Die Stromversorgung in der Karlsborg läuft über 12 Volt. Aktuell gibt es drei Kreise.
In der Werkstatt plus Gästehaus
Im Haupthaus
Im Waldhaus (aktuell nur mit kleiner Batterie)
Es gibt auch ein Akkuladegerät, das auf 12 Volt läuft. Damit können die Makitaakkus geladen werden. Das Ladegerät muss am Batteriekasten in der Scheune in einer der Steckdose dort eingesteckt werden (Bajonettverschluss). Bitte checkt, welche Steckdose angeschlossen ist (ich meine es ist die oben rechts). Wenn die Akkus über 12 V geladen sind, muss man den Akku einmal an das 220V Ladegerät anschließen, denn die Akku-Elektronik erkennt den Ladezustand nicht.
Dazu den 12V-220V Wandler an die Batterie, Ladegerät rein, Akku drauf, 10 Sekunden später ist die Elektronik des Akkus wieder in der Lage den Ladestand zu erkennen. Ladelampe ist grün.
220 Volt
In der Remise steht ein Dieselgenerator, der über eine Verkabelung alle Gebäude mit Strom versorgt – wenn er läuft.
Es braucht 4 Schritte, um den Jockel zu starten (siehe Bild).
Vier Schritte zum Jockel starten
Sobald der Generator läuft das Metallflexrohr an den Auspuffauslass anhängen, ein Metallrohr an das Flexrohr nach draußen legen, damit man in der Remise nicht verwelkt.
Schaut Euch das in Ruhe an, eigentlich ist das narrensicher.
Die Dieselversorgung erfolgt über einen externen Kanister. Rechtzeitig nachfüllen, Dieselaggregate müssen erst relativ mühselig entlüftet werden, wenn sie auf einen leeren Tank laufen.
Im Ordner im Haupthaus (rechte Schranktür) findet sich auch die ausführliche Bedienungsanleitung.
Falls der Jockel läuft, kann man damit auch sehr gut die Makita-Akkus aufladen, auch Computer laden bietet sich an, das zieht doch relativ viel Strom.
Aus unserer einen Mülltonne, die in der Sommersaison einmal alle vier Wochen geleert wird, sind (in der gesamten Kommune) vier (4) Tonnen mit acht (8) Fächern geworden.
Unsere Nachbarn aus der Hildersborg haben auch vier bekommen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob wir die alle brauchen, auf jeden Fall kann jetzt auch vor Ort in der Borg recycelt und sortiert werden. Für den Kompost beschicken wir weiterhin die eigenen Kompostcontainer, das ist zu wertvoll zum Wegschmeißen.
Die Containerstationen im öffentlichen Raum (z. B. Västervik und Ankarsrum) gab es bisher weiterhin, ob sich das in Zukunft ändert, weiß ich nicht. Aktuell haben wir noch alle Optionen.
Unsere vier neuen Mülltonnen auf dem Vassgölsvägen
Wir (Imke und Ralf) waren diesem Januar (2025) in der Karlsborg. Das war echter Winter und sehr schön. Der Vassgöl war die ganze Zeit zu, aber nicht begehbar. Die Tage waren kurz und das Abkoppeln von Stress und Unruhe erfolgte quasi automatisch. Abgeschaltet hat zwischendurch auch die Technik (s. u.), ließ sich aber alles managen.
Küche hübsch gemacht
Innendienst stand im Vordergrund. Mit Hilfe einer Rolle Tapete vom Löppis, wasserfestem Lack, Byggmax Leisten und einer Unterkonstruktion aus alten Hartfaserplatten (Småland – Snorrland, eben) haben wir die Küche etwas aufgehübscht.
Die Arbeitsplatte ist geschliffen und lackiert, überflüssige Löcher sind geschlossen, das Spülbecken ist wasserfest eingedichtet und – optisch wirklich gut gelungen (meiner Meinung nach) – haben wir den funktionalen, aber etwas abgängigen „Fliesenspiegel“ aus Fußboden-PVC gegen eine schicke Papiertapete ausgetauscht. Damit das ganze nicht sofort wieder gammelt ist ist Wand dreimal mit wasserfestem Lack gestrichen. Trotzdem wischt Ihr bitte Spritzwasser und Schmuddel gleich ab. Es gibt noch Tapete im Wandschrank im Wohnzimmer, es kann also nachgearbeitet werden, falls nötig.
