Übergabe? – Teil 1

August packt, September meldet sich! – Montag, 24.8.

Heute beginnt die letzte Augustwoche. Und als wenn die heimwärtsreisenden Familienmitglieder den Sommer aus seiner Verantwortung für heiße Tage und blauen Himmel mit weißen Tupfen entlassen habe, schnauft Småland durch.

Die Temperatur pendelt um die 21°, heute morgen ist es einstellig oder wenigstens nur knapp drüber. Gestern gab es zwei heftige Schauer, die die Wassertonnen gefüllt, den See wieder etwas abgespült (klingt zwar komisch, ist aber so) und den Himmel blank geputzt haben. Es weht wieder ein Wind, der den Namen verdient, oben wird alles ausprobiert, was einem so einfallen mag und es wirkt, als ob August seinen Schopf schüttelt, sich reckt und streckt, einmal in die Runde schaut und sich aufmacht, mit einem zufrieden „So!“ die letzte Woche vor der eigenen Abreise zu genießen. September kann kommen.

Der Tag war jung oder er fühlte sich zumindest so. Toller Himmel über mir, schönes Wasser im Vassgöl, nicht zu warm und nicht zu kalt. Ein angenehm temperierter Nachmittag und – wäre nicht die Büro-Arbeit gewesen – wie gemalt für Arbeit und Aufenthalt in Garten und Wald. So hab ich nur geturnt und bin geschwommen. Ein kleiner Gang am Abend, um die Pilzsituation zu checken endete pilzmäßig mit einer Null-Linie, aber mit einem kleinen Eimerchen reifer Preiselbeeren. Denn die Blaubeeren sind inzwischen wohl endgültig durch.

Klopf, klopf: Ui, schon da? Dienstag, 25.8.

Heute nacht zog es kalt hinein, die Somerdecke reicht noch, um sich einzukuscheln, aber zum ersten Mal indiesem Sommer (also seit meinerAnkunft am 14.7.), war mir frisch.

Die Morgentemperatur lag bei munteren 4° und der See war weg. Ausgegangen, verschwunden. Er dampft jetzt, gegen halb acht, immer noch wie ein Suppentopf. Das Schwimmen wird heute wohl etwas intensivere Startbewegungen erfordern. Ich berichte.

Um das etwas kitschige Bild von oben aufzunehmen: in diesen Tagen begegnen sich hier Spätsommer und Frühherbst. Und weil September eine schöne Erscheinung ist, die man zu beeindrucken bemüht ist, hat August wohl gestern noch die Haare gebürstet, den Staub aus den Kleidern geschüttelt und sich hübsch gemacht. Und jetzt ist der Tisch gedeckt und das gute Geschirr rausgeholt – der blaue Himmel glänzt und ein warmer Tag kündigt sich an.

Auch 25.8.: August gibt alles

Es kam, wie geplant. Der See kehrte zurück und um 10:45 ging das Schwimmen gut. Nach etwas Turbo zum Anwärmen zog der Wulstbug stetig seine Bahn. Dann raus aus dem Wasser und mit etwas Reibarbeit und dem Handtuch wurde aus dem leicht frösteligen Ralf auch schnell wieder der überzeugte Freikörperkulturer (Brundorf, ich komme!).

Während ich so dastand und trocknete , kam die Smålsporet aus Richtung Hultsfred und mglw. hatten Schaffner (oder Zugchef) und Fahrer (oder Lokführer) einen interessanten Ausblick.

Der Tag war mit Remote-Work gefüllt, aber ab 16:30 wurde im sommerlich warmen Garten gearbeitet. Blumen aus dem Staudenbeet ins gerodete Fliederhabitat verbracht, Kompost ausgeleert (drei Blindschleichen dabei umgesiedelt) und das Erdgut ebendort verklappt, den Weg gemäht und zum guten Schluss nochmal gebadet. Als ich auf dem Steg stand, kulturmäßig und ohne alles, kam – wie nicht anders zu erwarten, die Smålsporet aus Hultsfred und … s. o. . Ich hoffe mal, dass die Kollegen keine absichtliche Zurschaustellung vermuten. Alles Zufall, noch.

