Das ist DER Stock

Bamse sein liebstes

So richtig verstehen wir es nicht, aber irgendwas muss an diesem Stück Holz besonders sein. Der vierbeinige Kollege ist sonst nicht so mit „das ist meins und nicht deins“. Jedenfalls nicht wenn es um nicht fressbare Dinge geht. Mit diesem Teil hier ist das anders.

Vielleicht liegt es am Material (Wacholder) und dem dadurch interessanteren Geruch oder die sehr gute Knabbereignung mit großen und kleinen Anbeißecken macht das besondere aus. Oder vielleicht hat ein anderer Hund das Ding schon rumgeschleppt. Oder es ist alles drei.

Auffällig ist, das DER Stock mit Hingabe bespielt und bekaut wird, sogar mit ins heimische Bett geschleppt wurde und das auch noch am zweiten Tag anhält. Was bei Bamse eindeutig für eine dauerhafte Beziehung spricht.

Das zeitgleich ausgehändigte Kaugeweih ist zur Zeit abgemeldet. Und das ist doch tierischen Ursprungs. Aber wer will schon Hunde verstehen? Lustig ist es allemal.

Brot in Arbeit

Gestern hab ich eine kleine Anleitung für das Brot backen in der Karlsborg verfasst und das pane francesca bei der Gelegenheit gleich in Arbeit genommen. Im Moment ist der Teig in der 24 Stunden Reife im Erdkeller. Poolish war gstern abend und Zwischenteig heute morgen dran. Mal sehen, ob das brot was wird und die Bilder was taugen, dann kann ich die Anleitung noch anhübschen.

Klapskallis gibt es auch in Schweden oder shoppen in V.

Wir waren einkaufen, um die kommenden Verlängerungstage esstechnisch auszustatten und die Datenleitungen nach Bremen offen zu halten. Dazu erst zum Elektroladen und – man höre und staune – dortselbst eine je drei Sätze umfassende sinnhafte Kommunikation mit dem Verkäufer absolviert.

Ich fühlte mich an den ersten Federball-Ballwechsel und das damit verbundene Glücksgefühl erinnert, als es erstmals über Tap-Tip-Tap-Platsch hinausging und rasend schnell über unendlich lange Ballwechsel zu härtest umkämpften Straßenturnieren in Häuslingen ging. Ich hoffe mal, das auch hier irgendwann ein sprachlicher Knoten platzt. Heute war schon mal jut jewesen.

Danach dann zum Baumarkt: Abstandsmarkierungen an der Kasse wurden weitestgehend eingehalten, aber dazu mag das Abmaß der baumarktypischen Großeinkaufswagen beigetragen haben.

Soweit so gut. Die Voll-Pfosten-Arena kam aber erst noch: „Willy:s“, was ja der Penny oder Aldi unter den schwedischen Läden ist.

Parkplatz voll, Laden auch, vor der Leergutrückgabe eine Menschenmenge, die aussah, als wenn sie gleich zum Sturm auf das Winterpalais ansetzen wollte (goggelt gerne mal!), eng gepackt und voll murrender Unruhe. Aus dem weg gehen? Fehlanzeige. Aber gut, dann muss man da mal durch.

Danach dann in den Gemüse und Obstbereich, Axel zu den Backwaren. Beide Blickkontakt mit den anderen aufnehmend und immer so fahrend, dass der Mindestabstand gewahrt bleibt – eigentlich einfach.

Aber dann erster „Klappskalli-Alarm“: Gruppe leicht deprivierter Erwachsener mit angehängter Nachwuchsschar, schön quer den kürzesten Weg suchend und das gerne auch über andere drüber, aber doch mindestens direkt an vorbei. Einer rechts, einer links und sich laut und feucht miteinander unterhaltend. Einzig mögliche Reaktion, Vollbremsung und die vorbei ziehen lassen – Musclecar-Verfolgungsjagden schauen macht halt doch realitätstauglich..

Dieser Typus (ich würde meinen ca. 30% der Besucher) machte den Einkauf in dem Laden echt anstrengend. Und nervig wurde es auch, denn als man sich an der Kasse entlang der Markierungen aufstellte, kam mit tödlicher Sicherheit ein KK und schob sich freudig und leicht schadhaft grinsend in die selbst entdeckte Lücke. Hurra, was bin ich toll – hicks.

Letztlich alles zu überleben, aber doch stressig. Oder, um es mit dem Kollegen M.L. aus A. zu sagen: „Dumm wie Brot und glücklich wie Rollmops – muss man auch mit um.“

Und darum waren wir rechtschaffen froh, als wir wieder an der Burg waren.

Sten och Grus

Unterwegs hat Axel die Hunderunde in eine Hundelinie verwandelt und bei der Gelegenheit für Montag Abend unsere Rollsplitlieferung für die Zuwegung klar gemacht.

Mats und Ola machen das. Und Axel kann jetzt sein Schwedisch „verhandlungssicher“ nennen. Auch wenn er weder die AGB, die Preise, den Haftungsausschluss und die Gewährleistungsparagraphen verstanden hat.

Aber „Jahaa“ muss hier eben auch mal reichen.

Schönen Guten Abend, allerseits.

P.S. Tak för maten

So bedankt man sich in Schweden immer für das Essen. Auch in der Schulkantine und zuhause. Wir haben heute sommerlich kalte Küche mit etwas Lachs und Salat, dazu Tunbröd und Joghurt.

und ein Weinchen gibt es auch.

Da kann man schon mal Danke sagen.

3 Antworten auf „Das ist DER Stock“

  1. Ja, was ist denn da los? Das hat Bamse ja noch nie gemacht. Ich bin verwirrt… Das mit dem schwedischen Einkaufswahn hab ich mir schon gedacht und eine kleine, (psychisch und auch sonst nicht so unwichtige) „Abhilfe“ auf den Postweg gebracht. Adressiert an Axel &Ralf Zarsteck co (!) Mats Henriksson, um weitere Stalkingaktionen im Dampfkesselmodus zu dezimieren. Bleibt gesund ❣ K.

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