Vorfreude und | oder kalte Füße

Es gibt guuuute Nachrichten

Träume werden wahr. In Ankarsrum hat ein neuer COOP Nära geöffnet! Bisher war ich noch nicht da und kann deshalb nur den Link präsentieren, aber ich bin doch optimistisch, dass es sich nicht um ein Phantom handelt, findet man den neuen Markt doch nicht nur bei Tante Google, sondern auch auf der COOP Seite als Mashup.

Sieht so aus als ob sich ein neues Zentrum am Bahnhof (mit Pizzeria, Bankomat und öffentlichem Papierkorb) herausbildet. Das finde ich fantastisch.

Allerdings frag ich mich doch, warum die Nasen den neuen Laden nicht am geschlossenen Lokal erwähnten. Aber, nein, halt, nicht so voreilig. Vielleicht haben wir es auch nicht gesehen. Anyway. es sieht so aus, als können ich im Mai auch wieder in Ankarsum einkaufen. Ich bin begeistert!

Nicht zu vergessen wäre die damit nicht mehr nötige Passüberquerung zwischen Schule und Laden, die den älteren Herren, der ja kein Auto zum Einkaufen nutzen mag (ihr erinnert Euch), so manches Mal kardiomäßig an die Grenze gebracht und gedanklich zur Großen Schleife versetzt hat („Quäl Dich, du Sau!“ heißt der zugehörige Spruch).

Das Einkaufen inkl. Anreise von der Karlsborg zum Laden wird also precis lagom!

Die folgenden Beiträge sind damit überholt, müssen aktualisiert werden oder sind nurmehr historische Zeugnisse: Einkaufen, Skandal in Ankarsrum.

Kalte Füße. Die Eisheiligen …

… sind erfahrungsgemäß die letzten frostträchtigen Tage im Frühjahr. So richtig kennt man sie nicht mehr, z. T. wg. der regional unterschiedlichen Namen und Daten, dem Klimawandel, wg. der Säkularisierung, anders verstandener Allgemeinbildung und vielleicht v. a. der fehlenden Relevanz solchen Wissens. Denn wenn Erdbeeren das ganze Jahr über zu haben sind, ist es ja völlig wumpe, ob man weiß, das so um den 15.5. die kalte Sophie nochmal mit arktische Strömungen die Obstblüte bedroht und damit auch eine Erdbeerernte gerne mal ausfallen lassen kann.

Ist ja auch egal. Auf jeden Fall sind dieses Jahr in Norddeutschland und Nordeuropa auch zur Zeit noch die Temperaturen insgesamt eher moderat bis frisch, vor allem nachts. Und daher gehe ich davon aus, dass die lange Unterhose noch zum Einsatz kommen wird und die Schwimmsaison eher noch nicht startet. Die Bäume werden noch etwas kahler sein als hier und die in der Rutenstraße schon zaghaft sichtbaren Apfelblüten noch auf sich warten lassen.

Mann und Metall vs. Maus

löst Maus gegen Plastik ab: ich habe zwei weitere Alukisten für Mehl und Nährmittel gekauft, die unter der Arbeitsplatte Platz finden sollen. Bei der Gelegenheit gab es auch ein paar Hosenträger der Handelsmarke meiner Kunden mit Biber (ganz normal bezahlt, kein Rabatt!). Der Thermobecher steht bereit und und gepackt wird auch schon (-> Karton).

Ist das Auto eigentlich Teil der Wohnung?

Der wichtigste Teil der Vorfreude besteht selbstverständlich in der Aussicht auf den Frühling in der Karlsborg. Das wird schön und weil ich ja auch richtig ohne Erwerbsarbeit da sein will, ist die Aussicht auf 3 1/2 Wochen um so verlockender.