Naturlyrisch gesprochen aber doch noch eins: Solche Tage sind zu schön. Weil es eine Ahnung von Abschied gibt und weil das Licht am Nachmittag schon schräg fällt, so dass alle Farben wie gepimpt wirken, weil die Konturen scharf und klar sind (sogar für Träger meist schmutziger Gleitsichtbrillen) und ich ohne wenn und aber zu schätzen weiß, was hier als „Großes im Kleinen“ geboten wird. Mir geht das Herz auf und ich wünsche mir dieses Gefühl für schlechte Zeiten zu konservieren und es als Fluchtpunkt zu bewahren. Und dann, wenn ich merke, dass das Unsinn ist und ich eintauche in den Moment und ganz und gar JETZT bin, dann ist dass eine dieser kostbaren Sekunden, die zu sammeln mir manchmal gelingt – wie ein „immer“ im „gerade eben“ – perfekt.

Immer noch 25.8.: Onkel Paul lebt

Nach dem romantisieren auch noch was ebenso Schönes.

Als ich vorhin den Kompost ausleerte (Prät … , übrigens) und durch Kaltkomposter und Buschwerk von draußen nicht richtig zu sehen war, kamen drei Wanderer daher. Genauer gesagt waren es sechs, aber weil drei davon Hunde waren, die mit der Tochter oder Schwiegertochter voranstrebten, bleib ich mal bei den Humanoiden und also bei drei.

Tochter oder Schwiegertochter, ich nenn sie mal Inge oder Gitte, vorneweg. Fordernder Singsang nach hinten. „Kommt ihr getz, macht ma“, das war doch eine Art Deutsch? Und dat kenn ich doch? Dann Mutti, mit hoher Trittfrequenz und planvoll kilometerfressend („Geh mir wech, mit das Nordic Talking, wir sind früher auch einfach nur spazieren gegangen und das war auch in Ordnung, woll“), gefolgt von Vatti, der die Situation von der letzten Position aus nicht nur voll im Blick, sondern auch total unter Kontrolle hatte.

Und, darum die Vorbereitung, der eben das auch kommentierend mitteilte und zwar im breitesten und von mir so ohne jede Relativierung angebeteten Ruhrpottslang: „Nee, guck ma, dat hat er sich wirklich schön gemacht, woll, so mitte Terasse da hinten … unt de Stühle vor’n See, richtich schön gemacht, hat er dat“. Und weil dazu noch eine Schiebermütze MIT Bommel getragen wurde, konnte er, der ja hinterm Kompost stand, nich mehr an sich halten. „Ja“, hat er gesagt, „dat hat er sich wirklich schön gemacht. Kommt Ihr vonnen Campingplatz wech?“

Und dann, nur mit Erkenschwickern geht sowat, wurde lustig geplauscht, über Wohnen in Bochum, „richtichet“ deutsch reden, Reisen in Schweden, Spaziergänge „innen Busch“ und die Vorzüge von Wohnwagen gegenüber Wohnmobilen: „Nee, dat is nix, man will ja auch abends nich inne Kiste sitzen, wo man vorher den ganzen Tach gefahren is, woll?“. Und mit einem „richtich idüllisch haste dat hier, aba wierklich, woll“ verabschiedete sich die Truppe von dem sehr angetanen Karlsborg-Insassen, der, wenn die Schar aus der anderen Richtung gekommen und also schon länger unterwegs gewesen wär, gerne ein „lecker Pils“ ausgelobt hätte. Aber auch so passte dat.

Und neben den Momenten der Erleuchtung sind eben auch diese Begegnungen deutlich ein Plus auf der Habenseite des Lebens.

Das Fazit: Ein schöner Spätsommertag, Arbeit mit Erfolg, Erlebnisse der Zeitlosigkeit und eine Begegnung mit Tante Helma und Onkel Paul aus Gelsenkirchen-Buer (auch wenn die drei komplett anders hießen).

Da bleibt nur: „Besser geht et nich, woll?“ Nee. Besser geht et nich.

Schönen guten Abend, allerseits!

Allein in der KB – trotzdem keine Zeit

Die Bücherliste mit den „Sollte-ich-mal-durchlesen“-Werken, die Recherche im Internet („was kann man eigentlich für neulands Zukunft aus den Begriffen ‚Allmende‘ oder ‚Commons‘ ziehen?“), die „da-müsste-man-mal-in-Ruhe-drüber-nachdenken“-Themen oder die „Kampf-der-Plautze-Ernährungsfantasien“.

