Ostern 2021: Nachklapp und Ausblick

Jetzt wieder normales Internet

Wir sind seit Dienstag früh wieder in Bremen. Die Rückfahrt verlief geschmeidig.

Alles geputzt, wie üblich. Umbauten an der Türschließanlage im Wintergarten inklusive (weil Schlüssel weg). Neue mäusesichere Verpackung in kleiner Alukiste und dem überzählige Gaskühlschrank. Aufgeklappter und mit Zettel („LEEEER!“) versehener Brotkasten. Entsorgungsrunde in Ankarsrum (die Container stehen immerhin noch). Dann bei Eiseskälte und mit Schnee nach Malmö.

Covid-getestet am Checkin bei der Ausreise für 399 SEK / Nase (ein Wohnwagen war das Testzentrum. Im Grunde so wie bei Snatch, nur alles etwas kleiner).

Über Nacht dann gemütlich über die Ostsee geschüsselt. Schneeschauer hinter Hamburg. echt mieses Wetter („lass uns umdrehen“), aber trotzdem schön, wieder in der Heimat zu sein. Jetzt erstmal Quarantäne. Am Samstag der hoffentlich verkürzende Test. Sogar für umme, weil Jens, Angie und Bovi einmal die Woche einen Test zahlen. Also eigentlich zahlen nicht die, sondern wir, aber egal.

Dazu normales Internet. Und deswegen jetzt ein Abriss der letzten Tage vor der oben beschriebenen Heimfahrt.

Episode 1: Geokoordinaten sind auch so eine Sache

Wir haben ja noch mal die Einkaufssituation erkundet, waren in Hjorted und in Totebo und wollten dann auf dem Rückweg noch den seltsamen Großfelsen in Dynestad besuchen, der via Nurtzertip als empfehlenswerter Ort ausgelobt wurde. Und zwar sogar mit Foto. Dynestad ist ein größerer Hof zwischen Frödinge und Fagersand, man kommt da zu Fuß auf der überaus traditionellen Molen-Route vorbei – wenn auch in etwas Entfernung. Wir sind da hin und wurden von Tante Google auch darüber informiert, dass wir nun unser Ziel erreicht hätten und 20 Meter nach links besagter hausgroßer Felsen liegen solle.

War nur aber nicht so. Das Foto zeigte einen Menschen in einem Eichenwald vor Felsen. es gab aber gar keinen Eichenwald und nur normale Steine. Entweder war das wieder ein Wurmloch oder das schon mehrfach bemühte Spiegeluniversum. Die Fotosite gab es jedenfalls nicht. Wir sind dann trotzdem etwas rumgelatscht und haben unter anderem drei uralte Eichen gefunden. Die – über die Plastefolien im Hintergrund bitte ich hinweg zu sehen – doch ganz imposant waren.

Episode 2: Seehund

Das Seekayak wurde aus der Remise raus und unter das Dach gehängt. Vorher gab es aber noch eine kleine Seefahrt. (See-)Mann mit (See-)Hund. Letzterer skeptisch, aber dem Chef vertrauend. Interessant: beim Einstieg war Axel (also der Mann) schneller und eleganter. Beim Ausstieg ging das vice versa. Da war Bamse (also der Hund) deutlich fixer wieder auf festem Boden.

Episode 3: Dachboden

Der Dachboden ist jetzt so sauber, dass man anfangen kann mit einem Staubsauger den Rest wegzumachen.

Rechts neben dem Schornstein sieht man etwas braunes Holz. Dort muss früher einmal ein Aufgang gewesen sein. Der wurde wohl in den späten 30gern geschlossen und mit Hobelspänen isoliert. Darunter lagen Zeitungen, die wir zum Teil geborgen haben.

Jetzt haben wir bei einer Giebelhöhe von 1,85 m Platz für ein paar Schlafplätze (nachdem wir Boden und Dach gesäubert, isoliert, foliert und verbrettert haben). Wo wir die Zuwegung bauen, wird noch diskutiert. Entweder per Stiege von innen (nicht ganz so einfach) oder per Außentreppe (nicht ganz so komfortabel). Man wird sehen.

Episode 4: Weltpolitik und Lokales von 1938

Ich habe ein paar Fotos gemacht.

  • der Staat kommt mit seinem Geld klar, wenn auch nur so lala (kennen wir)
  • in Abessinien versucht der Völkerbund zu vermitteln (und heute die UN im Jemen?),
  • Mussolini rasselt mit Waffen, bekommt aber einen Ehrensäbel geschenkt (das hofieren von Diktatoren kennen wir heute übrigens auch),
  • die schwedische Nazipartei trifft sich zu einem Protesttreffen gegen die „Diktatur der Demokraten“ (war da nicht aktuell was von „Corona-Dikatatur) und
  • ein autoritär regierender Ungar feiert 16 Jähriges Herrschaftsjubliäum (nein, nein, nicht Orban. Der damalige hieß Horthy und war Admiral. Hä? Admiral in Ungarn??? – die haben doch gar keine Küste).

Merke: Geschichte wiederholt sich nicht. Sie verläuft nur ähnlich.

Außerdem Vermischtes: Werbung für 1a Leinentücher und einen Restposten an Damenkleidern und die allfälligen Familienanzeigen über die vielen ganz normalen Menschen, die „bescheiden und still nach einem arbeitsreichen Leben verstarben“, „von ihren Familien und Freunden betrauert wurden, die einfach weiter machten, weil man das eben so macht“. Nicht zu vergessen die amtlichen Bekanntmachungen, die hier von Konkursen und (Zwangs-)Versteigerungen berichten.

Episode 5: Pettersson und Findus

Fotodokumentarisch der schon gespoilerte Beweis der Herkunft der Petterssons in Totaler und im Ausschnitt.

Wir freuen uns jedenfalls auf das weitere Lesen der alten Blättchen. Und auf die Suche nach Herrn M. Pettersson in den Archiven des Grundstücksamtes. Die sind nämlich alle öffentlich und remote zugänglich. Davon dann aber später mehr an dieser Stelle.

Und bevor ich mich Mitte Mai wieder aus der Karlsborg melde, wünschen wir: „bleibt gesund und rund und fröhlich“

Hälsningar,

Herrar Gustavsson och Pettersson

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