Fertig angerührten Kleister und Lack haben wir im Farbenladen in Västervik gekauft. Beide Fachgeschäfte an der Allén lohnen ohnehin einen Besuch, es gibt so tolle Tapeten da. Unser Favorit war Nordsjö Idé & Design – Möllers Färg. Aber auch Colorama ist lohnend und für uns ganz ungewohnte Beispiele für kompetente, freundliche und nicht nervende Bedienung – Fachgeschäft!
Knechtbank für das Gästehaus
Im Röda Korset Kupan haben wir diese hübsche kleine Knechtbank gefunden, die sich in ein Bett verwandeln lässt. Das ist zwar nur was für Kinder (ca. 165 lichte Länge), aber eine schöne Ergänzung der Schlafmöglichkeiten im Gästehaus.
Ich habe drei Schaumstoffmatratzen geschnitten und mit einem fantastischen Matratzendrell bezogen. Zwei davon kommen in den entstehenden Bettkasten und Nummer 3 ist das Sitzpolster – das hat auch ein eigenes Polster aus einem strapazierfähigen Outdoorstoff.
Die Matratzen sollten ab Auswintern 2025 zur Verfügung stehen. Ein Bettlaken muss noch besorgt werden. Ikea hätte da was (Älmhult?) oder das ehemalige Dänische Bettenlager (Västervik).
Tisch, Stühle und Knechtbank im Gästehaus
Dreharbeiten in Västervik
Wir waren diesen Winter öfter mal in Västervik. Stadt geht im Winter immer und einzukaufen war auch einiges. Auf dem Stortorget stand immer noch die Weihnachtsdekoration. Und man hätte sich fragen können, ob der Stadtverschönerungsverein Västervik das Abbauen der Weihnachtsdekoration zeitgleich mit dem Aufstellen der federgeschmückten Osterzweige geplant hat. Aber weit gefehlt.
In Västervik wurde für die Adventskalenderserie 2025 des schwedischen Fernsehens gedreht. Für Uneingeweihte: In der Vorweihnachtszeit gibt es in Funk- und Fernsehen (seit 1960) täglich kleine (jeweils eigene) Adventskalendersendungen. Dieses Mal wird es im TV um „Den Zeitdieb“ (Tidstjuven) gehen.
Es gab Absperrungen, Ausrüstung, Cateringservice für die ganzen Leute (nur nicht für uns oder echte Anwohnerinnen). Aber wir haben in der Bageri 66 zweimal den traditionellen Semla (Ralf) und das Sandwich (Imke) mit Blick auf Kunstschneegeriesel und lustig gewandete Schauspieler genossen. Ein Grund mehr im nächsten Winter schwedisches Fernsehen zu schauen.
Strom war zwischendurch Mangelware
Die Kälte hat den Akkus zugesetzt. Wir haben die Duschpumpe überlisten müssen (siehe: Aus- und Einwintern in der Burg) und auch im Haupthaus gab es einen Engpass. Indiz: das WLAN funktionierte plötzlich nicht mehr, den Rechner und ein iPad laden gab dem Akku dann den Rest. Wir haben ein weiteres Solarpanel temporär angeschlossen, um mehr Strom zu ernten, aber ohne Sonne machen drei Panels genauso viel Strom wie zwei – nämlich keinen.
Wir arbeiten an einer Lösung: Ich besorge für den nächsten Winter für alle Akkus eine Isolierung für die Kisten und eine Heizmatte; die Speicher selber scheinen noch gut zu sein. Alternativ müssen wir die Auswinterungsliste um „Akkus mitnehmen“ ergänzen. Das wäre aber erst die letzte Lösung.
Kleinarbeiten aller Art
Wir haben den Zaun repariert und einige Pfähle ergänzt. Der Glockenapfelbaum ist endgültig beschnitten, die Äste haben wir als Wildfutter nach draußen verbracht. Der Acker und das Staudenbeet sind für die ersten Frühlingsarbeiten vorbereitet. Einige der im Herbst gesetzten Frühjahrblüher auf Wiese, Beet und Acker haben sich schon herausgewagt und wurden auch schon teilweise angefressen. Das Ausbuddeln hatte sich unser langohriger Freund bis jetzt noch verkniffen.
Karlsborg im Winter: Unbedingt empfehlenswert
Trotz oder wegen der kurzen Tage, trotz oder wegen Heizen, langer Unterwäsche und schlafender Landschaft – die Karlsborg ist im Winter schön und gut für Leib und Seele.