Bisher ist keine Liste kürzer geworden, keine Aktivität wurde zielgerichtet verfolgt. Alles wurde auf später verschoben (wenn man denn alleine in der KB wäre). Das bin ich ja nun schon zwei Tage. Und? Ja, nüscht!

Ich sitze im Wintergarten und hab gleich noch Brot zu backen, Essen muss gekocht werden, der Abwasch ist noch nicht gemacht. Und überhaupt.

Es gibt einfach viel zu viel zu tun. Und der Tag hat zu wenig Stunden. Aber Erkenntnisse gibt es.

1. Die nächsten Nobelpreisträger*innen kommen aus der Karlsborg

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.

Die Kartoffeln sind zwar klein, aber gesund und (vermutlich) lecker. Dank des Anhäufelns von Herrn Gustavson haben wir eine schöne Menge feiner Karlsborger Erdäpfel ernten können. Und weil ja Intelligenz und Größe der Stärkeknollen in einem reziproken Verhältnis stehen, können wir konstatieren: „keiner ist schlauer als die Karlsborger“.

Wasser für alle

Heute gab es zwei Schauer. Aba richtich. Mit volle Lotte. C-Rohr, sozusagen. Und jetzt sind die Tonnen wieder voll, der Dusch-Sauna-Wäschewasch-Tank auch und der Brunnen sieht wieder besser aus. Da kann man doch gleich ganz anders an den Abwasch rangehen.

Gartengestaltung und Nutzfeuer

Gestern und heute hab ich mich dem Radikal-Rückschnitt des Flieders und der „sieht-so-aus-wie-Robinie“-Sträucher, der Zwischenlagerung derselben und den ersten Staudenersatzpflanzungen gewidmet.

Tabula Rasa, erstmal, dann noch Schnitt des letzten Probanden und Vorfreude auf lange Nutzfeuerabende mit Sabine und Jutta.

Und es gibt noch viel zu schneiden.

Außerdem sind inzwischen drei Birken am Steg abgängig. Herr Gustavson: Kettensäge-Kette mitbringen! Sonst schärfen (neue Feile kaufte ich) (Präteritum, übrigens!).

Jetzt backt das Sauerteigbrot und das Abwaschwasser ist auch heiß. Der Feierabend ist noch in weiter Ferne.

Wie gesagt: man kommt zu nichts.

Neun Köpfe in der Karlsborg

4 und 3 und 1 und 1

waren es im August 2020. Ganz schön viele. Nicht ganz so viele wie 1890 und auch nicht ganz so feierlich angezogen, aber immerhin eine erkleckliche Zahl.

Das ausgezeichnete Wetter und die allgemeine wechselseitige Kompatibilität sorgten für gute Stimmung und eine schöne Zeit. Oder, wie es Mitja sagte, „das war so, wie Weihnachten, nur andauernd …!“ (und wer die Weihnachtsessen kennt, wird verstehen, was er meinte).

Ein wenig stehen wir damit auch in einer Tradition, wie unser Posing zeigt.

2020 Revival

Das Original sind noch ein paar mehr, aber wir machen uns ganz gut, finde ich.

1890 Original

Es war auf jeden Fall sehr schön, alle hier zu haben. Ich hab es genossen.

Voll heiß – Teil 11

Wetterbericht und Versorgungslage

Seit gestern ist die Bude voller. Noch nicht richtig voll, aber Wilma hat auf dem Parkplatz einen Nachbarn bekommen und das Gästehaus ist belegt mit 3 Personen (eine eher klein). Für hiesige Verhältnisse ist es ziemlich warm, in der Sonne sogar eigentlich zu heiß. Die Vorhersage ist für die nächsten Tage stabil sonnig und warmm, noch zwei Tage um die 28°, dann geht es runter auf 21°. Mal sehen, wie es wirklich wird. Etwas Regen wäre schon mal gut für die Tonnen, gerade wenn die Belegschaft noch zunimmt. Es sieht aber nicht so aus und wir werden auf jeden Fall die Tage die Kanister auffüllen.

