Nach genau einer Woche in der Karlsborg nun endlich auch ein Statusbericht von Prillan, Herr Henriksson und dem Kleinen Muckla! Die Tage sind – wie immer hier – verflogen und haben wettertechnisch alles für uns bereitgehalten: Ankunft bei Sonnenschein, dann Sonne mit ordentlicher Brise, es folgte wechselhaftes Sonne-Wolken-Regen-Spiel, das heute in einem ziemlich durchregneten Tag gipfelte. Wobei, das trifft es nicht so ganz! Eigentlich waren es viele aneinander gereite, sintflutartige Schauer, die die Regentonnen im Nu wieder überlaufen ließen. Die waren nämlich schon fast leer und der Regen somit sehnsüchtig erwartet. Schon Mittwoch wurden uns Gewitter und ordentlich Wasser vom Himmel angesagt und was wurde draus? Nix, denn das Wetter war eigentlich den ganzen Tag richtig gut bis auf ein paar Tropfen am Nachmittag – so eine Enttäuschung! Zum Glück stimmte die Vorhersage von heute dann doch und es ergossen sich Sturzbäche vom Himmel, die große Pfützen auf dem Kies hinterließen, den Weg in einen kleinen Bach verwandelten und den Wasserstand im Vasgöl um ca. 2cm anstiegen ließ (Ja, wir erfüllen voller Eifer die Aufgabe, die Wasserstandmessungen lückenlos fortzuführen!).
Alles in allem also ein erfolgreicher Tag, wenn einem auch unwillkürlich die Bilder aus NRW etc. in den Kopf schossen. Aber – Entwarnung! – wie angesagt, endete der Tag in einem recht sonnigen Abend. Aber holla, ist es abgekühlt! Wieder so ein Glück, denn heute konnte endlich die Carolina angeschmissen werden, um das Abendessen zu kochen! Vorher hat die Wärme doch eher dazu eingeladen, etwaige Verstärker derselbigen lieber zu lassen. Nach dem Bau einer Muckla-sicheren Barriere in die Küche, ein bisschen Rauch und ordentlichem Durchlüften lief dann auch alles wie am Schnürchen und wir genossen ein paar leckere Nudeln mit (im strömenden Regen, ja, mir lief das Wasser beim Bücken vom Rücken in die Hose!) frisch geerntetem Mangold – yumyum. Gegen den explodierenden Salat kommen wir kaum an, aber wir – vornehmlich ich – essen fleißig jeden Abend davon – gibt ja auch gleich ein viel besseres Gefühl, wenn man etwas Grün zu sich nimmt. Fotos vom aktuellen Zustand folgen!
Der Muckla hält uns ordentlich auf Trapp, bewegt sich auf dem gesamten Gelände aber überraschend sicher. Den Radius ohne uns hat er nach und nach erweitert und auch wenn man natürlich ein Auge auf ihn haben muss, ist es längst nicht so stressig, wie erwartet.

Im Gegenteil: die Erkundungstouren mit Kind lassen einen über die Karlsborg-alltäglichen Dinge und Entdeckungen wieder neu staunen. So wurden schon so einige sehr interessante Tierchen entdeckt und neugierig beobachtet. Hier ein paar besonders schöne Exemplare (leider ohne Größenvergleiche, können bei Bedarf nachgeliefert werden).
Die Himbeeren sind heißbegehrt und werden täglich mehrfach besucht und eingefordert. Die sehen aber auch wirklich aus, wie aus dem Bilderbuch und schmecken tun sie auch!
Wir wechseln Ausflüge mit Ruhetagen ab – für den Muckla, aber auch für uns. Kleine Wanderungen mit der neu angeschafften Kraxe klappen gut und die fische Luft, die vielen Eindrücke und vor allem das Schaukeln führen zu sehr ungewöhnlichen Schlafzeiten und -posen bei Jonah.

In Västervik wurde beim ersten diesjährigen Besuch direkt ein ziemlich genialer Spielplatz gefunden und ausgiebig bespielt und neuer Lesestoff in einem netten Buchladen besorgt. Es wird besonders Gustavsson freuen zu hören, dass Muckla anscheinend einen extremen Hang zu allen Dingen, die fahren, haben – klar, Pettersson (hier gemint die Buchfigur) werkelt ja auch immer ordentlich mit Zahnrädern etc. herum. Das wurde beim Buchkauf gebührend berücksichtigt und nun lernen wir alle zusammen sämtliche Fahrzeugnamen auf Schwedisch. Die Smalsparet ist natürlich immer das absolute Highlight und wird mit begeisterten „Zug, Zug!“-Rufen und einem hektischen Laufen Richtung Gästehaus-Felsen begrüßt. Das Innere soll ja nun endlich in den kommenden Tagen auch mal besichtigt werden.
Morgen heißt es aber erst einmal wieder Ruhetag, nachdem wir heute den Regentag eigentlich ein bisschen im Schwimmbad im Västervik Ressort verbringen wollten, das aber ziemlich schnell abgebrochen haben, da man im Wasser kaum Platz gefunden hat (aber Hauptsache, es sind der Kinderbereich und die Umkleiden gesperrt, da dort der Abstand nicht gewährleistet werden kann – muss man nicht verstehen, aber eben auch nicht gut finden…). Alles in allem haben wir den Ausflug nach Västervik mit einem Einkauf und einem Besuch für Prillan im neuen RIESEN-Löppis aber dann noch gut genutzt und sind guter Stimmung wieder in der Karlsborg gelandet.
Ist ja klar: Regentag heißt volle Wassertonnen, heißt ein glückliches, entspanntes Huhn Prillan (, das ja sonst irgendwie immer denkt, dass wir alle an Wassermangel eingehen werden – nicht Trinkwasser, das haben wir ja genug… vielleicht dann an schmutzigem Geschirr, weil wir kein Regenwasser zum Abwaschen habe… man weiß es nicht so genau…Prillan übrigens auch nicht!)
Auf gehts also mit frischem Wasser in Woche 2 im kleinen Vasgöl-Wunderland für
Prillan, Henriksson und den Kleinen Muckla