Die Anreise wird allerdings etwas heikel. Ich wollte die Fähre um 2:30 nehmen und das geht wegen der Ausgangsbeschränkung vermutlich nicht. Und weil ich a) nicht weiß, ob ich bei Ankunft um 22:00 die Wartezeit im Auto verbringen darf, vor allem aber b) absolut keine Lust habe 4 Stunden im Auto abzuhängen fahr ich halt früher. Und die Mehrkosten verbuche ich unter Karacho-Aufwänden – isso.

Ich hab mein Wünsche mal gemailt, per Formular geht das nämlich nicht, das Wochenende ist das Telefon nicht besetzt, und so werde Montag das Callcenter anrufen.

Getestet wird vorher, das ist ja inzwischen schon Routine, und – tataaa! – meinen Impfausweis nehm ich auch mit (mach ich sowieso immer) weil da nämlich meine erste Covid-19 Impfung drin stehen wird. Am 27.4. soll ich den ersten Pieks mit dem Produkt bekommen, das so ähnlich wie das Hamburger Konkurrenzprodukt zu Haake und Hemi-Schankbier heißt und (hoffentlich) unbegründet in Verruf geraten ist. Ist wie beim Abendbrot: Ich nehme was kommt und – impfspezifisch – feiere ich ohnehin jeden Pieks ab, der uns die Entscheidung lässt, ob wir lieber in der Großgruppe kuscheln und schwitzen oder lieber alleine vor uns hindenken wollen. Das macht uns nämlich aus: „entscheiden müssen, können und wollen“!*

Und speziell das letztere wird in der KB wieder so schön möglich sein! Vorfreude pur.

Ansonsten: gute Gesundheit allerseits und gute Besserung allen, die es brauchen (Hashtag #schauspielersindmanchamalaucheinfachnurblöd).

Herr Pettersson

*(Achtung: nicht „entscheiden dürfen“, denn um Erlaubnis fragen muss da nämlich niemand)

Ostern 2021: Nachklapp und Ausblick

Jetzt wieder normales Internet

Wir sind seit Dienstag früh wieder in Bremen. Die Rückfahrt verlief geschmeidig.

Alles geputzt, wie üblich. Umbauten an der Türschließanlage im Wintergarten inklusive (weil Schlüssel weg). Neue mäusesichere Verpackung in kleiner Alukiste und dem überzählige Gaskühlschrank. Aufgeklappter und mit Zettel („LEEEER!“) versehener Brotkasten. Entsorgungsrunde in Ankarsrum (die Container stehen immerhin noch). Dann bei Eiseskälte und mit Schnee nach Malmö.

Covid-getestet am Checkin bei der Ausreise für 399 SEK / Nase (ein Wohnwagen war das Testzentrum. Im Grunde so wie bei Snatch, nur alles etwas kleiner).

Über Nacht dann gemütlich über die Ostsee geschüsselt. Schneeschauer hinter Hamburg. echt mieses Wetter („lass uns umdrehen“), aber trotzdem schön, wieder in der Heimat zu sein. Jetzt erstmal Quarantäne. Am Samstag der hoffentlich verkürzende Test. Sogar für umme, weil Jens, Angie und Bovi einmal die Woche einen Test zahlen. Also eigentlich zahlen nicht die, sondern wir, aber egal.

Dazu normales Internet. Und deswegen jetzt ein Abriss der letzten Tage vor der oben beschriebenen Heimfahrt.

Episode 1: Geokoordinaten sind auch so eine Sache

Wir haben ja noch mal die Einkaufssituation erkundet, waren in Hjorted und in Totebo und wollten dann auf dem Rückweg noch den seltsamen Großfelsen in Dynestad besuchen, der via Nurtzertip als empfehlenswerter Ort ausgelobt wurde. Und zwar sogar mit Foto. Dynestad ist ein größerer Hof zwischen Frödinge und Fagersand, man kommt da zu Fuß auf der überaus traditionellen Molen-Route vorbei – wenn auch in etwas Entfernung. Wir sind da hin und wurden von Tante Google auch darüber informiert, dass wir nun unser Ziel erreicht hätten und 20 Meter nach links besagter hausgroßer Felsen liegen solle.

