„Jag tar en fikapaus … „
das ist, so wisst ihr, eines der weit verbreiteten tagesstrukturierenden Ereignisse in Schweden und nebenbei auch eine wirklich tolle Gewohnheit. Kaffe, bulle, en bra tidning – det är jettekul.

Ich mach grad eine Pause und tipsel während dessen einen Beitrag in den Blog (Obacht: sowas gilt in Sverige übrigens als typisch deutsches Strebertum – im Arbeitskontext vermeiden). Die im Hintergrund liegende Arbeitshose erlaubt Rückschlüsse auf die aktuelle Bekleidung des Autors, die Schlagzeile der Zeitung berichtet von den segenseichen Auswirkungen eines kalten Frühjahrs und eines Winters mit Schnee auf den Grundwasserstand in der Region und zur Herkunft der Zimtschnecke sei auf den folgenden Absatz und den überarbeiteten Artikel Einkaufen verwiesen. Gestern hab ich nämlich den neuen Coop in Ankarsrum besucht.
Es gibt ihn wirklich.
Schaut mal. Ist das cool? Es wurde neu gebaut (jetzt nicht unbedingt eine völlig abgefahrene Architektur, aber großzügig und mit guter Anlieferlösung sowie abgeteilten Funktionsbereichen). Die Öffnungszeiten sind auskömmlich (in erster Linie für die Kund:innen). Der Parkplatz ist fett und die Auswahl echt üppig. Man kann dort wirklich gut einkaufen. Für die Mashup-Freunde: https://goo.gl/maps/sFumNkRWLiEkc6cv7
Die Bilder sprechen für sich. Ich habe erstmal dem Willys in Västervik abgeschworen und kaufe ab jetzt alles hier ein. Der Umsatz muss stimmen!
Dann wurde über den Winter noch eine Wasserzapfstelle eingerichtet (kurz vor dem Kiosk auf der linken Seite, wenn man von Norrhult kommend über die Bücken nach Ankarsrum reingefahren ist. Auch wegen der Kanisterfüllung muss man jetzt nicht mehr nach V.

Nachbarschaft …
… ist in Schweden ja eigentlich einfach, wohnt doch der nächste nicht verwandte Mensch zumeist etliches entfernt. Nähe muss man allerdings lernen. Keine Panik, es gibt keinen Bauplatz neben der Karlsborg, hier ist es ruhig wie immer. Ich mache gute Nachbarschaft gerade mit dem Schnäpperpärchen, das wieder in den roten Nistkasten am Kirschbaum eingezogen ist. Beide sind nun nicht begeistert davon, dass da plötzlich ein Großwild auf der Terasse sitzt. Erwin ist etwas zutraulicher, Madame noch distanziert. Mal sehen, wann es wird.
Ich lasse ihnen Zeit und sitze aber immer mal wieder hier, damit sie sich gewöhnen. Eine neue schöne Rechtfertigung: Pause machen als sozialer Akt sozusagen.
Freizeit …
gab es gestern auch. (Homeoffice war der Hauptteil, es ist aber Land in Sicht). Der Garten wurde weiter bestellt. Eine Physalis ins Freiland, zwei weitere Chilies ebendort, zwei kleine Buschtomaten ins Rentnerbeet, eine Netzmelone als Experiment daneben. Juttas gespendete Hängetomate hat einen Platz neben der Eingangstür gefunden. Zwiebeln wurden gesteckt und Kartoffeln gesetzt. Jetzt ist erstmal fertig. Gießen, jäten und zupfen sind die Kür.
Gestern hab ich am See eine Stunde Anfänger-Yoga gemacht. Asynchron mit einem Video. Das war richtig fein. Aber ich freu mich schon auf den nächsten Termin mit Vale.

Apropos See: gestern konnte ich schon richtig baden, die obere Wasserschicht ist warm. ich wollte mich eigentlich nur waschen und wollte gar nicht mehr raus. Man kann also schon mal etwas abkühlen. Und das mach ich jetzt. Und dann wird Dachdecker-Sonnenschutz aufgetragen. Das Fell ist nämlich schon etwas kurz …
Heute abend wird gegrillt. Fleisch und Gillgemüse gibt es nämlich im neuen Coop auch in größerer Auswahl als früher.
Einen schönen Feiertag Euch allen wünschen
Herr Pettersson und Erwin. Madame ist noch nicht soweit.
Gibt es denn auch Internet im coop zu kaufen?
Jag vet inte, jag måste fragar.