Die erste Woche ist rum (heute abend vor 7 Tagen bin ich angekommen). Und das heißt allerlei (was ich Euch im Detail erspare und dazu auf die vorherigen Beitäge verweise).
Eingebremst
Wie immer nach einer Woche landet der kreisende Geist auf einem verlassenen Feldflughafen und die alte Constellation verweigert erneute Starts. Das Tempo nimmt ab, Ohren und Augen schärfen sich und Störungen (Homeoffice!) merkt man als solche.
Ein kleiner Abendspaziergang mit einem rufenden Kuckuck auf einem Baum und einem posenden Kranichpaar sind Tageshighlights. Krimis lesen und eine Stunde unter Anleitung turnen sind gewaltige Punkte auf der Tagesliste. Plötzlich ist wieder Zeit für Musik – auch wenn es Spotify ist. Und ausgehend vom Soundtrack aus Coen’s „Brother, where art thou“ mach ich mich auf die Reise durch alte Platten, längst vergangene Konzerte und spüre die Gänsehaut im Nacken, als ich das erste Mal die schreppelige Gitarre von Steve Earle („Devils right hand“) gehört habe – long gone and still missed.
Das nur am Rande: wieder Z U H Ö R E N zu können, das ist für mich die Karlsborg. Und das macht so Lust auf Musik. Und , mein Gott, wie vermiss ich das in echt. Und ich merke, welchen Stress ich schiebe, dass das zuhause so gar nicht geht. Grade läuft übrigens Billy Bragg, den Titel dürft Ihr Euch aussuchen …. Und jetzt kommt Tracy Chapman (die ich mindestens so verehre, wie Amanda Gorman, die Mr. Biden gesagt hat, was in seiner Amtszeit anliegt und was möglich ist).
Komm zum Punkt, Mann!
Hier war die letzten Tage Sunshine Coast (speciell för dig, Ruscha), was heißt Regen in allerlei Darreichungsformen, verschieden und mit unterschiedlichen Begleitumständen, aber immer auf jeden Fall naß und lang anhaltend. Langer Rede, gar kein Sinn: 2 Mio. Worte für Niederschlag – überhaupt kein Problem.
Das Wetter ist auf jeden Fall besonders: eben war ich in der Bastun (mit warmer Dusche) und es donnerte und blitzte, dann war blauer Himmel und jetzt verschwindet der Göl im Nebel – ist schon komisch.
Was wollte ich eigentlich sagen? Richtig, es ging um die Segnungen der Natur.
Heute habe ich noch keine Brennessel-Lasagne gemacht (steht aber noch auf dem Zettel). Im Gegenteil, es war Luxus angesagt: Rhabarbercrumble (als Mittagssnack und Seelentröster vor GL-Sitzung) und ein Gin Basil Smash nach der Bastun. Kann man nur empfehlen. Precis lagom.
Ansonsten war heute Office. Ich mag es nicht mehr!
Natur
Gestern habe ich – es war trocken – noch einen kleinen Spaziergang gemacht (siehe oben). Und das war wirklich schön. Am Nygård hab ich das Kranichpaar gesehen, das die ganze Nachbarschaft mit seinem Getröte unterhält. Drei Singschwäne waren da, der Kuckkuck machte schaufliegen und die Hühner am Hof hielten wacker dagegen, mit gerefften Unterröcken und zwei sehr virilen Hähnen, die (vermutlich der LGBT Fraktion angehören, so hübsch, wie die aussahen,) auf jeden Fall extrem wachsam in den Himmel lugten.
Vorgestern war auch Außenluxus (ein-Person-Grillen für Ralfi). Alles Pico.
Was war sonst noch?
Bastun, Dusche, Turnen, Jockel angeschmissen, Wand durchgebohrt, Hütte gesaugt, morgen wird der Dachboden in Angriff genommen. Nicht dass die Zeit plötzlich rum ist!
Ich melde mir. Bleibt gesund,
wünscht
Herr Pettersson