigentlich Herrn Gustavsson und Kerstin gebühren würde. Aber vielleicht kann ich ihnen zumindest die „Arbeit“ eines Blogartikels abnehmen 🙂

Hej då von Maja und den namenssuchenden Zweien N. und F.

Stühle und dreckige Hosen

Unter dem Kirschbaum stand immer so ein ausufernder Busch, der sich grün und wüchsig, aber wenig blühfreudig präsentierte. Der ist jetzt wech! Und es ist Platz für ein Blumen- oder Staudenbeet. Ich habe nachgelesen: Ölands-Blödmann (die gelben Pieksesträucher am Beetrand) kann man vermehren, indem man Zweigspitzen einbuddelt (und am Busch dran lässt). So wie Stachelbeeren bilden die dann am eingebuddelten Sproß Wurzeln. Das ist Plan für 2021.

Außerdem sind die alten neuen Küchenstühle für den Wintergarten geweißelt und die Tischplatte abgezogen worden. Die selbst bezogenen Polster wurden mit der Kraft von Petterssons Kehrseite in die vorgesehenen Aussparungen gedrückt und ich finde, es sieht wirklich gut aus.

Im Västervik-Retrovik habe ich dann noch den vierten Stuhl zur Serie gefunden. der wird auch noch bezogen; abgeschliffen und gestrichen ist er. Zusammen mit den beiden kleinen Stühlen, die im Schlaf- und im Gästezimmer stehen, haben wir jetzt sechs stilistisch passende Sitzgelegenheiten.

im obigen Bild übrigens mein neues Schwedisch-Wörterbuch zu sehen (für 5 Kronen im Löppis gekauft).

Und dann wird ein Tomatendach gebaut. Plan ist die Westseite des Waschhauses. Material wird zum Auswintern mitgebracht (also noch lange hin).

Neues Geschirr – ganz schön alt

Im Kupan …

… des Röda Korset in Västervik ist uns ein schönes und vielteiliges Tafelgeschirr über den Weg gelaufen. Und ich konnte nicht anders. Jetzt steht es in der Karlsborg.

Ja, ich weiß, … wir hatten ein schönes sechsteiliges Service von Winterling im Bestand, sogar mit Sauciere und Schüsseln, aber mir persönlich war das Design immer etwas zu sehr 80er für den alten Schwedenkotten. Bei den üblichen Besuchen in den Löpissar hab ich immer mal hingeschaut.

Das Geschirr sah mir zunächst nach industrieporzellan aus, erst dachte ich an etwas aus einem Krankenheaus oder der Gastro, aber dafür ist es zu zart. Letztlich scheint es mir ein lange benutztes und sorgsam gepflegtes Privatporellan (für die gute Stube geschont) zu sein.

Keine Schüsseln …?

Die scheinbar fehlenden Servierschüsseln („Wo haben die denn die Kartoffeln drin serviert?“) habe ich nicht gefunden. Aber der Vergleich mit anderen Angeboten und Fotos kompletter Tafelgeschirre sieht mir so aus, als ob der Schwede einfach keine Schüsseln kannte und kennt und – vielleicht wg. der pragmatischen Grundeinstellung der Schweden – einfach aus dem Topf serviert und derselbe aufgetischt wurde.

Aktuell warte ich auf eine Sendung aus Nürnberg, denn dort habe bei einem ähnlichen kleinen Veredler https://porzellan-im-hinterhof.de/, die fehlenden Servierschüsseln als Neuware (auch 2. Wahl) entdeckt.

Die sind im übrigen inzwischen angekommen (in Bremen) und werden passen:

Echt alt? Echt alt!

Beim Durchschauen des Services habe ich mehrere Stücke mit Stempel und viel ungestempelte gefunden. Interessanterweise finden sich zwei verschiedene Stempel.

Man kann die im internet finden: signaturer.se/Sverige/lidkoping.htm und z. B. http://www.ochs-schwetzingen.com/html/rosenthal-bodenmarken2.html.

Das passt auch zum wikipediaartikel zum Produzenten: https://sv.wikipedia.org/wiki/Lidk%C3%B6pings_porslinsfabrik.

Die Porzellanfabrik hat zunächst Rohgeschirr bzw. erstgebranntes Geschirr importiert und dann bemalt, neu gebrannt und so veredelt. Zunächst war das alles sehr schlicht und wurde erst später üppiger, ornamentaler und auch um eigene Schaustücke ergänzt. Anscheinend wurde nicht nur Weißgeschirr importiert, sondern auch fertiges. Anscheinend wurde auch in Selb bei der dortigen Rosenthal eine solche Blaurandlinie hergestellt und nach Schweden exportiert.

Beide Stempel lassen sich auf 1922 – 24 datieren. Das Geschirr ist damit fast 100 Jahre alt und passt ins Objekt.

Ich fände es schön, wenn wir auch diesen Teil des Karlsborg Inventars wie Verwalter betrachten und für die nächsten 100 Jahre bewahren könnten.

Übernahme Winterling

Das bisher genutzte Geschirr steht aktuell im Gästehaus, könnte in den Löppis oder von jemand anderen benutzt werden.

Geprüfte Wanderrouten in und um Västervik

Auf www.vastervikoutdoor.com/vandring sind einige kurze und lange Wanderrouten um Västervik zu finden. Den Gladhammarslederna können wir dabei wärmstens empfehlen.

Im Herbst 2021 haben wir diese Wege getestet:

Vindåsen und Hulohamn

Zum einen einen schönen Weg in der Nähe von Loftahammar: https://www.vastervik.com/produkt/vindasenhulohamn/. Der ist (mit den beiden Teilstücken) auch kinderbegehbar, bietet einige schöne Pausen- und Ratsmöäglichkeiten und ist (bzw. war das zumindest im September) pilzträchtig.

Ankarsrumslingon

Als zweiten weg haben wir die Ankarsrumschleife des Tjustledens gemacht. Dieser Weg ist auch in der Terrängkartan eingezeichnet. Gestartet sind wir beim Coop (mit gekauften Lördagsgodis) und konnten daselbst danach auch unsere Fahrräder wieder abholen (nachdem wir uns noch ein Literchen Milch und etwas zum Schnabulieren gekauft haben.

Der Weg findet sich auf der Seite mit dem Gladhammarleden und heißt Ankarsrumsslingon: https://www.vastervik.com/produkt/gladhammarslederna/ (linke Seite der Karte). Der Weg führt zu einem tollen Wasserkraftwerk mit einer irre langen und sehr großen Wasserleitung aus Holz. Sehenswert!