War nur aber nicht so. Das Foto zeigte einen Menschen in einem Eichenwald vor Felsen. es gab aber gar keinen Eichenwald und nur normale Steine. Entweder war das wieder ein Wurmloch oder das schon mehrfach bemühte Spiegeluniversum. Die Fotosite gab es jedenfalls nicht. Wir sind dann trotzdem etwas rumgelatscht und haben unter anderem drei uralte Eichen gefunden. Die – über die Plastefolien im Hintergrund bitte ich hinweg zu sehen – doch ganz imposant waren.

Episode 2: Seehund

Das Seekayak wurde aus der Remise raus und unter das Dach gehängt. Vorher gab es aber noch eine kleine Seefahrt. (See-)Mann mit (See-)Hund. Letzterer skeptisch, aber dem Chef vertrauend. Interessant: beim Einstieg war Axel (also der Mann) schneller und eleganter. Beim Ausstieg ging das vice versa. Da war Bamse (also der Hund) deutlich fixer wieder auf festem Boden.

Episode 3: Dachboden

Der Dachboden ist jetzt so sauber, dass man anfangen kann mit einem Staubsauger den Rest wegzumachen.

Rechts neben dem Schornstein sieht man etwas braunes Holz. Dort muss früher einmal ein Aufgang gewesen sein. Der wurde wohl in den späten 30gern geschlossen und mit Hobelspänen isoliert. Darunter lagen Zeitungen, die wir zum Teil geborgen haben.

Jetzt haben wir bei einer Giebelhöhe von 1,85 m Platz für ein paar Schlafplätze (nachdem wir Boden und Dach gesäubert, isoliert, foliert und verbrettert haben). Wo wir die Zuwegung bauen, wird noch diskutiert. Entweder per Stiege von innen (nicht ganz so einfach) oder per Außentreppe (nicht ganz so komfortabel). Man wird sehen.

Episode 4: Weltpolitik und Lokales von 1938

Ich habe ein paar Fotos gemacht.

  • der Staat kommt mit seinem Geld klar, wenn auch nur so lala (kennen wir)
  • in Abessinien versucht der Völkerbund zu vermitteln (und heute die UN im Jemen?),
  • Mussolini rasselt mit Waffen, bekommt aber einen Ehrensäbel geschenkt (das hofieren von Diktatoren kennen wir heute übrigens auch),
  • die schwedische Nazipartei trifft sich zu einem Protesttreffen gegen die „Diktatur der Demokraten“ (war da nicht aktuell was von „Corona-Dikatatur) und
  • ein autoritär regierender Ungar feiert 16 Jähriges Herrschaftsjubliäum (nein, nein, nicht Orban. Der damalige hieß Horthy und war Admiral. Hä? Admiral in Ungarn??? – die haben doch gar keine Küste).

Merke: Geschichte wiederholt sich nicht. Sie verläuft nur ähnlich.

Außerdem Vermischtes: Werbung für 1a Leinentücher und einen Restposten an Damenkleidern und die allfälligen Familienanzeigen über die vielen ganz normalen Menschen, die „bescheiden und still nach einem arbeitsreichen Leben verstarben“, „von ihren Familien und Freunden betrauert wurden, die einfach weiter machten, weil man das eben so macht“. Nicht zu vergessen die amtlichen Bekanntmachungen, die hier von Konkursen und (Zwangs-)Versteigerungen berichten.

Episode 5: Pettersson und Findus

Fotodokumentarisch der schon gespoilerte Beweis der Herkunft der Petterssons in Totaler und im Ausschnitt.

Wir freuen uns jedenfalls auf das weitere Lesen der alten Blättchen. Und auf die Suche nach Herrn M. Pettersson in den Archiven des Grundstücksamtes. Die sind nämlich alle öffentlich und remote zugänglich. Davon dann aber später mehr an dieser Stelle.