Die Pilze haben das Wachstum eingestellt, im Brunnen sinkt der Wasserspiegel und die wasserdurstigen Pflanzen bekommen welke Blätter. Nachts kühlt es aber noch ab und ein wenig Tau gibt es auch. Das Rentnerbeet liefert weiter Frischgemüse und Salat (allerdings in überschaubaren Mengen).

Von wegen nichts los …

Nun könnte man meinen, die Tage würden sommerlich ereignislos dahinplätschern, aber das stimmt nur zum Teil. Am Sonntag, z. B., ist Fahrplanwechsel bei der Smålsporet. Vom täglichen Verkehr wird auf 3 x die Woche umgestellt. Aufregend.

Und morgen (also Samstag) ist Königin Silvias Namenstag, was gleichbedeutend mit einem der wenigen offiziellen schwedischen Flaggentage ist. So ein Tag verlangt morgens den Ersatz des Wimpels gegen die Flagge (und dasselbe abends dann zurück). Auf jeden Fall darf die Fahne (rechteckig, groß) nicht über Nacht hängen bleiben. Der Wimpel (schmal, lang, spitz) dagegen schon. Warum das so ist kann ich nicht erklären. Und eigentlich ist es auch viel zu heiß dazu. Aber wir wollen es schon richtig machen. Also morgen früh.

Ansonsten sind gestern Frau Ruscha und die Herren Henrik und Jonah leicht ermattet, aber heil und gesund eingetroffen. Und nachdem sie etwas Schlaf nachgeholt haben, wurde heute gleich in die Karlsborg Routine verfallen. See, Hängematte, Jonah bespaßen, See, Hollywoodschaukel, was zu essen, was zu trinken organisieren (entweder für sich selbst oder den kleinen Mann), dann nochmal ausruhen und alles wieder von vorn. Schön.

Aber. am allerwichtigsten: Es gibt noch genug Schattenplätze und wenn das Wasser wirklich knapp wird, trinken wir eben Bier. Jawoll.

Und ansonsten: voll langweilig.

Kann jeder, schmeckt allen

Das Rezept

Für den kleinen Haushalt die Hälfte nehmen!

  • 500 g di farina di tipo2
  • 500 g di farina di semola di grano duro integrale
  • 1-2 bustine di lievito disidratato
  • 500 – 700 ml di acqua
  • Un pizzico di sale
  • Un cucchiaino di miele
  • 3 rametti di rosmarino
  • 3 piccole patate lesse del giorno precedente (o una grande …)
  • 50 ml di acqua
  • 50 ml di olio evo
  • 1 rametto di rosmarino
  • 12 mezzo pomodorini

Das Mehl und den Gries mischen, die Trockenhefe für salziges Gebäck (=blå) in lauwarmen Wasser mit Honig auflösen, die Kartoffeln mit der Gabel zerdrücken und alles dann mit Salz, etwas Olivenöl, Rosmarin zu einem eher feuchten, leicht klebrigen Teig verarbeiten. Fangt mit 700 ml an, behaltet 200 ml Wasser zurück und gebt eher etwas nach. Wer sich wohler fühlt, kann gerne aus Wasser, Honig, Hefe und etwas Mehl einen Vorteig machen und die Hefe 30 Minuten auf Touren kommen lassen.

Den Teig laaaaange, küüüühl gehen lassen (6 Stunden Minimum, ich lass ihn hier auch mal über Nacht im Erdkeller).

Dann rausholen, in der Wärme 30 Minuten ankommen lassen, aus der Schüssel in die Form geben und dabei nur wenig durcharbeiten (ganz vorsichtig, denn Ihr wollt die Gasblasen nicht komplett aus dem Teig drücken) und eine Stunde gehen lassen.

Im heißen Ofen abbacken (vorher noch die halben Kirschtomaten mit der Schnittfläche nach unten drauflegen, Rosmarin und grobes Salz, mit Olivenöl beträufeln). Und hinein.

Zweimal Wasser einschießen und schwaden (also 1/2 Tasse Wasser in den heißen Ofen, der aufsteigende Dampf mach das Brot locker und knusprig). Denkt an die gute Hitze in der Karolina (Tür zum Aschefach einen Spalt auf, Holz nachlegen) und lasst die Focaccia goldbraun werden. 2 x 20-30 Minuten (mit einmal drehen der Form) müssten gut reichen.

