- so oder so ähnlich sagt man das wohl auf Platt.
… der auf schwedisch eigentlich nur söndag oder helgen (Wochenende) heißt …
… ist schon fast rum.
Und das liegt nur teilweise am rumdrömelnden Karlsborg-Personal, das sich die Zeit mit kleineren Elektroinstallation (Herr Gustavsson hat u. a. das Beleuchtungskonzept im Gästezimmer umgestellt und bei der Gelegenheit gleich eine USB Ladebox eingebaut) oder Reinigungen vertreibt (Herr Pettersson hat u. a. Fenster im Wintergarten geputzt, als echten und krönenden Abschluss des Wochenprojektes), denn heute morgen war es eine Stunde später, wg. Umstellung von Normal- oder Winterzeit auf Unnormal- oder Sommerzeit – also war eigentlich schon Mittag, als wir aufgestanden sind oder mindestens halb acht, was ja auch schon ganz schön spät am Tage ist.
Sommerzeit ist einfach (hatte ich in dieser Loseblatt-Sammlung auch schon mal irgendwann angesprochen). Da ist ist es dann später dunkel oder länger hell oder irgendwie so. Ist aber eigentlich total wurst, weil heutzutage ja alle Uhren Funkuhren sind und die wissen sowieso viel besser, wie spät es ist. Von Hand umstellen ist die absolute Ausnahme und auch in die falsche Richtung drehen kann eigentlich nicht mehr passieren, weil in jedem Haushalt irgendwelche Referenzuhren rumliegen und wenn es die vom Handy sind. Und so ist die Gefahr selber halb neun zu haben, wenn alle anderen schon bei halb 11 sind – oder umgekehrt – mehr eine Geschichte von früher, also nicht ganz früher, da gab es nämlich noch keine Zeitumstellung, aber so mittelfrüher, als die heutigen 30 Jährigen noch Puper waren und Telefone am Draht hingen und so. Also eben früher früher.
Aber darum geht es ja gar nicht.
Aufgefallen ist mir die Sommerzeitgeschichte nur deshalb, weil ich in irgendeinem Newsfeed (auch sowas, was es früher nicht gab, da gab es eine Zeitung und die Tagesschau und die haben Nachrichten verbreitet. Außer bei Schulausfall wegen Sturm oder Hitze, das wurde im Radio verkündet [Hansawelle], gleich nachdem die Hafenarbeiter mit kryptischen Aufrufen in die Arbeit bestellt wurden „benötigt werden die Gänge 6, 9 und 11 sowie die Vorarbeiter 23 und 4“ – uuuuh, spooky). Aber, nee, wo war ich … also in einem Newsfeed gelesen habe, dass die Sommerzeit bzw. die Umstellung für allerlei Unbilden verantwortlich sei, u. a. auch Depressionen und Verdauungsbeschwerden (von und bei Menschen, Kühe geben angeblich weniger Milch) und ich mir gedacht hab: „Was für ein Schwargel!“. In Myanmar werden Leute von irgendwelchen Militärfaschos erschossen, im Suezkanal hängt an einer festgefahrenen Riesenblechwanne das gesamte Wirtschaftssystem des freien Westens (auch so ein Begriff von früher, da gab es noch die UdSSR und die war nicht der freie Westen … aber, halt, ich schweife ab), in Europa züchten wir uns die nächsten gefährlichen Virusmutanten, weil irgendwelche Brazzen und Brazzos ihre Selbstverwirklichung beim Laid Machaid oder Chai Latte im In-Café vermuten und die veröffentlichte Meinung hat nichts besseres zu tun, als sich mit quersitzenden Furzen wg. einer Stunde mehr oder weniger Schlaf zu beschäftigen. Und dabei wissen wir doch alle (auch schon von früher), das Reizmagen und Reizdarm unmittelbar mit Durchmachen und daraus folgendem Schlafmangel zu tun haben. Jedenfalls bei manchen.
Haaalt. ich merke: Da sprach der Nörgler – Kehrt …
Netter und schon fast beängstigend geschmeidig läuft es im Bastelkeller der Bekenntnis-Schweden.
Gestern wurden die letzen Streicharbeiten am Wintergarten gemacht. Überwiegend weiß, aber auch ein oder zweimal hellgrün, denn ein altes Ornament wollte wieder original restauriert werden. Dann Besuch von Mats, Plausch über den Zaun, in einer Art Schwedisch und mit mehr Rätselraten als echtem Verstehen (aber das kennen wir ja), dem Aufbau der neuen Regentonnen auf der Terassenseit, vewrkoipplung derselben und Einbau von zwei Zapfhähnen und als Tagesabschluss einem langen Spaziergang (soweit die zwei kaputten rechten Knie tragen).
Später lecker Abendbrot mit selbst gemachten eingelegten Bratheringen und – zum Schlafengehen – dem Beginn ergiebiger Regenfälle, die alle Tonnen komplett füllten. Das ist mal perfekt: alle Außenarbeiten fertig, was vorbereitet und der Rest geht wie von selbst.
So macht der Sonntag trotz ungemütlicher Witterung doppelt Spaß, mit netten Aktivitäten (siehe oben), letzten Zierleisten im Wintergarten und einem neu sanierten Nistkasten als Topping. Da kann der Yoga-Kurs mit Vale heute um 17:30 starten. Auch wenn ich statt des Lotussitz mehr so halbseitig gelähmt rumeier. Aber das war früher auch anders, da gab es nämlich kein Yoga sondern Gymnastik, und da wurde vom Steißpauker noch richtig gedrückt, wenn der Proband das Klappmesser nicht richtig hinbekommen hat. Und gewippt wurde, auch wenn es die Muskelfasern im Bündel zerriss. Aber was sag ich, davon wisst ihr ja alle nichts, stattdessen gibt es Magenaua wegen Zeit. Naja.
Aber, es ist wie es ist und gerade deswegen allseits gute Besserung.
Herr Gustavsson und Herr Pettersson (beide ohne Magenprobleme)