Und bevor ich mich Mitte Mai wieder aus der Karlsborg melde, wünschen wir: „bleibt gesund und rund und fröhlich“

Hälsningar,

Herrar Gustavsson och Pettersson

Letzter Abend …

geht – wie immer – schnell

Heute ist Ostersonntag. Windig war es und kalt, aber viel Sonne. Vormittags war wieder Ringelnatterorgie. Schon ein wenig befremdlich. Man hat den Eindruck die einfach einfangen zu können. Vor allem die Kerle. Keine Augen für gar nichts außer Mutti.

Was gab es sonst: Axel hat sein Kanu und Moped bewegt, Bamse frisiert, Zeitungsausschnitte gesichtet, geduscht, gesaunt, kaffeesiert, gebastelt. Also die Karlsborg „in a nutshell“. Ralf hat für neuland Rechnungen geschrieben, Kacke 2.0 ausgeräumt, den Kloeimer geputzt, den Dachboden weiter entstaubt, Sonnenblumen ausgesät, Zeitungsausschnitte produziert, geduscht, gesaunt, kaffeesiert. Also ebenfalls die Karlsborg in toto. Gestern waren wir spazieren heute hat nur Axel eine kleine Runde gedreht. Mein Knie muckt die ganze Zeit und heute war nur robben angesagt.

Morgen räumen wir auf und ein und dann geht es nach Hause. Mit Test an der Fähre, Reiseanmeldung im Internet und all dem Coronageraffel, zusätzlich zu dem üblichen Abreisekram.

Wir haben kein Telenor Datenvolumen mehr. Jetzt geht alles nur über die knapp verbundenen Mobiles. Das hat Konsequenzen. Zum Beispiel, dass ich die Bilder für diesen Post erst aus Bremen nachliefern kann. Aber das wird lustig. Es gibt was zu sehen.

Das wichtigste zuerst. Die Karlsborg ist die echte Heimat von Herrn Pettersson. Das beweist eindeutig die heute auf dem Dachboden gefundenen Zeitungsüberreste. 1924 (als Makulatur unter einer Tapete), 1936 als Unterlage zwischen Bretten und isolierenden Hobelspänen.

Links oben: Herr M Pettersson, Karlsborg, Ankarsrum -So!

Der Dreck war unbeschreiblich. Aber der Raum verspricht schön zu werden. Wie gesagt: Bilder folgen.

Bis dahin dödeln wir uns Richtung Bett. Und wünschen allseits gute Besserung.

Einkaufen

.. mit dem Fahrrad in Ankarsrum (6 km)

… im Coop Nära kurz hinter dem Bahnhof, es gibt eine Apotheke, einen Geldautomaten, einen Friseur und eine Pizzeria im Ort und eine Automatentankstelle (nur Sprit) an der E40. Am Kungsvägen gibt  es auch noch einen etwas sinister anmutenden Kiosk.

Man kann in Ankarsrum gut mit dem Fahrrad einkaufen.

eher Auto und btw:

Hjorted (12 km von der Karlsborg entfernt)

… bietet einen kleinen Laden, der zwischen Kiosk und Lanthandel eingeordnet werden kann. Immerhin gibt es dort alles das, was man vergessen hat, aber unbedingt noch braucht. Auch Milch. 

Totebo (10 km zu Fuß entlang der Schienen, ansonsten 19 über die Straße km)

… hat, dank des Engagements einer neuschwedischen Familie eeinen akzeptabel sortierten kleinen Laden, die Matbutik Totebo. Hier ist wirklich alles zu bekommen und wenn man die Milch, etwas Joghurt oder sonstige Waren braucht und nicht ganz „in die Stadt“ fahren will, kann man dort hin. 

Frödinge (21 km)

… Hier gibt es einen ICA Nära. Aber da ist man fast schon in Vimmerby (9 km fehlen noch) und dann macht es eigentlich schon Sinn durchzufahren.