Nach dem Rausholen legt ein feuchtes Geschirrtuch auf die Form, damit die Focaccia knusprig wird. Schaut, ob das Olivenöl reicht, kurz abkühlen lassen, Rotwein und Gläser einpacken und ….

giù per la spiaggia*

*(was ja hier heißt „runter zum Steg!“)

langweilig ist anders – Teil 10

Waschtag, lokales Windereignis, Fliegenfischen

Waschen: Wie geplant. Noch gut warmes Wasser im Badeofen. Also spülen der gestern eingelegten und mehrfach bewegten Wäsche (Leinenbild), zweimal warm, einmal mit Regenwasser aus der Tonne.

Dann Bettwäsche und noch ein Handtuch. Befund: Microfaserbezüge sind prima zu waschen, schnelltrocknend und für den Sommer gut geeignet. Im Herbst könnten sie etwas kühl sein (aber da muss ja auch keiner waschen, außer sich selbst). Das große Bettlaken aus klassischer Baumwolle geht auch, aber das Spülen und Wringen ist echt anstrengend. Ich frag mich, wie die (und es waren ja wohl meist die Frauen) das damals gemacht haben. So zwei, drei kleine Stückchen kann man ja mal machen, aber meine Finger hab ich schon gemerkt.

Dann ist beim Aufhängen erstmal gleich die Leine gerissen. Also wieder dran knöpern. Dann aber gleich zwei Aufhängeleinen (brauchte ja Platz). Die Sonne machte sich gleich an die Arbeit und ein leichter Wind half.

Dann hab ich versucht, ob der Sonnenschirmbezug eingelaufen ist und jetzt passt. Ist er nicht und passen tut er folglich immer noch nicht. Auch ein Bommel mit Hilfe eines Kabelbinders konnte das Problem nicht lösen. Jetzt liegt er alten Badezimmer …

Das Gestell hat jetzt aber doch einen Bezug und das kam so:

Lokales Windereignis

Es war warm und gegen Vormittag wollte ich etwas lesen (Bild mit Liege, Schirm im Hintergrund!). Der Sonnenschirm wurde aufgespannt und ich fand es großartig. Der leichte Wind wurde etwas mehr und plötzlich ging der Schirm auf Reisen. Ich hab noch versucht ihn festzuhalten, griff nach hintern oben, bekam den Stiel zu fassen, wurde aber mitsamt Liege mitgezogen. Der Schirm zog Richtung Wald, ich mit, er knackte, die Liege klappte und ich konnte die Mäuse in der Falle verstehen, denn genauso lag ich rücklings in der zusammengelegten Liege. Herr Gustavson hätte eine Freude gehabt. Und ich eigentlich auch.

Nach etwas überlegen habe ich einen nicht so eleganten, aber funktionierenden Weg aus der Klappfalle gefunden und aus dem Bezug des einen Schirms und dem Gestell des anderen wieder einen vollständigen Sonnenschutz hergestellt. Das lädierte Gestell harrt der Reparatur.

Es gibt KEINE Fotos, ich bin aber gerne bereit zu Lehrzwecken das Ereignis nachzustellen.

Fliegenfischen

Drei (in Ziffern 3) Rotfedern habe ich mit zwei unterschiedlichen Fliegen gefangen. So richtig profimäßig geht es noch nicht, aber die Rute ist fängig und Nr. 3 war auch erntereif, wurde aber trotzdem ins Wasser zurück gesetzt. Vom Boot aus ging nichts, aber von der Plattform aus hat es gebissen. Alles vormittags, nachmittags nichts mehr.

Tagesfazit

Nichts als Aufregung, unterbrochen von ausgiebigen Lese- und Badepausen. Ein schöner Samstag, wenn auch mit 25 – 27 ° ziemlich warm. Jetzt Abendgetränk und langsam Zeit für ein leichtes Hemdchen. Vielleicht ein gewaschenes? Da fällt mir ein: Ich muss mich auch noch abseifen, denn dreckig geht es nicht ins frisch gewaschene und wieder bezogene Bett.

Schönen guten Abend, allerseits.