aber wen interessiert das schon!
Also erstmal merkt man den Sonntag am Frühstück. Während es sonst nur Kaffee oder Tee gibt und erst zur Mittagspause feste Nahrung ansteht, ist am Sonntag von Frühstücksei über Honig und Hering (nicht gleichzeitig), Gurke und Tomate alles auf dem Tisch, was das Herz begehrt.
Dann ist kein Homeoffice. Auch super.
Darum haben wir dann auch Zeit für ein Großprojekt.
Haupthaus streichen (rot, weiß, schwarz)
Vorne weg. Wir haben mehr geschafft als wir wollten. Geplant wat die Nordseite, also der Eingangsbereich, ein Teil der Ostseite war auch noch nicht, die Giebelseite und der Flurvorbau, dann die Ostseite und die Wand vom Gästezimmer.
Die Ostseite hatten wir eigentlich ausgeklammert.
Erstmal wurde abgekratzt (darum auch die Outdoorteppiche). Dann sollte weiß, danach schwarz und zum guten Schluss Rödfärg gestrichen werden.
Hinweis 1: Die Person auf dem Bild visualisiert lediglich den Plan. Es handelt sich sozusagen um einen Serviervorschlag oder ein Imagefoto.
Es gab Farbe, Pinsel, Drahtbürste, Leiter(n), Flex mit Topfbürste, Mora-Kniv (die fantastischen schwedischen Arbeitsmesser, die sich u. a. auch zum Farbe abkratzen hervorragend eignen), Kneifzangen, Kuhfuß, Magnet (dazu nachher mehr) und diverses anderes Zeug.
Hinweis 2: Egal, wieviel man hochschleppt, das eine Ding, was man braucht, liegt eh noch unten. Also zweimal unten: einmal nicht auf dem Dach sondern auf dem Fußboden. Und dann auch nicht am Haus, sondern unten in der Werkstatt. Und wenn es ganz doof kommt, dann auch noch nicht mal in der Werkstatt sondern auf dem Dachboden.
Hinweis 3: Irgendwas ist immer nicht da oder zu wenig oder kaputt oder weg. Diesmal war es die weiße Farbe. Ärgerlich, ich hatte sogar noch reingesehen, aber statt eines 1/3 vollen Eimers hab ich mindestens 1,25 l wahrgenommen. Und damit: s.o.
Die Farbe an der Wand war noch ziemlich gut (also die Rödfärg). Die Beschichtung der Dachbleche war teilweise abgängig (darum schwarz), die weißen Applikationen waren keramisch versprödet (klingt wie ein Fachbegriff, hab ich aber grad erst erfunden).
Herr Gustavson hat derweil den Bulli mit den Sachen für unsere morgige deponiefahrt gepackt („awwm“ = alles, was weg muss).
Dann wurde gekratzt und bis zur Mittagspause gewurracht. Herr Gustavson nahm die Regenrinnen unter eine kritische Lupe, ich hab gemalert (mit der zu geringen Menge weißer Farbe).
In der Pause hab ich mich dann vom Sitzplatz hochgewuchtet und dabei den rückwärtigen Hosenträgerfestmacher erst zerlegt und dann eingebüßt. Da das Teil seine Handhabbarkeit einem unter Spannung stehenden Metallteil verdankt, flog es weit und weg.
Natürlich landeten die wichtigen Teile unter den Holzbalken vor dem Waschhaus. Mit Kuhfuß und Magnet gelang die Bergung. Und – ein Beispiel für nutzerfreundliche Technik – das Teil ließ sich problemlos wieder zusammenfügen.
Dann wurde weiter gestrichen, Axel klebte Dachrinnen und stöpselte den neuen Überlauf der Regentonnen via Absetzbecken Richtung Brunnen zusammen.
Dann nochmal Kaffeepause und den „Rest“. Dann kam der zweite Wind, Axel schwang auch Rolle und Kantenstreicher und plötzlich war zusätzlich die Ostseite gestrichen.
Jetzt fehlt nur noch etwas weiß, z. B. an der Unterseite des überstehenden Daches im unteren Bild, ein paar schwarze Nacharbeiten auf dem Dach, das Aufhängen des Geweihs und die Montage des Regentonnenüberlaufs und dann ist das Haupthaus fertig.
Dann fehlt nur noch das Waschhaus (die Rödfärg hat ganz schon abgeschuppt) und peng. Die Scheune zählt nicht, die kommt im Sommer dran.
Und sonst?
Heute morgen – 3°, Eis auf dem Eimer – laaaangweilig. wie immer, eben.
Frühabends nach der Arbeit Hunderunde, Bastun gecancelt, Pellkartoffeln mit Quark. Schnell ins Blog schreiben und –
Feierabend. Aus die Maus. Schönen guten Abend, allerseits.