Linnaea bor. ist die emblematische Blume Smålands, hab ich gestern im remote Schwedischkurs gelernt. Das arktische Moos- oder Erdglöckchen ist (Obacht: jetzt bloß nicht durch ungekennzeichnete Zitate die kürzlich geschwundene Familienministerin machen) „… die einzige Art der Pflanzengattung Linaea in der Familie der Geißblattgewächse“. (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Moosgl%C3%B6ckchen). Siehste wohl!
Irgendein Horst oder eine Ella haben jedenfalls irgendwann beschlossen, dass jede schwedische Provinz sich doch auch eine Blume aussuchen solle, die neben Namen, Hauptstadt, Lieblingsgeruch und sonstwas für eben jene stehe. Da kann nun das wirklich niedliche Moosglöckchen nüschte für und das etwas von Linné benanntes in Schweden immer auf die sichere Seite führt ist, auch schon mal ambach (also klar). Aber, und jetzt kommt es, ich habe dies putzige Gewächs hier noch nie (bewusst) gesehen. Das erste selbst geschossene Foto des hiesigen Glöckchens auf diesen Seiten wird mit einer Marabou-Schokotafel nach Wahl prämiert – versprochen.
Ich hab gestern einfach behauptet, dass die hiesige Provinzblume der Löwenzahn sei oder auf gut schwedisch: die Maskros. Löwenzähne oder Kuhblumen sieht man aktuell nämlich buchstäblich überall. Wenn ich die Schlauberger auf der globalen Müllhalde richtig verstehe, gibt es davon ganz viele Arten, die man alle irgendwie auch verwechseln kann. Aber das ist mir echt schnurz, denn gelbe Blüten ham’se alle. Als Salat kann man sie essen und harntreibend wirken sie auch (weshalb der Franzose das Kraut im Volksmund passenderweise auch “ Pissenlit“ nennt). Sagt auch Wikipedia jedenfalls (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%B6wenzahn_(Taraxacum)). Wir haben reichlich. Konkret da, wo die Hottis nicht dran rum fressen.
Und zum Wettbewerb zwischen Moosglöckchen und Löwenzahn: Der Campingplatzweg bringt jedenfalls deutlich mehr gelb als rosa. Und ist aber auch wirklich hübsch mit den vielen schönen Ausblicken.
Aktivitäten
Ich hab inzwischen 2/3 des Dachboden gefegt und ausgesaugt (feucht aufnehmen kommt noch). Die drei dort wohnhaften Fledermäuse hab ich (eine schon zweimal) in den neuen Fledermauskasten gebracht (ohne Fotos, um die nicht noch mehr zu nerven), das hat die Bande aber nur randlich interessiert. Jeden Morgen krabbeln sie nach der Arbeit wieder auf den Boden und markieren, was das Zeug hält. Da werden wir wohl noch ein förmliches Verfahren einleiten müssen. Das wird allerdings schwierig, denn erstens scheinen sie rechtsschutzversichert zu sein und zweitens wirken sie extrem bedürftig. Zumal alle drei extrem inkontinent zu sein scheinen. Das Ersatzheim wird jedenfalls weiter empfohlen (und ja: immer nur mit Handschuh, denn die Viecher sind echte Virenträger übelster Art). Ich schau mal, ob sie morgen noch zuhause rumhängen (Haha!), dann mach ich ein Bild.
Heute war Einkauf (Schweden-Trikots und Essen und so) angesagt. Und außerdem hab ich mit Retrovik ein neues Löppis-Mekka in Västervik entdeckt. Eine unglaubliche Fläche in mindestens drei Gebäuden. Vom Altmöbel und der Antquität bis zum echten Löppis alles da. Ich hab 5 Küchenstühle für je 8 Euro mitgenommen, vielleicht überzeuge ich Herrn Gustavsson davon, die nach dem Aufarbeiten anstatt der Plastestühle im Wintergarten zu verwenden. Retrovik ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Werkzeug, Möbel und Geschirr bis zum Abwinken.

Da ich heute nicht auf den Dachboden will, hab ich Wilma noch mit ein paar Steinen für die Trockenmauer voll gepackt. Da muss auch Material her, bevor wieder alles überwachsen ist. War jetzt ein Kofferraum voll und damit vier Karren. Sch ****nd schwer, das.
streuselte Endmoräne.
Vegetation
Die Pflanzen werden jeden Tag wilder. Staatsblume hin oder her. Die Espen schlagen langsam aus, die abgefressene Zwetschge gibt alles, die Apfelbäume fangen an zu knospen und zu blühen und – auch wenn sie überhaupt keine Funktion in der Provinz Småland haben, finde ich Gänseblümchen und blaue Hornveilchen auf jeden Fall auch erwähnens- und zeigenswert.
Wellness
Ich hab heut schon Yoga gemacht und geturnt. Allerdings indoor. War mir zu frisch, draußen. Ich schmeiß jetzt die Bastun an, denn bei morgens 6 und tagsüber 16 Grad darf man sich abends mal durchwärmen. Vor allem, wenn der See einfach nicht über die 12 bzw. (mit aller Liebe) über die 13 Grad rauswill.
Abhärtung wäre das Stichwort, um trotzdem hin und her zu schwimmen! Und das täte wahrscheinlich für gute Gesundheit sorgen (wenn ich auf das Eisschwimmen nicht einfach verzichten würde, den Göl als Tauchbecken nach der Sauna zu nutzen muss reichen). Aber ich werde noch nach hinten schwimmen. Da muss man ja auch mal nach dem Rechten sehen.
Bis dahin allseits gute Besserung!
sagt Herr Pettersson