Was soviel heißt wie: „der Computer ist angekommen“
Unruhe und Reizbarkeit erlebe ich bei Axel selten. Er ist, um es mal mit einer Phrase zu sagen, „viel ruhiger geworden“. Am ehesten merkt man das bei der Arbeit. Zielstrebig würde ich ihn nennen, fokussiert und – ich hab das vorne schon mal erwähnt – eigentlich nie um eine Lösung verlegen, auch wenn das Unvorhergesehene, wie vorhergesehen, eintritt.
Aber auch diese Reserven kommen an Grenzen, das konnte ich heute sehen. Und deshalb bin ich so froh, dass „datorn har kommit“.
Der Hintergrund: Der schwedische Paketbote ist anscheinend gerne mal genauso ein Napf, wie sein deutscher Kollege.
Auch hier in Sverige können wir das wohlwollend als Ausnahme beschreiben, der Arbeitsüberlastung in Zeiten von Corinna (Copyright hierfür liegt bei Ruscha) anlasten oder auch der Unübersichtlichkeit einer 12 Einheiten umfassenden Posteinwurfanlage (vulgo „Briefkästen“) zuschreiben (bei denen, dass muss man allerdings wirklich wohlwollend festhalten, bei mehr als einem Drittel der Nachname „Henrikson“ lautet).
Eine leichte Säuernis mag sich trotzdem einstellen, jedenfalls, wenn in der Sendungsverfolgung (in den letzten Tagen die von Axel meist aufgerufene Seite im gesamten Internet) drinsteht, dass der Empfänger schriftlich benachrichtigt sei und das Paket im CoopNära in Ankarsrum nunmehr zur Abholung bereit liege, wiewohl der Adressat der Sendung nämliche Mitteilung nie erhalten hat (in irgendeinem Briefkasten wird sie wohl schlummern) und ergo weder wusste, dass die nämliche Sendung auf Abholung warte, noch wo er das – noch nicht mal wirklich für ihn bestimmte – Paket abholen könne. Extrem vertrackt, das.
Und als ob das noch nicht gereicht hätte, war Axel, der gestern Abend einem gerichtsnotorisch bekannten Stalker gleich das Henriksonsche Anwesen umkreiste, dann doch noch nach Ankarsrum gefahren und im CoopNära (öppet till 21:00) vorstellig geworden. Dortselbst sah er SEIN PAKET liegen. konnte auch auf es deuten und den Anspruch namhaft machen. Aber, da er weder glaubhaft machen konnte nämlicher M.H., für den das Paket bestimmt wäre, zu sein noch überhaupt die notwendige Benachrichtigungskarte, die ja laut Internet in seinem Briefkasten hätte auffindbar sein müssen, vorlegen konnte, wurde er in aller Freundlichkeit abschlägig beschieden und war bedient – in zweierlei Hinsicht.
Kurzum: wäre der Herr Z. ein Schnellkochtopf gewesen, wäre das Sicherheitsventil kurz vor Peng gewesen. Und das mit Recht.
Er hielt sich wacker, ohne Zweifel, aber eine leichte Dämpfung des ansonsten sonnigen und ausgeglichenen Gemüts (siehe oben) war unverkennbar. Und so war die Freude groß, als heute Abend die Abholung des Pakets als vollzogen gemeldet werden konnte. Mats hat eine kleine Portion edle Tropfen ohne Nuss bekommen. Und Axel seine Möhre. Seitdem sitzt er dran – herzlichen Dank.
Und jenseits des Datorn?
Bis kurz vor halb sechs gab es auch eine Welt. Und wenn doch der eine oder andere kleine Schatten auf ihr lag, haben wir doch auch etwas gemacht. Homeoffice für die Rettung des eCommerce as usual (durch mich).
Lecker Salat zur Mittagspause, eine grundreparierte Pumpe, etwas Trockenmauer und die Vorfreude auf eine späte Badstugan-Sitzung. So war der Dienstag.
Die Bilder kommen gleich. Erstmal muss der Text reichen.
Das war unser Mittach. Lecker Salat. Der Erdkeller ist jeder Frischezone im Kühlschrank überlegen. Alles noch knackig und gut zu verarbeiten.
Rettungsdienst
Die Pumpe hat Ihre Dichtigkeit verloren. Und damit ging der Pumpenhub auf Null. Nix Wasser. Was macht man, wenn eine gekröpfte Gummidichtung sich in Brösel zerlegt?
Erstmal demontiert man,
und demontiert man.
Dann nimmt man Maß und bastelt eine runde Gummischeibe aus irgendwelchem Spielplatzmaterialrest, das man als Abstandhalter für die Zuladung verwendet hat,
Dann bohrt man die Mitte mit einem Topfbohrer aus,
Und hat – jedenfalls im groben, die erforderliche Dichtung.
Sodann montiert man
und montiert man
und montiert man
bis die Pumpe wieder tut. Ich erspare Euch die Ehrenrunden mit verkanteter Dichtung und Drahtbürsten- sowie Schmirgelpapier- und WD40-Einsatz, das trübte (trub?) nur das schöne Gesamtbild.
Rest und Fazit
Danach Steine wuppen bei mir, Kiefer mahlen bei Axel, dann Hunderunde und der erlösende Anruf. Siehe oben,
Sauna war feinst, Spiegeleier zum Abendbrot, fetter Vollmond. Im Saldo: „War jut jewesen, hat Spaß jemacht!“
Na, da bin ich ja erleichtert, dass Datorn har kommit! Mit, oder ohne meinen Liebesbrief? Wohl ohne, da Mats edle Tropfen ohne Nuss bekam…. Man beachte das „Zeugs“ in der Seitentasche. Bitte aufblasen. 😝
Das Vorzimmer von Herrn Direktor schreibt:
Alles gefunden, Ballon aufgepustet, Gerätschaften inspiziert – tutto bene.
Ralf