Vimmerby (30 km )

… ein relativ großer ICA, einige kleinere Fachgeschäfte, ein mediterraner Shop, Baumarkt in klein. Kann schon einiges.

Västervik (26,8 km)

… unsere „Stadt“. Am Eingang ein ICA Stormarknad, Biltema, Jula, Rusta, Elgiganten, Blomsterlandet, Jysk, Claas Ohlson und noch das eine oder andere.

Preislich etwas günstiger ist der Willys in Västervik. Da ist mit Jem och Fix auch ein Baumarkt in der Nähe. Es gibt auch noch einen Lidl, Coop und in der Innenstadt Fachgeschäfte.

Unter andere auch einen guten Bäcker etc. Das findet Ihr raus.

Dreck, Arbeit, Schlangen, Schnecken

Prolog

Es ist Karfreitag. Das interessiert die Schweden nur so mittel, im Gegensatz zum Musikverbot in Tyskland, das auch jenseits von Corona z. B. im Land der Niedersachsen zur rechten vorösterlichen Depression beitragen soll.

Aber sei es drum, Herr Gustavsson und Herr Pettersson haben sich heute eine Arbeitsdiät verordnet. Es ist Feiertag und der soll auch so begangen werden. Zwar wird noch gebacken und geräumt (der kleine Kühlschrank wird abgebaut und in der Küche unter der Arbeitsplatte zwischengelagert).

Aber als Hauptaktivität ist eine Ausreise mit dem Auto ins schöne Dynestad geplant (ist ja auch sonst hundeinduziert beinah alles erlatscht, in der Umgebung). Dynestads Hauptattraktion ist wohl ein im Wald rumliegender Riesenstein (wird sind gespannt). Mindestens ebenso wichtig sindZwischenhalte in Totebo und Hjorted, wo wir die Einzelhandelseinrichtungen erkunden wollen, scheinen diese doch die einzige Alternative zu den anstrengenden Großstadtbesuchen in V und V (Västervik und Vimmerby). Dazu gibt es dann ein Serviceseitenupdate.

Die Schlagworte …

… in der Überschrift beziehen sich aber vordringlich auf die seit dem letzten Bericht vergangenen Tage, wenn man von den erwähnten Mollusken absieht, die sind heute wichtig, aber dazu später.

So richtig toll klingt ja nichts davon und es wird spannend sein zu fragen, ob sich beispielsweise die leichte Gänsehaut, die sich für Säugetiere mit dem Begriff Schlangen immer zu verbinden scheint, bestätigt, ob der Dreck eben das ist und die Arbeit die Erfüllung bringt, die ihr in der modernen Gesellschaft gemeinhin zugeschrieben wird.

Schauen wir nachher auf den Epilog.

Dreck

Ich habe angefangen, den Dachboden über dem Haupthaus zu säubern. Folien, Mäuseködel, ein paar zerrupfte Gardinen und ein Stoffschuh. Das habe ich neben 5 Karren (=20 Eimer) Staub und Sägemehl durch die kleine Luke rausgeschleppt. Ich glaube, noch nie war eine FFP2 Maske so angesagt.

Nach dem Säubern kam aber eine gute Substanz zum Vorschein. Alte, aber stabile Bretter, Platz zum isolieren und anschließendem Verbrettern. Die Idee, neu zu dämmen und vielleicht ein paar Ausweich-Schlafgelegenheiten einzubauen kann weiter verfolgt werden (Detailplanung sozusagen).

Ich muss aber für den Rest der Grobentsorgung nochmal rauf (vielleicht am Sonntag), denn danach ist a) auf jeden Fall die Trias Duschen-Bastun-Duschen angesagt und b) die Vakuumierung der benutzen Arbeitsklamotten nötig (die auf dem Foto hab ich gewaschen). Das könnte auch passen, denn am Montag nachmittag (Spoileralarm) geht es schon wieder Richtung Heimat.

