„nu aber mal sofort runter vom Block, aber hallo“
ich war ja noch so richtig der Schwimmbadtyp (war mir immer eine zu hohe soziale Dichte, dort oder besser: ich hatte immer Schiss vor den großen Jungs), aber an die eindeutigen Ansagen der neben Schulhausmeistern deutschesten aller Aufsichtspersonen, nämlich die der Schwimmeister (sag bloß nicht Bademeister), kann ich mich nur zu gut erinnern.
Mit dem allerfeinsten Gespür erkannte jeder dieser Moppelköppe in knapper weißer Shorts und POLO-Hemd (!) jeweils, was der der kleine Ralf grade nicht (nämlich in die kalte Plörre springen) oder unbedingt (sich nämlich klammheimlich wieder auf das hoffentlich sichere Handtuch zurückziehen) wollte, um dann sofort und mit Stentorstimme (für die Philologen) oder rasendem Gebrüll (für die Realogen) eine völlig gegenteilige, aber keinen Widerspruch duldende Anweisung herauszuschnauzen. Und dann sprang ich …
In jedem Fall lebte diese Zunft immer ein interessantes Verständnis von Kundenorientierung – ganz eigen, sozusagen.
All das haben wir hier nicht. Keine testosterongesättigten Rumkrakeeler, kein gekacheltes Becken, keinen Startblock, aber auch (noch) kein Schwingseil oder eine Wasserrutsche (Herr Gustavsson ….?). Immerhin ist der kleine Pfuhl jetzt auf das allerfeinste durchgewärmt und so wurde heute Mittag die Schwimmsaison formal und mit der Langstrecke eröffnet – herrlich!
Sichttiefe 80 cm?
Gestern gab es auch noch die dunkle Seite des Göl. Ich musste die Badeleiter wieder festschrauben und dabei hat sich irgendwie der Bithalter gelockert und ist in unendlicher Zeitlupe nebst Torx ins Wasser geplumpst. Was für ein Nerv. Ist ja doch ziemlich dunkel und aktuell auch ziemlich tief. Ich hab alles versucht. Rein ins Wasser, getaucht, mit empfindsamen Füßchen getastet, wieder getaucht, Maske gesucht, nochmal rumgetüdelt. Dann 15 Minuten Magnetgefischt, dabei 15 Nägel, Schrauben, Lochblech und anderes Zeug erwischt, aber keinen Bithalter.
Dann also Aufgabe und neuen Halter besorgen. Aber ein letztes Mal kannst Du es ja noch versuchen. Und – Zack- da hing das gute Stück am Magneten. Jubelgeste, Beckerfaust, mashed potato und dann gaaaanz vorsichtig mit der Beute aufs feste Land.
Ordnung im Gemüsebeet
Das Beet wird. Die kleinen grünen Blättchen sind der neuseeländische Dauerspinat und die Reihen sprechen für sich.
Soziales
Gestern war übrigens wieder ein werktätiger Schwede da. Wollte Telefonmasten prüfen. Und Leitung checken. Hat er nicht gefunden. War leicht genervt von seiner Zentrale, als ich ihm sagte, dass die Leitung seit mindestens 15 Jahren nicht mehr in Betrieb wäre. Aber nettes Pläuschen gehalten. Wichtigster Satz: „Har du en bastun? En bastun måste du har!“ – Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich geh jetzt wieder rein.
Schönen guten Abend, allerseits
wünscht Herr Pettersson