Axel hat auch ein bisschen Dreck gemacht und den Platz für den Jockel freigearbeitet. Montieren konnten wir das noch nicht, weil wir doch in den Fels müssen und dazu ist anderes Besteck erforderlich als wir hier haben.

Arbeit

Soll ja Erfüllung bringen und den Menschen ausmachen. Naja. keine Ahnung. Mein Urlaub in den letzten Tagen und nach Ostern ist jedenfalls wegen is nich ausgefallen.(Mäßiger Beifall).

Homeoffice in nicht erwartetem Umfang, ver-videokonferenzte Bandbreite, geshootete troubles. Saubere Arbeit zwar, aber doch nur im körperlichen Sinne. Und nicht das, was geplant war. Es bleibt hier trotzdem schöner als zuhause, denn wenn die Kühe erstmal vom Eis getrieben sind, kann man sofort wieder abschalten. Aber ich stelle fest: Nächsten Urlaub wird der neuland Mail-Account abgeklemmt, Mattermost und all das andere Stalking-Geraffel ausgeschaltet und dann bin ich weg. (Mal sehen, ob das passiert). Und nur, um nicht missverstanden zu werden: das wühlen im Staub von Hundert Jahren ist auch nicht viel schöner. Nur anders. Bastun am Abend braucht beides. Gut zu wissen.

Schlangen

Die Västerviks-Tidningen hat zu Ostern gemischtes Wetter angekündigt. Es gab auch mal Regen, nachts und es ist auch recht frisch. aber: es ist unbestreitbar Frühling geworden. Das ist schön, von drinnen und draußen.

Der Rhabarber knäuelt sich aus der Erde und schüttelt den einen oder anderen Nachtfrost grinsend ab. Die Johannisbeeren schlagen aus und unsere unermüdliche Stachelbeere setzt alle anderen durch vegetatives Vorspreschen unter Druck. Die Krokantenplantagen haben sich über dass ganze Grundstück ausgebreitet und werden von Hummel, Biene und Falter gerne angenommen. Und es scheint auch nach Tagen immer noch Nektar zu geben.

Neben den ersten grünen Fitzelchen an Kraut und Busch sind vor allem die Tiere aktiv. Hausbesichtigungen bei Meisens und Buchfinkens, Großkämpfe zwischen übermotivierten Amsel- und Drosselhähnen. Taumelflüge von Raben und allerlei Geturtel im blauen Schwedenhimmel.

Gestern gab es dann ein großes Ringelnatterstelldichein auf den gewärmten Steinen am Haus. Eine große und mindestens 5 kleine Nattern feierten das Ende des Winterschlafs mit – so wird jedenfalls von unserem Gesellschaftsreporter Herrn Gustavsson kolportiert – intensiven Kontakt emotionaler und körperlicher Art. „Geschlangelt“ wurde, wie man sich ausdrückte.

Schnecken

Die sind heute dran. Nämlich aus Teig und mit Kardamumme och Kaneel. Mindestens einmal (und noch vor dem Ausflug) muss gebacken werden. Und jetzt ist mir doch tatsächlich die erste Rutsche verbrannt, wegen zu langer und zu heißer Backzeit. UNFASSBAR.

Rutsche 2 und 3 dagegen gut bis perfekt. Teigrezept mit Ei und Milch statt nur Milch ist akzeptabel. Luftig und locker, etwas empfindlicher gegen Oberhitze, anscheinend.

Epilog

Was lernt uns das alles:

  • Schnecken sind nicht nur schleimig und ekelhaft.
  • Schlangen haben auch Gefühle, sind elegant und hübsch.
  • Arbeit adelt nicht immer
  • und Dreck kann was gutes sein.

In diesem Sinne: Allseits gute Besserung.

PS: Ich werd es Euch zeigen!

Seht Ihr, Langohren, so wir das gemacht. Ich werde stachellose Brombeeren ernten. Irgendwann. Und wenn ich S-Draht verbauen muss. Ha.

Kleine Knospen am verbissenen Gehölz und aus dem Boden kommend. Yip!